taz.de -- Sterben
Die Wahrheit: „Friedhofsrave mit anschließender Blutorgie“
Wie kommerzialisiert man Reisen in den Tod? Das Wahrheit-Interview mit den Dark-Event-Forschern Unkel und Ark bringt Licht ins jenseitige Dunkel.
Abschied: Meine Oma will sterben
Wie geht ein guter Tod? Darf man sich wünschen, dass ein geliebter Mensch gehen darf? Über das, was endet und das, was bleibt.
Sterbebegleiterin über Abschiednehmen: „Als würde man Schinken in ein Piranhabecken halten“
Wenn Charlotte Wiedemann über das Thema Sterben spricht, rennen ihr die Leute die Bude ein. Für viele sei das ein blinder Fleck gewesen.
Sterbebegleiterin über Spiritualität: „Wichtig ist, dass man die Stille aushält“
Die Initiative „Your Rime-Care“ will bundesweit spirituelle Sterbebegleitung koordinieren. Sie ist buddhistisch orientiert und konfessionsoffen.
Umgang mit Trauer in der Ukraine: Wo der Verlust das Leben bestimmt
Seit Krieg herrscht, ist das Sterben alltäglich geworden. Trauerbegleitung, digitale Erinnerungsorte und „Death Cafés“ helfen Hinterbliebenen.
Death Festival in Berlin: Tanzen mit dem Tod
In westlichen Gesellschaften ist der Tod oft ein Tabuthema. Beim Death Festival im Holzmarkt wird er dagegen körperlich erfahren und besprochen.
Morbide Bezahl-App in China: Lebst du noch?
Eine App gibt Auskunft, ob eine Person noch am Leben oder verstorben ist. Es geht nicht nur um Ältere, sondern auch um isolierte junge Menschen.
Palliativmedizinerin übers Sterben: „Stille ist was Feines“
Friederike Boissevain hat ein Hospiz auch für Kinder gegründet. Ein Gespräch über den Umgang mit Sterbenden und ihre langjährige buddhistische Praxis.
1.365 Tage Krieg in der Ukraine: Trauern und Abschiednehmen unter Beschuss
Speziell ausgebildete Sterbebegleiterinnen stehen in der Ukraine Menschen beim Tod von Angehörigen bei. Sie helfen auch bei Angst vor dem eigenen gewaltvollen Tod.
1.344 Tage Krieg in der Ukraine: Gefallene in Würde bestatten
Oleksandra Borschtsch aus Bila Zerkwa ist Freiwillige bei „Bulldozer“. Die Organisation holt die Leichen gefallener Soldaten von der Front nach Hause.
Buch über das Sterben von Ulf Nilsson: Er hielt sich in der kleinen Blase des Jetzt
In Erwartung des Todes notiert der Schriftsteller Ulf Nilsson seine Gedanken in ein Büchlein. Postum werden sie veröffentlicht.
Beihilfe zum Suizid: „Es hat sich ausgeschmerzt“
Der Künstler Martin Schröder-Berlin hat unheilbaren Krebs und leidet nur noch. Er möchte durch assistierten Suizid sterben. Eine Freundin nimmt Abschied.
Tod von Familienangehörigen: Sterben in Bürokratistan
Auch nach dem Tod lauert die deutsche Bürokratiehölle, die kaum Zeit zum Trauern lässt. Warum das Thema endlich von links besetzt werden sollte.
Krankenhausseelsorger über Sterben: „Abschied geschieht stückchenweise“
Der Krankenhausseelsorger Borris Pietzarka über das Sterben an einem Ort, der dafür gar nicht gedacht ist.
Neue Designs für fragile Zeiten: Schönheit bis zum Schluss
Kranke und Sterbende verdienen Besseres als entfremdende Dinge. Bitten Stetter ist eine der wenigen Designer*innen, die deren Bedürfnisse mitdenken.
Wissenschaftlerin über Abschied und Tod: „Uns fehlt Raum für Gespräche über existentielle Themen“
Wenn es um das Lebensende geht, gibt es oft eine große Sprachlosigkeit, sagt Martina Wachtlin. Ihr Erzählsalon in Oldenburg will daran etwas ändern.
Wenn man Gehen nicht mehr genießen kann: Aus dem Takt
Wenn Menschen gehen, hinterlassen sie Lücken. Unsere Autorin hadert damit. Vielleicht ist das der Grund dafür, dass ihr Gehen keinen Spaß mehr macht.
Nahtoderfahrungen: Ein neuronaler Tsunami
Was passiert in unserem Gehirn, wenn wir sterben? Und wie prägen Kultur und Herkunft, welche Bilder wir sehen? Was Forscher:innen über Nahtoderfahrungen wissen.
Vom Leben und Sterben: Dem Tod so nah
Ostern ist das Fest der Auferstehung. Vier Menschen berichten von ihren Nahtoderfahrungen – und wie sie ihre Haltung zum Leben bis heute prägen.
Das Leben meiner Mutter: Kannte ich Renate?
Für ihre Familie hat Renate alles getan, ihren eigenen Schmerz hüllte sie in Vorwürfe. Als die Mutter unserer Autorin stirbt, beginnt das Nachdenken.
Urnenbestatter über stille Abschiede: „Ich genieße mein Leben immer mehr“
Bernd Simon arbeitet als Urnenbestatter in Berlin-Mitte. Er tut das auf seine eigene einfühlsame Art – auch, weil er die Abgründe des Lebens kennt.
Vom Workshop zur Hausaufbahrung: Das Abschiednehmen üben
Barbara Rolf und Charlotte Wiedemann leiten den „ahorn Space“ in Neukölln. Das ist ein Ort der Begegnung und Auseinandersetzung mit dem Tod.
Der Tod im Gaming: Endlich realistisch sterben mit Sims4
Das Thema Sterben blenden wir als Gesellschaft kollektiv aus. Bei Videospielen gehört es dazu – aber erst mit Sims wird es nachfühlbar.
Ausstellung „Totentanz“ in Lübeck: Wenn der Schnitter kommt
Ein Dauerbrenner, unser irdisches Ende: Eine deutsch-finnische Ausstellung in Lübeck zeigt Variationen zum zerstörten „Totentanz“-Bild von 1464.
Film „The Room Next Door“ von Almodóvar: Die unerträgliche Leichtigkeit des Sterbens
Martha (Tilda Swinton) möchte selbstbestimmt sterben, mit Beistand einer Freundin. Pedro Almodóvar schafft es, das Sterben schön aussehen zu lassen.
Autorin Katja Lewina über das Sterben: „Wir brauchen alle eine Deadline“
Die Autorin Katja Lewina hat ein heiteres Buch über das Sterben geschrieben. Es ist ein Plädoyer für eine radikale Akzeptanz der Endlichkeit.
Kunst auf Friedrichshainer Friedhof: Gestickte Poesie rund um den Tod
Das „Deadly Matters Kollektiv“ regt mit Installationen auf einem Friedhof zum Nachdenken über Leben, Sterben und Tod an. Ein kleiner Rundgang.
Oper über das Sterben: Auf dem Weg ins Reich des Todes
Inhaltlich und künstlerisch überzeugend: „Koma“ in Braunschweig zu Musik von Georg Friedrich Haas und mit einem Text von Händl Klaus.
Familiengeschichte „Sterben“ im Kino: Herz und Gefühl vergleichen
In seinem Kino-Film „Sterben“ erzählt Regisseur Matthias Glasner traurig-komisch von einer Familie. Die Liebe zu den Figuren kommt ihm nie abhanden.
Geplantes Sterben: „Ach, ich lebe so gern“
Wie plant man sein Sterben? Die 94-jährige Ursula Schütt konsultiert dazu regelmäßig ihren Arzt. In Workshops kann man die Art von Beratung lernen.
Zwei Bücher über den Tod: Der geteilte Raum des Erzählten
Autorin Eva Schörkhuber und Journalistin Birgit Fuß denken in Büchern über Trauer nach. Sie beschäftigt, wie man dafür eine Sprache finden kann.
Autorin Mely Kiyak über den Tod: „Ich halte vom Sterben sehr viel“
Mely Kiyak wurde bekannt mit politischen Kolumnen. Seit einer schweren Erkrankung will sie sich auf Literatur konzentrieren und das Schöne im Leben.
Hilfe bei der Trauer um Haustiere: „Man kann Trauer nicht messen“
Die Hospizhilfe Bremen begleitet Menschen beim Sterben und stemmt sich gegen die Tabuisierung des Themas. Dazu gehört auch die Trauer um Haustiere.
Richard Fords Roman „Valentinstag“: Abschied eines Boomers
Trauer über eine Romanfigur? Angesichts von Richard Fords „Valentinstag“, des letzten der Frank-Bascombe-Bücher, kann man das empfinden.
Studie zu Einsamkeit und Sterberisiko: Füreinander da für ein langes Leben
Soziale Isolation und Einsamkeit erhöhen das Sterberisiko. Das betrifft auch die Krebssterblichkeit und Herz-Kreislauf-Erkrankungen.
Ausstellung über Leben und Tod: Wer will schon unsterblich sein?
Mit den Osterfeiertagen steht auch das Thema Tod und Auferstehung vor der Tür. Die Ausstellung „Un_endlich. Leben mit dem Tod“ stellt letzte Fragen.
Bestatter über seine Arbeit: „Überrascht, dass ich das konnte“
Nach einer Trauerfeier bedanken sich die Angehörigen „oft wie in der Bar für den schönen Abschied“, sagt Frank Blume. Der Hamburger muss es wissen.
Nachdenken über das Sterben: Der Tod wohnt im Zimmer nebenan
Trost kann helfen, den Tod zu verarbeiten. Doch unsere Autorin ist beim Denken ans Sterben mittlerweile untröstlich, seitdem sie eigene Kinder hat.
Leben und Tod: Vom Anfang, vom Ende und dem Danach
Unsere Autorin begleitet ihre Mutter beim Sterben. Sie fragt sich, was wir im Umgang mit dem Tod besser machen können.
Maren Wursters neue Bücher: Getrennt und doch verbunden
Prosa vom Anfang und Ende des Lebens: Maren Wursters Roman „Eine beiläufige Entscheidung“ und ihr Essay „Totenwache“.
Berliner Märchentage: Geschichten von Leben und Tod
Viele Eltern lesen ihren Kindern keine Märchen mehr vor, weil sie sie gewaltverherrlichend und frauenfeindlich finden. Sie kennen die Märchen schlecht.
Regisseur Gaspar Noés Film „Vortex“: „Das Alter ist ein Kampf“
„Vortex“ ist ein Film über das Sterben. Der Regisseur spricht über Endlichkeit, Arbeiten im Lockdown und Horrormeister Dario Argento als Schauspieler.
Tod eines Obdachlosen in Amsterdam: Eine Trauerfeier für Wolf
Nach dem Tod eines obdachlosen Mannes trauert seine Nachbarschaft, verabschiedet ihn mit Liedern und Blumen. Was sagt das über Amsterdam aus?
Drittimpfung dämpft Sterbezahlen: Boostern rettet Hunderte Leben
Die Zahl der Coronatoten steigt – aber weniger als zu erwarten wäre. Es zeigt sich, dass die Drittimpfung Ältere gut schützt.
Klinikumsdirektor über Besuchsverbote: „Das Mittel der letzten Wahl“
Wegen Corona haben Krankenhäuser Besuchsverbote ausgesprochen. Thomas Bartkiewicz vom Klinikum Braunschweig spricht über das Abwägen von Risiken.
Übersterblichkeit in Deutschland: 46.000 Verstorbene mehr
Eine Statistik zeigt, dass seit Ausbruch der Pandemie mehr Menschen gestorben sind. Das lag jedoch nicht nur an den an Covid-19-Toten selbst.
Coronalage in Deutschland: Düstere Aussichten für Dezember
Der RKI-Chef betont, dass die Zahl der Coronatoten steigen wird. Bei ungebremster Welle würden bis Weihnachten fast 20.000 Menschen sterben.
Spielfilm „Nowhere Special“: Wenn ein Saurier stirbt
„Nowhere Special“ erzählt von einer liebevollen Vater-Sohn-Familie und Adoption. Der Film nimmt sich Zeit für Blicke und kleine Gesten.
Falsche Bilder vom Sterben: Der Joint am Abend
Was wir alle brauchen, um einen guten Tod zu haben, sind Spezialisten für Lebensqualität. Und Überraschung: Im Hospiz gibt es sie.
Hebamme und Bestatterin: „Sie gehen einen Weg“
Die Oldenburgerin Ellen Matzdorf arbeitet als Hebamme und Bestatterin zugleich. Ein Gespräch über Begleitung, Leben und Tod, Wehen und Kindersärge.