taz.de -- Umfrage zur Parlamentswahl in Ungarn: Opposition baut Vorsprung vor Orbáns Fidesz-Partei aus
Orbán-Herausforderer Magyar liegt mit seiner Partei Tisza in den Umfragen unabhängiger Meinungsforschungsinstitute weiterhin vorne. Kommt es zur Richtungswahl?
Bild: Will Ungarn fest in der EU und der Nato verankern: Orbán-Herausforderer Peter Magyar
rtr | Knapp zwei Wochen vor der [1][Parlamentswahl in Ungarn] baut die [2][oppositionelle Mitte-rechts-Partei Tisza] in den Umfragen ihren Vorsprung vor der rechtsnationalen Regierungspartei Fidesz von Ministerpräsident Viktor Orbán aus. In einer am Mittwoch veröffentlichten Erhebung des Meinungsforschungsinstituts 21 Research Centre kommt Tisza unter den entschiedenen Wählern auf 56 Prozent, 3 Prozentpunkte mehr als Anfang März.
Die Partei Fidesz des seit 16 Jahren regierenden Orbán verliert dagegen 2 Punkte und liegt bei 37 Prozent. Allerdings sind der vom Nachrichtenportal 24.hu veröffentlichten Erhebung zufolge 26 Prozent der Befragten noch unentschlossen. In der Gunst aller Wahlberechtigten liegt Tisza demnach bei 40 Prozent und Fidesz bei 28 Prozent.
Viele Befragte noch unentschieden
Eine am Dienstag veröffentlichte Umfrage des Instituts Zavecz Research bestätigt diesen Trend. Hier verbessert sich die Partei Tisza von Oppositionsführer Péter Magyar um einen Punkt auf 51 Prozent, Fidesz bleibt unverändert bei 38 Prozent. 20 Prozent der Befragten seien noch unentschieden.
Die rechtsextreme Partei Mi Hazank (Unsere Heimat) könnte als dritte Partei ins Parlament einziehen, sollte sie die Fünfprozenthürde überwinden. Sie liegt in den beiden Umfragen bei 4 bis 5 Prozent. Die Parlamentswahl findet am 12. April statt.
Magyar hat angekündigt, die Korruption einzudämmen, [3][blockierte EU-Gelder in Milliardenhöhe] freizusetzen und Ungarn fest in der EU und der Nato zu verankern. Fidesz verweist auf andere Umfragen, die der Regierungspartei weiterhin einen Sieg prognostizieren. Kritiker wenden jedoch ein, dass diese Institute finanzielle oder persönliche Verbindungen zur Regierungspartei hätten. Die Institute 21 Research Centre und Zavecz Research gelten als politisch unabhängig.
1 Apr 2026
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