taz.de -- Gastarbeiter
Geplantes türkisch-deutsches Museum: Eine ganze Geschichte
Ein neues Museum in Berlin will die Vielfalt der deutsch-türkischen Verflechtungen abbilden. Dafür sammelt Kuratorin Gülşah Stapel überraschende Lebensgeschichten.
VW-Betriebsrätin über Anwerbeabkommen: „Wir haben geschafft, was die Politik nicht mal versucht hat“
Die IG Metall ist, was Migration angeht, so sehr verankert wie kaum eine andere politische Organisation. Burcu Sicilia nennt den gemeinsamen Kampf um Mitbestimmung als Hauptgrund.
Premiere am Ernst-Deutsch-Theater: Agitprop zum Mitklatschen
Reicht eine empowernde Wohlfühlinszenierung bei Gastarbeiterinnen-Geschichte? „Die Optimistinnen“ von Ayla Yeginer am Ernst-Deutsch-Theater in Hamburg.
Gewerkschaftlerin über Solidarität: „Viele Kollegen wussten nichts von unseren Problemen“
Irina Vavitsa kam 1971 nach Deutschland, zwei Jahre später organisierte sie ihren ersten Streik. Inzwischen, sagt sie, ist Lippstadt ihre Heimat geworden.
Hamburg bekommt einen Semra-Ertan-Platz: Eine, auf die keiner hörte
Als Zeichen gegen Fremdenfeindlichkeit beging die Dichterin Semra Ertan 1982 in Hamburg Suizid. Nun wird sie dort mit einem Straßennamen geehrt.
Arbeitskämpfe von Gastarbeiter*innen: „Wir hatten damals niemanden, der auf unserer Seite stand“
In den 1970er Jahren stand Irina Vavitsa für den Autozulieferer Hella am Fließband. Sie beteiligte sich an Streiks für eine faire Bezahlung für alle.
Neue Linken-Spitze über Klassenpolitik: „Die Arbeiter nicht den Rechten überlassen“
Luigi Pantisano will Vorsitzender der Linken werden. Im Gespräch mit der taz teilt er seine Gedanken zu Migration und kritisiert Cem Özdemir.
„Istanbul“ am Stadttheater Fürth: Er akzeptiert, dass er nie ganz dazugehört
Das Stadttheater Fürth dreht das Anwerbeabkommen zwischen der Türkei und Deutschland um. „Istanbul“ erzählt vom Ringen um den Platz in der Gesellschaft.
Zum Vatertag: Briefe an den Vater
Nach dem Vorbild von Franz Kafka schreiben sechs Söhne an ihre Väter. Über Distanz, Abwesenheit, Geld und Herkunft. Sowie Schmerz und Dankbarkeit.
Nachruf auf HipHop-DJ Mahmut: „Vergesse diese Namen nie …“
DJ Mahmut gilt als Pionier des türkischsprachigen Rap in Deutschland. Als Produzent wurde sein Mix aus Folk und Beats stilbildend. Nachruf auf einen Visionär.
Antrag an Bundesparteitag: CDU will sich wieder für Lohndumping einsetzen
Für Saisonkräfte in der Landwirtschaft soll der Mindestlohn nicht gelten. Begründung: Die Ausländer in der Branche verdienen in ihrer Heimat noch weniger.
Fotoausstellung im Hamburger MK&G: Alltag in der Fremde
Was heißt es, fern der Heimat zu leben? Die Ausstellung „Früher hießen wir Gastarbeiter“ zeigt, wie Migrant*innen ihr Leben in Deutschland sahen.
Feiertage und Migrationsgeschichte: First Christmas
Viele Menschen in Deutschland feiern Weihnachten nicht. Warum unsere Autorin erst in die USA reisen musste, um eine Familien-Weihnacht zu erleben.
70 Jahre Gastarbeitervertrag mit Italien: Mehr amore per favore!
Eine Liebesgeschichte wider Willen: Italienische Arbeitskräfte bauten Deutschland mit auf und prägen es bis heute. Dieser Erfolg kann uns jetzt lehren.
Vietnamesische Vertragsarbeiter: Arbeit, die sonst niemand machte
45 Jahre ist es her, dass Vietnam Vertragsarbeiter in die DDR entsandte. Bei einer Feier gedenken Angehörige dem harten Kampf für ihr Bleiberecht.
35 Jahre Wiedervereinigung: Wir sind das Volk?
Wie blicken die zweite Generation Einwander*innen auf die Wiedervereinigung? Ein Gespräch mit Ebru Taşdemir und Angelika Nguyen.
Stück „Die Brücke vom Goldenen Horn“: Starkes Stakkato aus Angst und Hoffnung
Tanju Girişkens Inszenierung von Emine Sevgi Özdamars Roman am Theater Osnabrück erzählt vom Transit zwischen zwei Welten. Die Taktung ist hoch.
Migration nach Deutschland: Willkommen in der deutschen Realität
Gern gesehen hierzulande war immer nur, wer sich anpasst und nützlich ist. Das galt für die Gastarbeitergeneration wie für die Geflüchteten nach 2015.
Wiener Politikerin Nurten Yılmaz: „Eine macht immer die Tür auf“
Nurten Yılmaz kam mit neun Jahren aus der Türkei nach Wien und prägte über Jahrzehnte die Politik. Heute ist sie Pensionistin und Wiener Ikone.
100. Geburtstag von Mikis Theodorakis: Unser Mikis
Er war die Ikone der internationalen Linken: der griechische Sänger Mikis Theodorakis. Auch für die Gastarbeiter. Eine persönliche Erinnerung zum 100.
Kunsthalle Baden-Baden: Alles ist durch ihren Körper beglaubigt
Mehtap Baydus poetische Soloschau „Lass deinen Regen regnen!“ ist die vorerst letzte in der Kunsthalle Baden-Baden.
Wahnsinn Wohnungssuche: Das desolate Telefonat
Frau Prizibilsky will eine Wohnung vermieten, braucht ein Hörgerät und mag keine Gastarbeiter. Und dann habe ausgerechnet ich bei ihr angerufen.
Neues Album von Ozan Ata Canani: Aufrührerischer Agitprop für Saz und Staat
Das neue Album „Die Demokratie“ des deutsch-türkischen Musikers ist ein Plädoyer für Grundrechte. Seine Songs sind nahbar, glaubwürdig und tanzbar.
Die Partei über unerwartete Hilfe: „Ich habe mit den Stimmen der CDU nicht gerechnet“
In Kiel stimmt die CDU für einen Antrag von Linken und Die Partei – und das zum Thema Migration. Ein Gespräch mit dem Antragsteller Ove Schröter.
Mögliches Ende des Radiosenders Cosmo: Bedrohtes Stück Heimat im Gurbet
Unsere Autorin startete als Kinderreporterin bei Cosmo in den Journalismus. Dort stehen migrantische, junge, queere Perspektiven im Zentrum.
Ausbeutung in der Saisonarbeit: Sind alle gleich vor dem Gesetz?
Seit drei Jahren kämpft Levani Idadze um den Lohn für seine Arbeit auf deutschen Erdbeerfeldern. Er zog dafür vor Gericht – und hofft nun auf Gerechtigkeit.
Freundschaft unter Frauen: „Die Eine, mit der ich alles teile, gibt es nicht!“
Als Mädchen hatte Yıldız Regber eine beste Freundin. Doch seit sie eine große Lüge in ihrer Familie aufdeckte, fehlt ihr das Vertrauen für enge Freundschaften.
Nachruf auf Akbar Behkalam: Erzähler der Ungerechtigkeit
Der aserbaidschanisch-persische Künstler Akbar Behkalam ist tot. Er besaß ein tiefes Bewusstsein für sich verschränkende Formen von Diskriminierung.
Portrait von Regisseurin Pınar Karabulut: „Ohne Kultur gibt es keine Demokratie“
Pınar Karabulut steht für pompös-kitschige Theater- und Operninszenierungen. Hier spricht sie über ihren Werdegang und die Gefahren der Kulturkürzung.
Lorenzo Annese über Integration: „VW ist für mich eine Familie“
Als erster ausländischer Betriebsrat in Deutschland half Lorenzo Annese bei VW in Wolfsburg auch anderen Gastarbeitern. Das wurde nun gewürdigt.
Radio auf Türkisch: Die Stimmen der Heimat
„Köln Radyosu“ ist das erste türkischsprachige Radio in Deutschland. In diesen Tagen feiert es seinen 60. Geburtstag. In Form eines Podcasts.
„Haut wie Pelz“ von Rapper Apsilon: Wut kann so sensibel sein
Antwort auf Remigrationsfantasien: Apsilon verhandelt auf seinem musikalisch und textlich packenden Debütalbum Rassismus, Trauma und Männlichkeit.
Debütalbum von Apsilon: Dickes Fell gegen Hass und Hetze
Der Berliner Rapper Apsilon singt über Rassismus und Klassenkampf, Weltschmerz und Ohnmacht – und spricht damit eine Großstadtgeneration an
Verdienstkreuz für Gastarbeiter Annese: Der Zusammenschweißer aus Italien
Bei VW hat Lorenzo Annese sich 1958 reingetrickst, später wurde er der erste ausländische Betriebsrat. Auch mit 87 tritt er für ein offenes Land ein.
Tag der Deutschen Einheit: Die Unsichtbaren der Einheit
Am Tag der Deutschen Einheit wird die Wiedervereinigung von West- und Ostdeutschland gefeiert. Migrantenverbände kritisieren eine weiße Sicht auf die Ereignisse.
Leistungsdruck bei Arbeiterkindern: Der Fluch des besseren Lebens
Ihr sollt es mal besser haben als ich, sagen Arbeitereltern zu ihren Kindern. Und schicken sie auf eine Reise, bei der die Kinder nie ankommen können.
Auswanderer-Hochburg Imotski in Kroatien: Die Generation Mercedes
In Imotski wurde kürzlich das erste Gastarbeiter-Denkmal Kroatiens eingeweiht. Geschichten aus einer legendären Kleinstadt, die deutsche Autos liebt.
Die Kunst der Woche: Verbindendes und Trennendes
Bei Tanja Wagner erzählt Pınar Öğrenci Geschichten der Gastarbeit. In der Gruppenausstellung „Hyphen“ bei Heit werden Suffixe zum Leitmotiv.
Ausstellung in der ngbk: Die ewige Peripherie
„Gastarbeiter 2.0 – Arbeit Means Rad“: Künstler*innen aus den Nachfolgestaaten Jugoslawiens widmen sich in der ngbK Arbeit, Klasse und Migration.
Kunst und Einwanderung: Vom Rand aus gesehen
„There is no there there“ im MMK in Frankfurt am Main versammelt 30 Kunstschaffende mit Migrationshintergrund. Sie haben viel zu erzählen.
Steinmeier in der Türkei: Die ganz große Dönerverdrehung
Erdoğan solle Deutschtürken nicht instrumentalisieren, lautet eine beliebte Kritik. Bundespräsident Steinmeier hat nun in der Türkei dasselbe getan.
Steinmeier in der Türkei: Auf Versöhnungskurs
In der Türkei glättet Bundespräsident Steinmeier die Wogen mit Präsident Erdoğan. Dieser will auf die Freilassung israelischer Geiseln hinarbeiten.
100 Jahre deutsch-türkische Beziehungen: Die gemeinsame Geschichte würdigen
Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier ist für drei Tage zu Besuch in der Türkei. Dort wird er nicht nur mit offenen Armen empfangen.
Türken in Deutschland: Opas Heimat
Die rechtsextremen Fantasien von „Remigration“ wecken in migrantischen Communitys Erinnerungen an schlechte Zeiten. Ein Familienbesuch.
Filmfestival Diagonale: Schichtwechsel in Graz
Das wichtigste österreichische Filmfestival Diagonale schaut auf 60 Jahre Arbeitsmigration aus Sicht der Herkunftsländer.
Migrant*innen bereichern Deutschland: Dankbarkeit statt Nationalhochmut
In Folge der AfD-Pläne gibt es viel Solidarität für Migrant*innen. Es braucht aber mehr als das: die Einsicht, dass wir ihnen unseren Wohlstand verdanken.
„Die Optimistinnen“ am Gorki Berlin: Arbeitskampf mit Verve
Emel Aydoğdu inszeniert Gün Tanks Roman über die Arbeiterstreiks der 1970er. Sie macht daraus mustergültiges postmigrantisches Theater.
„Heimatlieder“ im Theater: Wo ist zu Hause, Mama?
Im Berliner Schillertheater waren musikalisch doppelte Staatsbürgerschaften zu hören. Mit dabei: entrückter Swing und auch die Frage nach dem Eigenen.
Thailändische Hamas-Geiseln freigelassen: Als Arbeitskräfte in Israel
Hamas hat in Gaza offenbar 12 Geiseln aus Thailand freigelassen. Warum wurden so viele thailändische Staatsbürger Opfer der Hamas-Angriffe in Israel?
50 Jahre Kunstraum Kreuzberg: „Die letzte Bastion“
Stéphane Bauer leitet den Kunstraum Kreuzberg. Es ist bitter, dabei zuzusehen, wie die Kunstszene in Kreuzberg untergeht, sagt er.