taz.de -- Holocaust

„Heimatlos“ im Jüdischen Museum Wien: Den Österreichern, die nicht länger Österreicher sein durften

Wie kam es ab 1938 zur Vertreibung der Wiener Juden und wie war deren Leben im erzwungenen Exil? Eine Ausstellung im Jüdischen Museum Wien zeigt Erschütterndes.

Buch über Träume von Schoah-Überlebenden: Das Unsagbare mitteilen

Die Literaturwissenschaftlerin Christiane Solte-Gresser analysiert Traumerzählungen von Schoah-Überlebenden und erkundet ihr heilendes Potenzial.

Aufstieg der Neofaschisten: Sie sind wieder da

81 Jahre ist das Ende der Nazi-Herrschaft in Deutschland her. Wie erklärt man da den scheinbar unaufhaltsamen Aufstieg der „gesichert Rechtsextremen“?

Theater des Goethe-Medaille-Preisträgers: Was sich durch die Biografien der Lebenden und Toten zieht

Prodromos Tsinikoris inszenierte und performte eindrücklich in Weimar das Doku-Theater-Stück „96 %“ über Thessaloniki seit der deutschen Besatzung.

Deutscher Überfall auf die Sowjetunion: Zeitkapsel der Angst

70 Jahre vergessen, jetzt wiederentdeckt: Das Museum Karlshorst stellt Briefe aus der Sowjetunion aus, geschrieben kurz nach dem deutschen Überfall.

Historiker Marģers Vestermanis gestorben: Nichts vergessen, aufschreiben, Zeugnis ablegen

Marģers Vestermanis war der letzte Überlebende von Ghetto, KZ und Waldbrüderzeit in Lettland. Zugleich war er Historiker des Holocausts. Ein Nachruf.

Sinti in Ingolstadt: Das ewige Z

Sie heißen Fröhlich, Landsberger, Höllenreiner – und sind von Auschwitz geprägt. Ein Besuch bei Sinti in Ingolstadt, die sich nicht mehr verstecken wollen.

Jüdische Privatfotografie: Die Verfolgung im Kaffeegarten

Es scheinen auf den ersten Blick Fotos des Alltags zu sein. Doch sie dokumentieren die Flucht von Juden in der Nazizeit. Robert Müller-Stahl hat sie untersucht.

Mahnmal für verfolgte Zeugen Jehovas: „Verbeugung vor den Opfern des Nationalsozialismus“

Im Berliner Tiergarten ist das Mahnmal für die im Nationalsozialismus verfolgten und ermordeten Zeugen Jehovas eingeweiht worden. Es schließt eine Lücke im Gedenken.

Kyiv Biennial im KW Berlin: Über Umwege zur „Nakba“

Die Kyiv Biennial in Berlin hantiert mit dem Begriff des „Middle-East-Europe“. Das geht nicht immer auf.

Plan für Restitutionsgesetz: Steht alles still, wird es schwer mit der Gerechtigkeit

Kulturstaatsminister Weimer will ein Restitutionsgesetz. Damit könnte im Fall von NS-Raubgut auch der Privatbesitz angetastet werden. Das ist so heikel wie lähmend.

Erste Außenstelle außerhalb Israels: Holocaustgedenkstätte Yad Vashem kommt nach München

Yad Vashem will eine Außenstelle in München einrichten mit einer Dependance in Leipzig. Das soll die jüdische Perspektive in der Erinnerungskultur stärken.

Nachruf auf Holocaust-Überlebenden: Farewell, Mister Weinberg

Albrecht Weinberg setzte die Freude an allem Lebenden den Abgründen entgegen, denen er begegnet war. Nun ist der Holocaust-Überlebende mit 101 Jahren gestorben.

Regisseur László Nemes zu „Andor Hirsch“: „Muss man sich der eigenen Gewalt stellen?“

László Nemes erzählt in seinem neuen Film „Andor Hirsch“ seine eigene Familiengeschichte. Er sieht sie stellvertretend für unsere Zivilisation.

Gedenken zum Tag der Befreiung: Beflügelnde Innenansichten

Türen in eine schmerzhafte Vergangenheit: Wie Terry Mandel aus San Francisco die Geschichte ihrer jüdischen Familie in Köln aufarbeitet.

Margot Friedländer bekommt einen Platz: „Eine kleine Frau, aber eine ganz große Persönlichkeit“

Der Vorplatz des Abgeordnetenhauses heißt nun Margot-Friedländer-Platz. Die nach ihr benannte Stiftung kündigt an, sie mit einem Avatar zu verewigen.

Philosophin über Verletzlichkeit: „Der Gewaltbegriff hat sich enorm erweitert“

Seit Traumatisierbarkeit und Verletzbarkeit den Diskurs prägen, wächst die Cancel Culture. Aber auch die fruchtbare Selbstermächtigung von Opfern.

Stolpersteine erinnern an 15-Jährigen: Er ging die gleichen Wege

Schü­le­r:in­nen erforschten das Schicksal eines 15-jährigen Berliners, der dort lebte, wo heute ihre Schule steht. Am Donnerstag erinnerten sie an ihn.

Anzeige gegen Hamburger AfD-Abgeordneten: Holocaust-Leugnung geleugnet

Das Hamburger Bündnis gegen Rechts hat den AfD-Abgeordneten Mennerich angezeigt. Er soll eine falsche eidesstattliche Versicherung abgegeben haben.

Berliner Ausstellung zum Holocaust: Woher das eigene Familiensilber wohl stammen mag

Die „Topographie des Terrors“ widmet sich der Frage, wie weit das Wissen um den Holocaust an den Juden in der deutschen Bevölkerung verbreitet war.

Protest zum Jahrestag der Befreiung: Buchenwald als Bühne

Ob Kufijas im KZ oder der Streit um eine Rede Wolfram Weimers: Die Zukunft des Gedenkens ist ein beängstigendes Thema. Ist da für Juden noch Platz?

Ausstellung zum Alltag im Ukrainekrieg: Sie sind an der Front und fehlen zu Hause

Die Berliner Schau „Pankows Partnerstadt Riwne – persönliche Berichte vom Alltag im Krieg“ zeigt das Leben in der Ukraine. Und erinnert an alte Verbrechen.

Antifaschistischer Künstler Fabio Mauri: Weder heilig noch verrückt

Zeit seines Künstlerlebens hat sich Fabio Mauri mit Deutschland beschäftigt. Jetzt ist sein Werk online erkundbar, auch um die KI darüber nicht halluzinieren zu lassen.

Leon Weintraub: Holocaust-Überlebender fordert AfD-Verbot

Leon Weintraub hat die Shoa überlebt. Aus diesem Grund unterstützt er jetzt in einem offenen Brief die Forderung nach einem AfD-Verbotsverfahren.

Der Hausbesuch: Die Biografin der Schindlers

Erika Rosenberg-Band lernte auf den Spuren ihrer Familiengeschichte Emilie Schindler kennen. Eine Verbindung, die vieles offenbarte.

Autor über Arisierung jüdischen Besitzes: „Der Holocaust war keine Veranstaltung der Nazis“

Nahezu alle Deutschen waren beteiligt, indem sie profitierten, sagt Armin Flesch. Er recherchiert seit über zehn Jahren zur „Arisierung“.

Tödliche Übergriffe von ICE: Warum es falsch ist, ICE mit dem NS zu vergleichen

Die US-amerikanischen ICE-Milizen mit Gestapo oder SA zu vergleichen, bringt nichts außer Lähmung. Besser wäre, etwas gegen die Willkür zu tun.

Schoah-Kurzfilm „Storia di Sergio“: Animiertes Gedenken gegen das Vergessen

Der animierte Kurzfilm von Rosalba Vitellaro feierte am Holocaust-Gedenktag im EU-Parlament Premiere. Er dokumentiert eine vergessene Geschichte.

NS-Forscher über Gedenkkultur: „Zwischen Tätern und Opfern besteht ein geschichtliches Vakuum“

Götz Aly kritisiert die Trennung von Täter- und Opfererzählungen. Ihm fehlt der Blick auf die Mehrheitsgesellschaft – auf Opportunismus, Feigheit und Mitläufertum.

Erinnerungskultur in Italien: Dem Vergessen entrissen

In Perugia in Umbrien gibt es seit 2024 einen Stolperstein. Er erinnert an eine Jüdin, die sich das Leben nahm, um der Deportation zu entgehen.

Holocaust-Überlebende Tova Friedman: „Ich flehe Sie an: Wiederholen Sie nicht die Geschichte“

Tova Friedman hat Auschwitz überlebt. Heute klärt sie auf Tiktok über die Verbrechen der Nationalsozialisten auf. Am Mittwoch spricht sie im Bundestag.

Verteidigung der Erinnerungskultur: Aufarbeitung von unten

Zwischen herausgerissenen Stolpersteinen einerseits und Vereinnahmungstendenzen andererseits: Warum es ein Weiter-so in der Erinnerungskultur braucht.

80 Jahre Wiederaufbau von Warschau: Zwei Gegenspieler für die Idealstadt

Vor 80 Jahren wurde das zerstörte Zentrum Warschaus wiederaufgebaut – als sozialistische Musterstadt und rekonstruierte Altstadt, ohne jüdisches Leben.

Porajmos-Gedenktag in Bremerhaven: „Auch Sinti und Roma wurden erfasst, entrechtet und verfolgt“

Die Aufarbeitung der NS-Verfolgung der Sinti und Roma begann 35 Jahre nach Kriegsende. Am 16.12. wird in Bremerhaven der Gedenktag begangen.

Frühe Liebesbriefe Anna Seghers: Übungen in Selbstständigkeit

Die frühen Liebesbriefe von Anna Seghers sind Zeugnisse aus einer Zeit, bevor sie weltberühmt wurde. Nun erscheinen sie in einem Sammelband.

Dokumentarfilm über Odessa im Krieg: Die Wunden der alten Hafenstadt

„When Lightning Flashes Over the Sea“ ist ein Porträt Odessas zu Kriegszeiten. Regisseurin Eva Neymann spürt hinein ins Leben der Be­woh­ne­r:in­nen.

Gedenk-Bloggerin über NS-Täterschaft: „Leute ab 35 fühlen sich beim Thema Wehrmacht angegriffen“

Susanne Siegert spricht auf Insta und Tiktok über NS-Geschichte. Sie fordert, zur eigenen Familie und Tatorten in der Nachbarschaft zu recherchieren.

Neues Gedenkstättenkonzept: Erinnern mit Würde

Gedenken an die Opfer des Holocausts verdient einen besonderen Raum. Darauf sollte der Schwerpunkt beim Konzepts zu Gedenkstätten liegen.

Stolperstein-Rundgang in Charlottenburg: Spazieren hilft gegen Vergessen

Stolperstein-Spaziergänge erinnern an die Novemberpogrome. Ein Zentrum jüdischen Lebens in Berlin war und ist Charlottenburg.

Erinnerungskultur am 9. November: Wie geht Gedenken heute?

Die Erinnerung an den Holocaust droht zu verblassen. Wie KZ-Gedenkstätten das mithilfe von TikTok, neuen Perspektiven und Workshops verhindern wollen.

Münchener Theater über jüdisches Leben: Der Schuh lässt sich nicht ausziehen

Dem jüdischen Leben der Nachkriegszeit widmet sich ein Programm der Münchener Kammerspiele – an authentischen Orten und mit manch schwieriger Verkettung.

Mit dem Trauma leben: Was Heilung kostet – und wie sie gelingen kann

Katastrophen zu überstehen heißt auch, keine Ruhe mehr zu finden in der Welt. Ein Beispiel dafür war die Holocaust-Überlebende Dita Kraus.

Einsatz für Rechte von Sinti und Roma: George Soros erhält Europäischen Bürgerrechtspreis

Der US-Milliardär George Soros hat den Europäischen Bürgerrechtspreis der Sinti und Roma erhalten. Er belohnt Einsatz für deren Rechte und Gleichstellung.

Widerstand im Nationalsozialismus: Der Retter im Gefangenenlager

Die Gedenkstätte Yad Vashem ehrt den Arzt Hans-Georg Früchte posthum als „Gerechten unter den Völkern“. Er hatte Juden in der Ukraine vor dem Tod bewahrt.

Kirche wird Ausstellungsort: Eine Heimstatt für die Verfemten

Mit „Parabel“ hat Sammlerin Maike Bruhns den ersten Ort für Hamburger verfemte Kunst eröffnet. Die aktuelle Schau zeigt auch KZ-Häftlingszeichnungen.

Bilderbuch „Tim, Tom und Mary“: Kinder im Bombenhagel

Clément Moreaus „Tim, Tom und Mary“ ist eine bewegende Exil-Kindergeschichte aus dem Jahr 1940. Die Cohn-Scheune in Rotenburg hat sie neu ediert.

Gedenkstätte Yad Vashem: Deutschland soll neues Holocaust-Bildungszentrum bekommen

Junge Menschen in Deutschland wissen immer weniger über die Shoa. Ein neuer Standort der israelischen Gedenkstätte Yad Vashem soll das ändern.

Die Tränen des Bundeskanzlers: Sie sind glaubwürdig

Friedrich Merz war bei der Einweihung der Münchner Synagoge sichtlich ergriffen. Das war neu. Bei der Migrationsfrage indes war er ganz der Alte.

Online-Projekt zur jüdischen Geschichte: Wo das Reformjudentum seine Wurzeln hat

Über die weltweit erste jüdische Reformsynagoge, eröffnet 1810 in Seesen, informiert ein neues Projekt des Portals „Jüdisches Niedersachsen online“.

Götz Alys „Wie konnte das geschehen?“: Die Mitte machte mit

Götz Alys neues Buch sammelt die Erkenntnisse seiner Forschung zum Nationalsozialismus. Es sucht Antworten auf die Frage: „Wie konnte das geschehen?“

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