taz.de -- Judenverfolgung
Widerstandskämpferin bekommt Platz: „Es heißt, sie war aufmüpfig und frech“
Die 14-jährige Eva Mamlok schrieb um 1932 „Nieder mit Hitler“ an ein Kaufhaus in Kreuzberg. Nun wird ein Platz nach ihr benannt.
Theater des Goethe-Medaille-Preisträgers: Was sich durch die Biografien der Lebenden und Toten zieht
Prodromos Tsinikoris inszenierte und performte eindrücklich in Weimar das Doku-Theater-Stück „96 %“ über Thessaloniki seit der deutschen Besatzung.
Flucht vor Nazideutschland: Jüdisch in Shanghai
Ein Museum in Shanghai erzählt die Geschichte chinesischer Willkommenskultur. Ohne Visum fanden Juden und Jüdinnen in Fernasien einen Zufluchtsort.
Buch über Abweisung vertriebener Juden: Im Niemandsland
Historikerin Susanne Heim zeigt in einer Studie, wie die Staaten nach 1933 die vertriebenen Juden abwiesen. Eine präzise Chronik von Verbrechen und Versagen.
Doku „Friendly Fire – Erich Fried“: Nach der eigenen Identität suchen
Im Dokumentarfilm „Friendly Fire – Erich Fried“ macht sich dessen Sohn Klaus Fried auf die Spuren des Dichters. Dessen Texte prägten den Sound der 68er.
Auf Spuren einstigen jüdischen Lebens: Straßenschilder der Erinnerung
Seit dieser Woche weisen Markierungen auf das vernichtete Zentrum des östlichen Judentums im Scheunenviertel in Berlin-Mitte hin.
Initiative für NS-Gedenken in Grunewald: Ein kleines Haus für die Erinnerung
Architekt Wolfgang Göschel will am S-Bahnhof Grunewald ein Haus zu einem Lernort neben der Gedenkstätte für die Deportation der Berliner Juden machen.
Autor über Arisierung jüdischen Besitzes: „Der Holocaust war keine Veranstaltung der Nazis“
Nahezu alle Deutschen waren beteiligt, indem sie profitierten, sagt Armin Flesch. Er recherchiert seit über zehn Jahren zur „Arisierung“.
Widerstand im Nationalsozialismus: Der Retter im Gefangenenlager
Die Gedenkstätte Yad Vashem ehrt den Arzt Hans-Georg Früchte posthum als „Gerechten unter den Völkern“. Er hatte Juden in der Ukraine vor dem Tod bewahrt.
Roman zu Belgrad im Zweiten Weltkrieg: Opfer, Feind, Verräter oder Mörder
In „Buch der Gesichter“ zeichnet der österreichisch-serbische Schriftsteller Marko Dinić ein netzartiges Gebilde um ein vergangenes Rätsel.
Widerstand im Nationalsozialismus: Eine fast vergessene Heldin
Theodora Loewenstein, eine „Hausfrau“ aus Wilmersdorf, versteckte im NS Juden. Rekonstruktion eines Lebens anhand von Akten zu ihrem 120. Geburtstag.
Bilderbuch „Tim, Tom und Mary“: Kinder im Bombenhagel
Clément Moreaus „Tim, Tom und Mary“ ist eine bewegende Exil-Kindergeschichte aus dem Jahr 1940. Die Cohn-Scheune in Rotenburg hat sie neu ediert.
Jüdische Kinder im 2. Weltkrieg: Teils nach der Rettung noch verfolgt
In Berlin erinnern Angehörige an Kindertransporte zur NS-Zeit. Einige Länder nahmen nur Kinder auf, sie mussten daher ohne Eltern fliehen.
Jiddische Zeitungen nach 1945: „Mir zuchn Krojwim“
Zwischen 1945 und 1950 blühte ein spezielles Pressewesen im Land der Täter auf: 150 verschiedene Titel erschienen für ca 200.000 jüdische Überlebende.
Satirezeitschrift gegen die Nazis: Spottverse aus dem Versteck
Versteckt auf einem Dachboden in den Niederlanden, produzierte Curt Bloch ein einmaliges Satireblatt gegen die Nazis: das „Unterwasser-Cabaret“.
Deutsche Bahn und NS-Widerstand: Wer war Fritz Kittel?
Die Deutsche Bahn löst eine Ausstellung zu Widerstand im Nationalsozialismus auf. Dabei wäre es möglich gewesen, die Schau privat weiterzuführen.
Antisemitismus-Bericht von Rias: Erwartbare Rekordzahlen
Die Zahl der antisemitischen Gewalttaten ist seit dem 7. Oktober 2023 sprunghaft angestiegen. Der Hass ist parteiübergreifend.
Ausstellung im Centrum Judaicum: Zeugen der Geschichte
Das Centrum Judaicum zeigt Alltagsgegenstände, hinter denen sich Unterdrückung, Diskriminierung und Ausplünderung der Berliner Juden verbirgt.
Brief einer KZ-Überlebenden: An der Erinnerung unheilbar erkrankt
Bela Winkens überlebte als Kleinkind das KZ Theresienstadt. In einem Brief an ihre Mutter berichtet sie von Schmerz und Trauma in ihrem Leben.
80 Jahre Tag der Befreiung: Erinnern, nicht vergessen
Den 8. Mai 1945 erlebten nur wenige als Tag der Befreiung. Ihr Leid war damit nicht beendet. Digitalisierung hilft, ihre Geschichten nicht zu vergessen.
Jüdische Sportpresse in Deutschland: Druckerzeugnisse, leider vergessen
In den 1930er Jahren gab es in Deutschland eine breite jüdische Sportpresse. 1938 wurde sie verboten. Nach 1945 wollte sich niemand mehr erinnern.
Ausstellung „Altona – Theresienstadt“: Stumme Zeugen der Vernichtung
Leon Daniel Cohen und Käthe Starke-Goldschmidt lebten in Altona und wurden von den Nazis deportiert. Eine bewegende Ausstellung erzählt ihre Lebenswege.
Rückgabe von NS Raubkunst: Museen im Zwielicht, Minister obenauf
Nazis, gestohlene Kunst, sexuelle Belästigung: Der Chef der Staatsgemäldesammlungen ist nicht länger im Amt. Der Christsoziale Markus Blume aber bleibt Bayerns Kunstminister.
Stücke von Ursula Mamlok als Ballett: Getanzte Töne
1939 floh sie mit ihren Eltern vor den Nazis nach Ecuador. Nun kehrt die Musik der Komponistin Ursula Mamlok nach Berlin zurück.
150 Jahre Albert Schweitzer: Worüber der Theologe schwieg
Albert Schweitzers Tropenspital „Lambarene“ bot den Nachkriegsdeutschen tröstlich ablenkende Afrika-Fantasien. Der jüdische Anteil an der Leistung blieb tabu.
Buch „Das Echo der Zeit“: Ein Chor aus Cowboys singt das Schma Jisrael
In „Das Echo der Zeit“ erzählt Jeremy Eichler fesselnd über musikalisch-politische Verstrickungen in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts in Europa.
Kollektives Trauma nach 7. Oktober: L’Chaim, auf das Leben!
Wie umgehen mit dem tiefen Schmerz und der anhaltenden Bedrohung? Der Autor Marko Martin hat Gespräche mit Israelis geführt über ein kollektives Trauma.
Vanity Fair über Klaus-Michael Kühne: Historisch auf Durchzug
Das US-Magazin schildert für das internationale Publikum, wie der reichste Deutsche die Nazi-Vergangenheit seines Firmenimperiums verdrängt.
Buch über Judentum: Eine Wunde, die nicht heilt
Der deutsch-israelische Soziologe Natan Sznaider untersucht die Spannung zwischen religiöser und säkularer Identität im Judentum und im Staat Israel.
Nahost-Konflikt in Berlin: Skulpturengruppe geschändet
Unbekannte haben das Denkmal „Frauenprotest 1943“ mit antisemitischen Parolen beschmiert. Es erinnert an die größte zivile Protestaktion zur NS-Zeit.
Jüdische Familienfotos aus Nazi-Zeiten: Der private Blick der Verfolgten
Das Museum Schöneberg zeigt Fotos von jüdischen Familien während der NS-Zeit. Sie dokumentieren den Willen nach etwas Normalität in grausamen Zeiten.
75 Jahre Ende der Berlin-Blockade: Rettung mit dem Rückflug
Über die Luftbrücke gelangten 1948/49 Tausende, in Berlin gestrandete Juden nach Westdeutschland und weiter. Eine bislang kaum beleuchtete Geschichte.
Forscher über Finanzbehörde im NS: „Ein dichtes Verfolgungsnetzwerk“
Jaromír Dittmann-Balcar erforscht im Auftrag der Hamburger Finanzbehörde, wie sich der Fiskus während des NS an rassistisch Verfolgten bereicherte.
Gedenken an „Fabrikaktion“ in Berlin: Protest vor den Augen der Gestapo
Am 27. Februar 1943 wurden in Berlin tausende Jüdinnen und Juden inhaftiert. Nichtjüdische Ehepartner protestierten gegen ihre Deportation. Am Ende wurden sie freigelassen.
Spielfilm „Stella. Ein Leben“: Ein schuldiges Opfer
Stella Goldschlag war Jüdin und verriet in der NS-Zeit andere Jüd*innen und Juden an die Gestapo. Der Hamburger Kilian Riedhof hat ihr Leben verfilmt.
Forschung zu Anne Franks Tagebuch: Welterfolg, anfangs unverkäuflich
Lektor Thomas Sparr untersucht, wie das Tagebuch von Anne Frank zum Bestseller wurde. Deutsche Verlage wollten es erst nicht veröffentlichen.
Nach dem Massaker im Kibbuz Kfar Aza: Der Verwesungsgeruch ist noch da
Ausgebrannte Häuser, blutgetränkte Teppiche und von Einschusslöchern übersäte Wände prägen aktuell das Kibbuz Kfar Aza. Taten der Hamas.
85 Jahre Reichspogromnacht: „Die SA wollte unser Haus anstecken“
Ilse Polak war elf Jahre alt, als Nazis am 9. November 1938 ihre Schule in Brand steckten. Beinahe wäre auch ihr Elternhaus zerstört worden.
Berliner Pogrom am 5. November 1923: Das vergessene Pogrom
Vor 100 Jahren überfiel ein antisemitischer Mob plündernd die im Berliner Scheunenviertel lebenden Jüdinnen und Juden. Eine Spurensuche.
NSDAP-Ausweis bei Königsfamilie entdeckt: Prinz mit Gedächtnislücken
Prinz Bernhard war Prinz im niederländischen Königshaus und schwor vor seinem Tod, nie NSDAP-Mitglied gewesen zu sein. Nun wurde sein Parteiausweis gefunden.
Der Vatikan im Zweiten Weltkrieg: Glückwünsche an Hitler
Der Historiker David Kertzer konnte als einer der Ersten die jahrzehntelang unter Verschluss gehaltenen Akten des Vatikans einsehen.
Kindertherapeutin über Zukunftangst: „Das Problem sind die Erwachsenen“
Isca Salzberger-Wittenberg musste als Kind eines Rabbiners vor den Nazis fliehen. Die 100-Jährige versteht gut, dass die Klimajugend protestiert.
Gedenken an Sophie Jansen: Eine ausgelöschte Frau
Sophie Jansen war Hamburgs erste Armenpflegerin, Aussteigerin und Bestsellerautorin – bis sie sich das Leben nahm, um den Nazis zu entgehen.
Ringelblum-Archiv aus Warschauer Ghetto: Vermächtnis in Milchkannen
Im Münchner NS-Dokumentationszentrum gibt eine Ausstellung erstmals Einblick in Originale aus dem Untergrundarchiv des Warschauer Ghettos.
Skulptur für KZ-Überlebenden: Ein Mahner auch nach dem Tod
In Chemnitz soll eine Skulptur von Justin Sonder errichtet werden. Der ehemalige KZ-Häftling leistete sein ganzes Leben lang Erinnerungsarbeit.
80 Jahre Aufstand im Warschauer Ghetto: Vergebliche Aufklärung
Am 19. April 1943 begann der Aufstand im Warschauer Ghetto. Szmuel Zygielbojm warnte da schon lange, dass die Nazis das Judentum vernichten wollten.
Antisemitismus in der Nachbarschaft: „Sag nie, dass du Jude bist“
Jahrelang wird ein Mann von seinem Nachbarn antisemitisch beleidigt. Der Fall landet vor Gericht – wo das Verfahren nun sein Ende fand.
Fotografieausstellung im Focke-Museum: „Ich hänge sehr an meiner Heimat“
Der Fotograf Julius Frank floh vor dem NS-Regime, sein Atelier musste er verkaufen. Nun widmet ihm das Bremer Focke-Museum eine Ausstellung.
Verhaltensökonom Armin Falk: Todesfälle oder Menschenleben
Das Gute wollen, aber letztlich Schlechtes tun? Der Verhaltensökonom Armin Falk zeigt, wann Menschen sich moralisch verhalten und wann nicht.
Tagebücher junger Juden und Jüdinnen: „Freude ist für mich verboten“
Jüdische Kinder und Jugendliche schrieben Tagebuch während der NS-Zeit. „Der papierene Freund“ macht einige der erschütternden Zeugnisse zugänglich.