taz.de -- Dieselskandal weitet sich aus: Razzia bei Audi-Chef Stadler
Auch die Audi AG steht unter dem Verdacht, manipulierte Software zur Abgassteuerung verwendet zu haben. Nun ist Audi-Chef Stadler im Fokus der Ermittler.
Bild: Was hat er wohl zu verstecken?
Hamburgrtr | Im [1][Dieselskandal] bei Volkswagen rückt nun auch Audi-Chef Rupert Stadler ins Visier der Ermittler. Seit dem 30. Mai würden nunmehr auch der Vorstandsvorsitzende der Audi AG sowie ein weiteres Mitglied des Vorstands der VW-Tochter aus Ingolstadt als Beschuldigte geführt, teilte die Staatsanwaltschaft München II am Montag mit. Ihnen werde jeweils Betrug sowie mittelebare Falschbeurkundung zur Last gelegt.
Hierbei gehe es um [2][den Vorwurf], dass Diesel-Fahrzeuge mit manipulierter Software zur Abgassteuerung auf den europäischen Markt gebracht worden seien.
Die Zahl der Beschuldigten in dem Ermittlungsverfahren habe sich damit auf 20 erhöht. Zur Sicherung von Beweismaterial seien am Montag die Privatwohnungen der beiden genannten Beschuldigten durchsucht worden. Ein Audi-Sprecher bekräftigte, die VW-Tochter kooperiere mit den Ermittlern. Von Volkswagen war zunächst keine Stellungnahme zu erhalten.
Die Staatsanwaltschaften in München und Braunschweig ermitteln seit vielen Monaten in der Dieselaffäre gegen zahlreiche Beschuldigte bei Volkswagen und Audi. Stadler hat jede Beteiligung an den Manipulationen bestritten und konnte sich trotz interner Kritik bisher als Audi-Chef halten.
11 Jun 2018
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