taz.de -- Stellenstreichung bei VW: Bis zu 100.000 Jobs sollen wegfallen

Volkswagen will einem Medienbericht zufolge bis zu 100.000 Stellen streichen. In Deutschland sollen vier Werke geschlossen werden.

Bild: Auch dem VW-Werk in Emden, das nur Elektroautos baut, droht die Schließung

afp/dpa | Der Autokonzern Volkswagen will einem Medienbericht zufolge bis zu 100.000 Stellen streichen. In Deutschland sollen vier Werke geschlossen werden, wie das Manager Magazin am Freitag unter Verweis auf Insider berichtete. Zudem plant VW-Chef Oliver Blume demnach, die Kernmarke Volkswagen in ein neues Unternehmen auszugliedern.

Dem Bericht zufolge ist der Jobabbau weltweit geplant. In Deutschland wären Werke in Hannover, Zwickau, Emden sowie das Audi-Werk in Neckarsulm betroffen. Der Konzern verspricht sich davon Milliardeneinsparungen. Die Pläne seien Teil des [1][neuen Zielbilds 2030], das der Vorstand am Mittwoch behandelt habe. Das letzte Wort habe nun der Aufsichtsrat, der am 9. Juli darüber beraten solle.

VW hatte 2025 einen [2][Einbruch des Nettogewinns] um fast die Hälfte verzeichnet und hatte deshalb in diesem Frühjahr bereits Stellenstreichungen bis 2030 im Umfang von 50.000 angekündigt. Ende 2024 hatte der Konzern mit den Gewerkschaften einen Stellenabbau in Deutschland um 35.000 bis 2030 vereinbart, vor allem bei der Kernmarke VW.

Die Arbeitnehmervertreter des Autoherstellers kündigten angesichts des Medienberichts unmittelbar Widerstand an. „Angriffe auf das VW-Gesetz, die Mitbestimmung und unsere Standorte sind unverantwortliche Drohungen“, erklärten die IG-Metall-Chefin Christiane Benner, die VW-Betriebsratschefin Daniela Cavallo und der Tarifverhandlungsführer der IG Metall bei VW, Thorsten Gröger, gemeinsam. „Sollten solche Pläne vorangetrieben werden, würden wir sie mit aller Macht verhindern.“

26 Jun 2026

[1] /VW-in-der-Krise/!6138780

[2] /VW-in-der-Krise/!6065447

TAGS

Volkswagen

Stellenabbau

Auto

Industrie

ARTIKEL ZUM THEMA

VW-Chef zu Einschnitten: Bis zu 50.000 Jobs bedroht

Volkswagen-Konzernchef Blume äußert sich erstmals zum Ausmaß der möglichen Werkschließungen. Weltweit könnten Zehntausende Stellen wegfallen.

Krise bei VW: Böser Start in die Werksferien

Schon wieder Krise: VW droht mit Werkschließungen und Massenentlassungen. Im Fall der Werke in Hannover und Emden hängt daran die Zukunft der Region.

Nach Aufsichtsratssitzung in Wolfsburg: Ringen um VW-Sparpläne

VW muss sparen: Aufsichtsrat kündigte Halbierung der Modellpalette an und berät über Werksschließungen und Stellenabbau. IG Metall kündigte Proteste an.

Kritik an VW-Klimaprojekt in Tansania: Volkswagen lässt die Massai-Herden schneller rotieren

Die Krise des Autobauers ist Thema der VW-Hauptversammlung. Sie zeigt sich auch an einem Kohlenstoffprojekt in Tansania.

Krise der Industrie in Deutschland: 341.500 Jobs seit 2019 weg

Der Stellenabbau in der Industrie macht sich auch allgemein auf dem Arbeitsmarkt bemerkbar. Besonders hart trifft es die Jobs bei den Autobauern.

Hohe VW-Abschreibung: Porsche SE schreibt hohe Verluste

Währenddessen wettert die deutsche Autolobby weiter gegen EU-Klimaziele, um Jobs zu sichern. Warum das nicht ganz sauber ist, erklärt ein Experte.

Proxied content from gemini://taz.de/%216190972 (external content)

Gemini request details:

Original URL
gemini://taz.de/%216190972
Status code
Success
Meta
text/gemini;lang=de
Proxied by
kineto

Be advised that no attempt was made to verify the remote SSL certificate.