taz.de -- Repression in Uganda: Wieso Ugandas Führung Bobi Wine aus dem Weg räumen will
Der Musiker und Oppositionsführer unterlag bei der Präsidentschaftswahl in Uganda. Nun ist Bobi Wine auf der Flucht. Was ist passiert?
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Bobi Wine ist auf der Flucht. Der Musikstar und Oppositionspolitiker unterlag vergangene Woche bei der Präsidentschaftswahl in Uganda, aus welcher der seit 40 Jahren regierende Staatschef [2][Yoweri Museveni als Sieger hervorging]. Wines Anhänger sprechen von Wahlbetrug. Im Zuge der Wahl setzte das Regime massiv das Militär ein, blockierte das Internet und begrenzte die Pressefreiheit. Noch bevor die Auszählung beendet war, bei der Wine, der mit bürgerlichem Namen Robert Kyagulanyi heißt, 25 Prozent der Stimmen erreichte, versuchten Regierungstruppen, ihn festzunehmen.
[3][Doch Bobi Wine entzog sich der Festnahme]. Dem 43-Jährigen gelang die spektakuläre Flucht aus seinem Haus in Ugandas Hauptstadt Kampala. Zurzeit befindet er sich an einem geheimen Ort. Gejagt wird er vom Sohn des Präsidenten, Ugandas Armeechef Muhoozi Kainerugaba, genannt Muhoozi, der ihm nach dem Leben trachtet. Muhoozi hofft selbst darauf, seinen Vater im Präsidentenamt zu beerben.
Der Streit zwischen Bobi Wine auf der einen Seite und dem 81-jährigen Museveni und Muhoozi auf der anderen ist ein Kampf Jung gegen Alt, Arm gegen Reich, Wandel gegen Establishment. Wine, der wegen seiner sozialen Herkunft auch als „Ghetto President“ bekannt ist, punktet vor allem bei jungen von Armut betroffenen Menschen, die genug haben von dem ewigen Regenten. 80 Prozent der Bevölkerung in dem ostafrikanischen Land sind unter 40 und kennen keinen anderen Präsidenten als Museveni.
Wieso hat Ugandas politische Führung so große Angst vor dem „Ghetto President“? Was sieht die junge Generation in Bobi Wine? Und wie geht es jetzt mit ihm weiter?
taz-Korrespondentin [4][Simone Schlindwein] berichtet seit langem aus Uganda, war auch bei den jüngsten Wahlen vor Ort und hat sich die Repressionen gegen Opposition und Bevölkerung genau angeschaut. Darüber spricht sie in der neuen Folge der Fernverbindung mit taz-Auslandsredakteur [5][Fabian Schroer].
Diese Folge wurde aufgezeichnet am 22. Januar 2026 um 10 Uhr mitteleuropäischer Zeit.
[6][Fernverbindung] – Der Auslands-Podcast der taz erscheint jede Woche auf taz.de und überall, wo es Podcasts gibt.
23 Jan 2026
LINKS
[2] /Ugandas-Praesident-wiedergewaehlt/!6146372
[3] /Nach-den-Wahlen-in-Uganda/!6147154
[4] https://taz.de/Simone-Schlindwein/!a14849/
[5] https://taz.de/Fabian-Schroer/!a80152/
[6] https://taz.de/!s=Fernverbindung/
AUTOREN
Simone Schlindwein
Fabian Schroer
Podcast „Fernverbindung“
Uganda
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Yoweri Museveni
Ostafrika
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