taz.de -- Schizophrenie
Buch über Lobotomie in der NS-Zeit: Die ruhiggestellte Tante
Ina Boesch rekonstruiert in „Marleen“ das Leben ihrer schizophrenen Tante im NS-besetzten Holland.
Schizophrenie: Die Mutter ist nicht schuld
In der Psychoanalyse war man lange sicher, dass Schizophrenie an der Mutter liegt. Wie ein Anruf diese These ins Wanken brachte.
Spielfilm „Im Haus meiner Eltern“: Intimer Blick auf den Umgang mit Schizophrenie
Tim Ellrich zeigt mit „Im Haus meiner Eltern“, wie sich im Kino von der eigenen Familie erzählen lässt. Bremens Filmfest zeigt den Film im Wettbewerb.
Zwangsbehandlung psychisch Kranker: Im eigenen Zuhause
Psychisch Erkrankte können bald ambulant zwangsbehandelt werden. Das zeigt: Die Menschenrechte von psychisch Kranken haben in unserer Gesellschaft zu wenig Wert.
Bundesverfassungsgericht: Zwangsbehandlung auch außerhalb der Klinik
Das Bundesverfassungsgericht lässt Zwangsbehandlungen von psychisch Kranken und Dementen auch außerhalb von Kliniken zu. Eine Krankenhauspflicht ist laut dem Gericht unverhältnismäßig.
Ex-Chefarzt über Maßregelvollzug: „Isolationsräume waren immer voll“
Drei Jahre war Sven Reiners ärztlicher Leiter des Krankenhauses für den Maßregelvollzug Berlin. Ein Gespräch über Personalnot und untragbare Zustände.
Krise in der Gefängnispsychiatrie Berlin: Er hat nicht gelebt
Ümit Vardar starb nach 27 Jahren im Maßregelvollzug. Die Zustände dort gelten schon lange als untragbar. Seine Familie verklagt nun das Land Berlin.
Placebos: Heimlicher Star der Psychiatrie
Placebos können bei verschiedensten psychischen Erkrankungen so effektiv sein wie Medikamente mit Wirkstoffen. Das zeigt jetzt eine neue Studie.
Schizophrener 81-Jähriger verurteilt: Mord im Wahn
Im Frühjahr erschoss ein 81-Jähriger im niedersächsischen Bramsche einen 16-jährigen Nachbarn mit einer Sportpistole. Nun wurde er verurteilt.
Demo vor dem Brandenburger Tor: Gegen das Stigma
Am Tag der Schizophrenie kommt in Berlin die Community zusammen. Sie will für Entstigmatisierung der Krankheit kämpfen und Aufmerksamkeit schaffen.
Debatte um Menschenhandel in China: Das Schicksal der „Ketten-Frau“
Eine psychisch kranke Frau wurde verkauft und angekettet. Das öffentliche Interesse an dem Fall hilft trotz Widerstands der Behörden dem Opfer.
Stocken der Psychiatriereform: Schluss mit der Anstalt
Viele psychisch kranke Menschen sind mit ambulanter Hilfe besser dran als mit einer Einweisung in die Psychiatrie. Doch der Reformprozess stockt.
Gutachten zu Hanau-Attentäter: Schizophren und rechtsradikal
Laut Gutachten für die Bundesanwaltschaft war der Täter von Hanau psychisch krank. Dennoch habe er die rassistischen Morde planvoll vorbereitet.
Betroffene über Schizophrenie: „Es ist ein höllischer Zustand“
Eines Tages hörte Puja Angelika Büche eine unheimliche Stimme ganz nah an ihrem Ohr. Aber da war niemand. Ein Gespräch über Gedanken, die einem nicht gehören.
Die Wahrheit: Beim Radiobaron
Wenn das Radio Gedanken lesen kann, wird es Zeit, jemanden von adeligem Geschlecht zu konsultieren. Oder andere Fachleute.
Berlinale „Der Boden unter den Füßen“: (Un-)gleiche Schwestern
Die eine ist Businessfrau, die andere muss in die Psychiatrie – Marie Kreutzers Film über die Geschwister Lola und Conny (Wettbewerb).
Psychiatrieopfer scheitert mit Klage: „Nicht zuständig“
Vera Stein ist in den 70er-Jahren in der Bremer Psychiatrie festgehalten worden. Nun forderte sie eine Entschädigung, aber der Gerichtshof für Menschenrechte wies die Klage ab.
Therapeut Martin Miller über seine Mutter Alice: „Sie hat ihre Fehler nie eingesehen“
In seinem Buch schildert Miller die schwierige Beziehung zur Mutter, der berühmten Kindheitsforscherin. Ihr Leid machte sie zur Täterin gegenüber dem Sohn.
Neue Tagessätze für die Psychiatrie: Tagessätze je nach Diagnose
Verbände und Gewerkschaften protestieren gegen ein geplantes neues Entgeltsystem in der Psychiatrie. Die Krankenkassen sehen nur Vorteile.
Schaden und Nutzen der Psychiatrie: „Ich nehme gern Psychopharmaka“
Der eine war 21 und hatte Angst vor Menschengruppen – bis er endlich Medikamente bekam. Der andere war nach dem Abi aufgedreht – und wurde einfach weggesperrt.