taz.de -- Kinder fragen, die taz antwortet: Wo kommt das Wetter her?
Wir wollen von Kindern wissen, welche Fragen sie beschäftigen. Jede Woche beantworten wir eine. Diese Frage kommt von Josha, 4 Jahre alt.
Bild: Auch schön: Winterwetter in Berlin
Lieber Josha, gerade ist es ziemlich kalt. Es schneit, der Boden ist rutschig. Vielleicht hast du schon den einen oder anderen Schneemann gebaut. An anderen Tagen regnet es, dann scheint die Sonne und übermorgen bläst dir der Wind die Mütze vom Kopf. Das mag dir wie Zauberei vorkommen, aber es ist ein ziemlich ausgeklügeltes Zusammenspiel aus Sonne, Luft und Wasser.
Alles beginnt mit der Sonne. Sie ist so etwas wie der Motor für unser Wetter. „Die Sonne ist die einzige Energiequelle, die der Atmosphäre zur Verfügung steht, um das ganze Wettergeschehen in Gang zu bringen“, erklärt der Meteorologe Andreas Walter. Meteorologen sind Wetter-Experten.
Die Atmosphäre umgibt unsere Erde. Sie wird auch einfach Luft genannt und ist überall. Die Aufgabe der Sonne: Sie erwärmt die Luft auf der Erde – aber nicht überall gleich stark. Am Äquator ist es viel wärmer als an den Polen. Und weil die Erde ein bisschen schief zur Sonne steht, ist bei uns Sommer, wenn auf der Südhalbkugel Winter ist und umgekehrt.
Die Erde mag es gar nicht, wenn es irgendwo viel wärmer oder kälter ist als anderswo. Sie versucht immer, alles auszugleichen. Der Meteorologe Walter sagt: „Die Natur und damit auch die Atmosphäre sind immer bestrebt, ein Gleichgewicht herzustellen.“ Das bedeutet: Warme Luft aus dem Süden will nach Norden, kalte Luft aus dem Norden nach Süden. Und genau diese Bewegung bringt unser Wetter in Schwung.
Durch die unterschiedliche Sonneneinstrahlung entsteht auch [1][der Wind]. Warme Luft ist leichter als kalte und steigt nach oben. Von dort, wo viel Luft ist – das nennt man Hochdruck – strömt Luft dorthin, wo wenig ist, das heißt dann Tiefdruck. „Wind weht immer vom Hoch ins Tief“, erklärt Walter. Deshalb spüren wir ihn manchmal ganz schön kräftig.
Und [2][der Regen]? Der hat mit Wasser zu tun. Über Meeren und Seen verdunstet Wasser, wird zu unsichtbarem Wasserdampf und steigt in die Luft. Je höher er kommt, desto kälter wird es. Der Dampf verwandelt sich wieder in winzige Wassertröpfchen und Wolken entstehen. Werden die Tröpfchen zu schwer, fallen sie als Regen herunter. Dieses Wasser fließt über Bäche und Flüsse zurück ins Meer. Dann beginnt alles von vorne. Das nennt man Wasserkreislauf.
Zum Glück haben wir vier Jahreszeiten, zu denen das Wetter immer unterschiedlich ist. So ist für jeden etwas dabei. Welches Wetter ist dir denn am liebsten?
5 Feb 2026
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Rumeysa Ceylan
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