taz.de -- Nach tödlichen Schüssen in Maine: ICE-Beamter wird intern überprüft

Im Juli erschießt ein ICE-Beamter einen Kolumbianer in Maine. Nun soll der Schütze einer internen Prüfung unterzogen werden.

Bild: Johan Sebastián Durán Guerrero wurde am 13. Juli in Biddeford im Bundesstaat Maine von einem ICE-Beamten erschossen

ap | Der für die [1][Tötung eines Kolumbianers] verantwortliche Beamte der US-Einwanderungsbehörde ICE soll einer internen Prüfung unterzogen werden. Dabei soll insbesondere die Sicherheitsüberprüfung des Beamten untersucht werden, wie der Grenzbeauftragte von US-Präsident Donald Trump, Tom Homan, am Sonntag (Ortszeit) erklärte. Zuvor hatten Angehörige der Nachrichtenagentur AP berichtet, der Beamte habe eine Vorgeschichte mit schweren psychischen Problemen und gewalttätigem Verhalten.

Homan sagte, falls die [2][Vorwürfe gegen den ICE-Beamten] zuträfen, glaube er nicht, dass dieser „die Sicherheitsprüfung jemals hätte bestehen dürfen“. „Mehrere Dinge werden derzeit überprüft“, sagte Homan dem Sender CNN – darunter die Ausbildung und die Sicherheitsüberprüfung des Beamten.

Fragen zum Vorgehen des US-Heimatschutzministeriums, das im Zuge von Trumps verschärfter Einwanderungspolitik Tausende neue ICE-Beamte einstellen wollte, sind nach tödlichen Schusswaffenvorfällen gegen Einwanderer verstärkt in den Fokus gerückt. Das Heimatschutzministerium reagierte zunächst nicht auf eine Anfrage zu der internen Überprüfung.

Seit Beginn von Trumps neuer Abschiebekampagne sind nach Angaben der AP bei Einsätzen von Einwanderungsbehörden mindestens zehn Menschen ums Leben gekommen. Zu den Opfern gehört der 25-jährige Kolumbianer Johan Sebastián Durán Guerrero, der am 13. Juli in Maine von dem ICE-Beamten erschossen wurde.

Beamter hatte psychische Probleme

Das Heimatschutzministerium erklärte, Guerrero habe versucht, sich mit seinem Fahrzeug vom Ort des Geschehens zu entfernen. „Aus Sorge um die öffentliche Sicherheit“ habe der Beamte seine Waffe eingesetzt.

Mehrere enge Angehörige des Beamten erklärten der AP, der Armeeveteran habe seit seiner Kindheit mit psychischen Problemen gekämpft und hätte niemals eine Dienstwaffe tragen oder auf US-Straßen patrouillieren dürfen. Demokratische Kongressabgeordnete forderten daraufhin Informationen zur Ausbildung und Überprüfung der ICE-Beamten.

27 Jul 2026

[1] /Toedlicher-ICE-Einsatz-in-Maine/!6195887

[2] /ICE-soll-Fahrzeugkontrollen-weitgehend-beenden/!6196164

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