taz.de -- Gegenwartsliteratur
Franziska Gänslers Roman „Orca“: Direct Action
Franziska Gänsler erzählt in ihrem desillusionierten Roman „Orca“ von Klimaprotesten und Rich Kids und bringt eine zeitgemäße Hauptfigur hervor.
Gespräch mit Narine Abgarjan: „Moskau hat mich zur Schriftstellerin gemacht“
Narine Abgarjans Bücher sind Bestseller in Armenien und Russland. Im Roman „Vom Himmel fielen drei Äpfel“ bringt sie magischen Realismus in ein armenisches Dorf.
Mietenkampf in der Literatur: Die Macht der Mietenden
Die Gegenwartsliteratur handelt oft vom Mietverhältnis, aber erzählerische Vielfalt fehlt: Statt sozialen Fragen widmet sie sich bevorzugt identitätspolitischen.
Roman von Boris Schumatsky: Weltgeschichte, die sich in blutigen Wiederholungen erschöpft
Der Schriftsteller Boris Schumatsky veröffentlicht mit „Die Seine fließt ins Schwarze Meer“ einen großen Roman über menschliche und politische Abgründe.
Bestellerautor Kristof Magnusson: „Ich glaube halt an Zugänglichkeit“
Vom Kirchenmusiker zum Schriftsteller: Kristof Magnusson über Bach, das Leipziger Literaturinstitut und das Empowernde an Unterhaltungskultur.
Debütroman von früherem Redenschreiber: Eiskalter Wind im Bundeskanzleramt
Autor Jean-Philippe Kindler hat einst für Linken-Politikerin Heidi Reichinnek gearbeitet. In seinem Debütroman sieht sich eine Redenschreiberin mit dem drohenden Faschismus konfrontiert.
Friedenspreis des Deutschen Buchhandels: Auf Sands gebaut
Mit Philippe Sands gewinnt ein renommierter Völkerrechtler den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels. Packend schreiben kann er obendrein.
Roman über postapokalyptisches Berlin: Neustart auf Nektar II
In dem Zukunftsroman „Der Gräber“ ist die Welt weitgehend zerstört. Durch das postapokalyptische Berlin geistern alte Bekannte aus Otrembas Erzählungen.
Kuku Schrapnell „Gender Punks“: Schon immer Punk
Queere Ikonen seit 1750: Kuku Schrapnell erzählt in „Gender Punks“ Geschichten von transgeschlechtlichen Personen vergangener Jahrhunderte.
Erzählband „Auf dünnem Eis“: Von den Problemen, einen Menschen zu brauchen
Der Autor Peter Stamm nähert sich sonderbaren Figuren auf sachte Weise. In seinem neuen Erzählband „Der Lauf der Dinge“ bricht er aus diesem Verfahren aus.
Roman „Dein Wille wohnt in den Wäldern“: Nicht alle, die über Kafka labern, sind Poser
Ein junger Mann findet eine Bücherkiste und fängt an zu lesen. Mit diesem Rahmen weiß Mattias Timander in seinem schönen Debütroman viel anzufangen.
Französischer Literaturpreis: Ein Haus voller Gewalt
Für einen dunklen Familienroman, der die Gewalterfahrungen der Weltkriege widerspiegelt, hat Laurent Mauvignier den renommierten Prix Goncourt gewonnen.
Suhrkamp-Empfang auf der Buchmesse: Das Unglück zurückschlagen
Bangemachen gilt auf der Frankfurter Buchmesse nicht – auch nicht beim neuen Suhrkamp-Kritikerempfang.
Ukraine auf der Frankfurter Buchmessse: Mit der Geige an die Front
Am Stand der Ukraine wird die Klassik entdeckt und Frauen erzählen über den Krieg. Klebezettel auf der Buchmesse erinnern an die Toten.
Nobelpreis für Literatur: Durch die Seiten hindurchgeweht
László Krasznahorkais kürzester Roman ist fast ständig in Bewegung. Beim Lesen gerät man regelrecht in einen Sog. Das gefällt nicht jedem.
Percival Everetts Roman „Dr. No“: Nichts ist mit Zeit verwandt
Percival Everetts „Dr. No“ ist ein echter Nerdroman. Philosophische Gedanken und mathematische Exkurse fügen sich in einen Schurken-Plot ein.
Tamara Dudas Roman „Donezk Girl“: Die Farben sind plötzlich andere
Die ukrainische Autorin Tamara Duda hat einen Roman über die Russifizierung des Donbass ab 2014 geschrieben. Sie selbst half als Freiwillige der Armee.
Norwegen als Gastland auf der Buchmesse: Die ganze nordische Erzählwelt
Literatur aus Norwegen findet kaum irgendwo so viele Abnehmer:innen wie hierzulande. Dafür sorgt auch eine staatlich geförderte Exportagentur.
Bestseller „Sarajevo Marlboro“ wird 30: Wenn die kleinen Dinge zuerst sterben
1995 publizierte Miljenko Jergović seinen Erzählband über den Bosnienkrieg. Jetzt erscheint eine Fortsetzung, die an aktuelle Kriegsfolgen erinnert.
Autorin über häusliche Gewalt: „Im Widerstand gegen das Schweigen“
Aus wissenschaftlicher, aber auch ganz persönlicher Perspektive erzählt Barbara Peveling, warum häusliche Gewalt uns alle betrifft.
Autorin über Debütroman: „Liebe und Schmerz nicht verbinden“
Gewaltvolle Liebesverhältnisse und die Grenzen der Leidenschaft: Ruth-Maria Thomas' Roman „Die schönste Version“.
Literaturnobelpreisgewinnerin Han Kang: Man darf nicht einfach Blume werden
Der diesjährige Literaturnobelpreis geht an die Südkoreanerin Han Kang. Ihren oft feministischen Geschichten haftet stets etwas Düsteres an.
Neuer Roman von Joshua Groß: Vermessung der Kontaktzonen
Die Bewahrung der Natur und die Rettung des menschlichen Selbst – hängt das zusammen? Autor Joshua Groß geht der Frage im Roman „Plasmatropfen“ nach.
Neuer Roman von Hengameh Yaghoobifarah: Böller durch die Magengrube
In luftiger Höhe: Hengameh Yaghoobifarah nimmt in „Schwindel“ auf höchst unterhaltsame Weise eine queere Dreiecksbeziehung in den Blick.
25. Poesiefestival Berlin: Das größte Poesiefestival Europas
Vom 4. bis 21. Juli locken rund 150 Veranstaltungen beim 25. Poesiefestival Berlin. Aus diesen Anlass: ein Gedicht von Oksana Maksymchuk.
Roman der US-Autorin Sigrid Nunez: Im Lockdown mit Papagei
In einer unfreiwilligen WG bekommt das Älterwerden eine neue Dynamik – darum geht es im Roman „Die Verletzlichen“ von Sigrid Nunez.
Diskussion über offene Briefe: Ein gewisser eitler Akt
Momentan hat er wieder Konjunktur. Eine Veranstaltung im Literaturhaus Berlin widmete sich dem offenen Brief als Ausdrucksform.
Tagebuch Frankfurter Buchmesse: Geil, Messe!
Unser Autor ist zum ersten Mal auf der Frankfurter Buchmesse. In diesem Tagebuch berichtet er von seinen Eindrücken. Tag 1: Deutscher Buchpreis.
Longlist zum Deutschen Buchpreis ist da: Gegenwart voller Überraschungen
Auf der Longlist zum Deutschen Buchpreis stehen Geschichten von tragischem Ernst neben Kapriolen der Fantasie. Gleich sieben Debüts sind auch dabei.
Neuer Roman von Maxim Biller: Die Giftmorde der Sicherheitsorgane
Eine Familie aus Odessa wird in Deutschland von der Vergangenheit eingeholt. Maxim Biller variiert in „Mama Odessa“ virtuos seine Familiengeschichte.
Serie „Conversations with Friends“: Ganz normale Gespräche
Sally Rooneys Romane sind Bestseller für Millennials. Nun ist ihr Debüt „Conversations with Friends“ als Serie bei ZDFneo zu sehen.
Autor Jaroslav Rudiš über das Zugfahren: „Es gibt eine Eisenbahngöttin“
Der Schriftsteller Jaroslav Rudiš ist ein Eisenbahnmensch. Ein Gespräch über zerplatzte Träume und das große Glück, mit dem Zug unterwegs zu sein.
Nachruf auf Aldona Gustas: „Ich bin ein blauer Apfel“
Am 8. Dezember starb die Lyrikerin Aldona Gustas in Berlin – der Stadt, die sie liebte. Sie gehörte, wie Günter Grass, zur Gruppe der Malerpoeten.
Geschichten von Großmüttern: Wandelnde Festplatte
Die Großmutter unseres Autors war die Hüterin umfassenden Wissens in der Familie. Heute bereut er, vieles davon nicht festgehalten zu haben.
Friedenspreis des Deutschen Buchhandels: Ukrainer Serhij Zhadan geehrt
Zhadan gehört zu den wichtigsten Stimmen der Gegenwartsliteratur. Die Laudation kam von Sasha Marianna Salzmann.
Der Roman „Prana Extrem“ von Joshua Groß: Avantgarde, mindestens
Der Skisprung-Roman „Prana Extrem“ von Joshua Groß verschaltet großartig Witz und Empfindsamkeit, echtes Anliegen und schräge Verschiebung.
Eröffnung der Frankfurter Buchmesse: Dolmetschen zwischen den Systemen
Die Frankfurter Buchmesse rückt 2022 die Arbeit von Übersetzer*innen in den Fokus. Gastland Spanien präsentiert sich bei der Eröffnung facettenreich.
Literatur in Berlin: „Wie kann Leben unpolitisch sein?“
Im Rahmen der Reihe „Das Literarische ist politisch“ spricht die Schriftstellerin Lana Lux über Unabhängigkeit und den Krieg in der Ukraine.
Krieg in der Ukraine: „Hat Putin Kinder?“, fragt meine Tochter
Die Autorin Lana Lux zog 1996 als Kind mit ihrer Familie nach Deutschland und begann, sich vor ihrem Geburtsland Ukraine zu fürchten. Das hat sich nun geändert.
Auszeichnung für Berliner Verlag: Mutig und wachsam
Der Verlag Secession hat den Großen Berliner Verlagspreis gewonnen. Hier erscheinen edle Bücher, die sich einmischen.
Kritik an Schriftstellerin Sally Rooney: Literarischer Boykott
Autorin Sally Rooney ist bei Millennials ein Star. Nun lehnte sie die Anfrage eines israelischen Verlags ab, ihr Buch ins Hebräische zu übersetzen.
Literaturkritik: Sprengt Denkmäler, schreibt welche!
Die sackfreien Jahre: Die aktuelle Literatur ist auf keine schlichten Begriffe zu bringen, so frei ist sie. Aber was ist los mit der Literaturkritik?
Autor Marius Goldhorn: Einschlafen als Protest
Mit „Park“ gab er sein Romandebüt. Ein Gespräch mit Marius Goldhorn über das Internet, politische Resignation und seine Hubert-Fichte-Psychose.
Literaturhäuser wieder geöffnet: Zurück im Präsenzmodus
In vielen deutschen Städten bieten die Literaturhäuser wieder Programm vor Publikum an. Einige sind jedoch schneller als andere.
Roman von Ex-“Wiener“-Chefredakteur: „Es war kindlich und harmlos“
Michael Hopp schreibt in seinem autobiografischen Roman „Mann auf der Couch“ über die Achterbahnfahrt der deutschsprachigen Zeitschriftengeschichte.
Autorin über Zugehörigkeit und Bücher: „Ich dachte, ich singe richtig“
Terézia Mora gehörte in Ungarn lange Zeit zur deutschsprachigen Minderheit. Heute lebt die 50-jährige Autorin in Berlin.
Gespräch mit Autor Tom Kummer: Was man liebt, ist unsichtbar
Eine Begegnung mit dem Autor Tom Kummer. Er erzählt von der Trauer über den Tod seiner Frau, die ihn nicht loslässt.
Erzählungen aus Irland: Traurige junge Frauen
Kaputtheit, die sich selbst feiert: Nicole Flatterys Erzählungen „Zeig ihnen, wie man Spaß hat“ schildern das Leben in den Wüsten des Neoliberalen.
Nora Bossongs neuer Roman: Eine Fantasie des Friedens
Bossong erzählt in „Schutzzone“ von einer UN-Mitarbeiterin bei einer Friedensmission in Burundi – ohne Larmoyanz und Selbstbestätigungsideologie.
Historischer Roman über Bach-Bruder: Musik, Krieg, Glauben
Olaf Schmidt erzählt das Leben von Johann Jacob Bach und entfaltet dabei ein Panorama des kriegsgebeutelten Europas im 18. Jahrhundert.