taz.de -- Wahlen in Berlin: Wer dreimal lügt…

Die Berliner CDU tauscht nach mehreren Skandalen kurz vor der Wahl ihren Spitzenkandidaten aus. Was heißt das für das enge Rennen in der Hauptstadt?

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Der Regierende Bürgermeister Berlins, der Christdemokrat Kai Wegner, hat mehrfach die Unwahrheit darüber gesagt, wie er den Vormittag nach dem Brandschlag auf die Stromversorgung im Berliner Südwesten im Januar verbracht hat. [2][Aller Lügen zum Trotz] hat die Berliner CDU ihn trotzdem erst vor wenigen Wochen zu ihrem Spitzenkandidaten für die Abgeordnetenhauswahl im September gekürt.

Dann beförderte der Berliner Tagesspiegel ein neues Detail ans Licht: Wegner hat entgegen seiner Aussagen am Vormittag kein einziges Telefonat geführt. Die Umfragewerte für die CDU brachen ein, sie fand sich plötzlich auf Platz vier nach Linken, Grünen und der AfD wieder. Da musste Wegner, gedrängt von den mächtigen Kreisvorsitzenden, [3][dann doch Konsequenzen ziehen].

In einer kurzfristig anberaumten Pressekonferenz trat er von der Spitzenkandidatur zurück, Regierender aber wird er bis zur Wahl bleiben. Wegner hat sich für seine Lügen nicht entschuldigt, er sagte lediglich, „das war Mist“ und dass ihn das Ganze „selbst am meisten ärgere“. Richten soll es jetzt [4][Finanz- und Kultursenator Stefan Evers], er ist, zwei Monate vor der Wahl, der neue Spitzenkandidat der CDU.

In der neuen Folge des Bundestalk besprechen wir, wie es dazu kommen konnte, wohin Evers die CDU lenken wird und wie groß die Chancen sind, dass die Hauptstadt künftig von der Linken mit ihrer Spitzenkandidatin Elif Eralp regiert wird. Laut aktuellen Umfragen wird es wohl zwei Möglichkeiten zur Regierungsbildung geben: Rot-Rot-Grün oder Kenia, also eine Koalition aus CDU, Grünen und SPD.

Mit dabei in dieser Folge: [5][Uwe Rada], langjähriger Politikbeobachter aus der Berlin-Redaktion der taz, Ressortleiter [6][Erik Peter], der sich schwerpunktmäßig mit den Linken und Mietenpolitik in Berlin beschäftigt, und [7][Anna Klöpper], Peters Vorvorgängerin, heute Ressortleiterin von taz.eins, dem Ressort, das die ersten fünf Seiten der taz verantwortet. Der aktuelle Bundestalk wird moderiert von der innenpolitischen Korrespondentin [8][Sabine am Orde] aus dem Parlamentsbüro der taz.

[9][„Bundestalk“] – Der politische Podcast der taz erscheint jede Woche auf taz.de und überall, wo es Podcasts gibt.

17 Jul 2026

[2] /Luegenvorwuerfe-nach-Stromausfall/!6195507

[3] /CDU-Berlin/!6195356

[4] /CDU-Spitzenkandidat-Stefan-Evers/!6195373

[5] https://taz.de/Uwe-Rada/!a20/

[6] https://taz.de/Erik-Peter/!a296/

[7] https://taz.de/Anna-Kloepper/!a258/

[8] https://taz.de/Sabine-am-Orde/!a29/

[9] /Podcast-Bundestalk/!t5780050

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Sabine am Orde

Anna Klöpper

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