taz.de -- Nach tödlichen Protesten im September: Nepals Ex-Premier Oli in Gewahrsam

Im September 2025 kam es in dem Himalaja-Staat zu schweren Ausschreitungen mit Dutzenden Toten, die Regierung wurde gestürzt. Jetzt gibt es unter dem neuen Premierminister Festnahmen.

Bild: Nepals ehemaliger Premier Khadga Prasad Sharma Oli muss sich für das tödliche Einschreiten gegen junge Demonstrierende verantworten

Kathmandudpa | Einen Tag nach der Vereidigung des neuen Regierungschefs Balendra Shah in Nepal ist der frühere Premier Khadga Prasad Sharma Oli in Zusammenhang mit tödlichen Protesten im September festgenommen worden. Medien berichteten unter Berufung auf den neuen Innenminister Sudan Gurung und die Polizei von der Aktion. Demnach wurde auch der ehemalige Innenminister Ramesh Lekhak festgenommen.

„Ein Versprechen ist ein Versprechen: Niemand steht über dem Gesetz“, schrieb Gurung laut The Himalayan Times auf Facebook. Das sei nur der Anfang der Gerechtigkeit. Er glaube daran, dass das Land nun in eine neue Richtung gehen werde. Medien zufolge wurden beide Politiker am frühen Morgen festgenommen.

Unruhen und Proteste der Generation Z

Im September war es in dem Himalayastaat zu schweren Unruhen gekommen. Eine Sperrung von Social-Media-Plattformen hatte [1][Zehntausende, meist junge Menschen der Generation Z, auf die Straße getrieben]. Sie prangerten weit verbreitete Korruption und Vetternwirtschaft an. Bei den Unruhen kamen mehr als 70 Menschen ums Leben.

Der damalige Regierungschef Oli trat zurück, das Parlament wurde aufgelöst. Er kandidierte bei der Neuwal Anfang März erneut für die Kommunistische Partei Nepals (Vereinigte Marxisten-Leninisten). In einem Erdrutschsieg gewann aber die zentristische Partei RSP (Rastriya Swatantra Party) des früheren Rappers Shah die Parlamentswahl. Am Freitag legte er seinen Amtseid ab.

28 Mar 2026

[1] /Nepals-Zukunft/!6122661

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Nepal

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