taz.de -- Familiengeschichte

Russlanddeutsche Geschichte: Dieser Ort am Ende der Welt

Unsere Autorin ist Russlanddeutsche, kam als Kind nach Deutschland. Sie fragt sich: Was ist das für eine Nostalgie, die sich durch meine Familie zieht?

Sammelband „Verleugnete Verfolgte“: Verdrängt, vergessen und verleugnet

Der Sammelband „Verleugnete Verfolgte“ erinnert an NS-Opfer, die als „asozial“ und „Berufsverbrecher“ diffamiert wurden und bis heute vergessen werden.

Roman „Lori“ von Anousch Mueller: Wie die anderen Außenseiter zuvor

Anousch Mueller erzählt von einem verunsicherten Aufwachsen in Thüringen. Das Familienleben im Abseits ist von Verschweigen geprägt. Ein Kind fehlt.

Roman „Prosopon“ von Anna Felnhofer: Eine Blindheit, die kränkt

Anna Felnhofers herausragender Roman „Prosopon“ erzählt von einer kognitiven Störung und einem Hochleistungsakt der Einfühlung.

Deutschkurdisches Buch „Wut und Wärme“: Wut, Mut, Rebellion und Fürsorge

„Wut und Wärme“ wirft einen Blick auf die deutsche Realität. Dieser nähern sich die deutschkurdischen Tekkal-Schwestern aus ungewöhnlicher Perspektive.

1.565 Tage Krieg in der Ukraine: Familiengeschichten und kulturelles Gedächtnis

Unsere Autorin erstellt einen Familienstammbaum. Nicht so einfach – beim Rückzug aus dem Gebiet Cherson haben die Russen Archivbestände mitgenommen.

Regisseur László Nemes zu „Andor Hirsch“: „Muss man sich der eigenen Gewalt stellen?“

László Nemes erzählt in seinem neuen Film „Andor Hirsch“ seine eigene Familiengeschichte. Er sieht sie stellvertretend für unsere Zivilisation.

NSDAP-Datenbanken von Spiegel und Zeit: Die Nazi-Dateien sind hilfreich – und keine Gegenwartsflucht

Datenbanken über NSDAP-Mitglieder erleichtern die Ahnenforschung enorm. Solche Recherchen können auch für heutigen Rechtsextremismus sensibilisieren.

Barbara Honigmann „Mischka“: Zwischen Rosenhügeln und Ersatzmüttern

Ein internationales Kulturbürgertum, das nie eine konkrete Verortung hatte: Barbara Honigmann beschreibt das jüdisch-kommunistische Milieu des 20. Jahrhunderts.

Neuer Roman von Leïla Slimani: Das Leben der anderen

Drei Generationen: Mit „Trag das Feuer weiter“ beendet Leïla Slimani ihre Romantrilogie über eine marokkanische Familie mit französischer Großmutter.

Taiwanesischer Klassiker „Yi Yi“ im Kino: Ode an die kleinen Freuden

Vor 25 Jahren hinterließ der taiwanesische Regisseur Edward Yang seinen letzten großen Fußabdruck im Weltkino. „Yi Yi“ hat an Aktualität nichts eingebüßt.

Familiendrama „Sentimental Value“: Die nicht zur Welt finden

Regisseur Joachim Trier erzählt in seinem Spielfilm „Sentimental Value“ alles mehrschichtig. Im Zentrum stehen Menschen, die einander nicht lieben können.

Spielfilm „Anemone“ mit Daniel Day-Lewis: Wenn die Luft aufklart

„Anemone“ ist das von Licht und Farben durchzogene Regiedebüt von Ronan Day-Lewis. Sein Vater Daniel Day-Lewis spielt darin die Hauptrolle.

Frühe Liebesbriefe Anna Seghers: Übungen in Selbstständigkeit

Die frühen Liebesbriefe von Anna Seghers sind Zeugnisse aus einer Zeit, bevor sie weltberühmt wurde. Nun erscheinen sie in einem Sammelband.

Roman zu Belgrad im Zweiten Weltkrieg: Opfer, Feind, Verräter oder Mörder

In „Buch der Gesichter“ zeichnet der österreichisch-serbische Schriftsteller Marko Dinić ein netzartiges Gebilde um ein vergangenes Rätsel.

Roman von Katerina Poladjan: Ein Jahrhundert auf der Couch

In „Goldstrand“ erzählt Katerina Poladjan eine Familiengeschichte, die quer durch den europäischen Kontinent im 20. Jahrhundert führt.

Träume und Trümmer in Syrien: Mit Freude am Leben

Nach Jahren der Vertreibung trifft sich die Familie unserer Autorin in ihrem Elternhaus in der Provinz Idlib. Dabei wirken die Eltern jünger denn je.

Familienfilm von François Ozon: Niemand hier bereut ein schwieriges Leben

François Ozon spielt in „Wenn der Herbst naht“ mit leichter Bosheit Formen der Wahlverwandtschaft durch. Mit neuen Rollenmodellen für ältere Frauenfiguren.

Komplizierte Familiengeschichte: Historische Schränke rücken

In dem Roman „Eine Handvoll Dollarscheine“ erzählt Esther Dischereit eine komplizierte jüdisch-christliche, deutsch-amerikanische Familiengeschichte.

Debüt-Album von Margaux Gazur: Verwunschen, verschwommen

Unscharfe Erinnerungen an Vietnam formen den Klang von „Blurred Memories“ – Margaux Gazurs Debüt ist voller persönlicher Spuren.

Roman „Disko“ von Till Raether: Unter der Diskokugel in den 70ern

Till Raethers Roman „Disko“ ist eine Zeitreise in die 1970er. Damals wurde München Hauptstadt eines neuen Sounds.

Yael van der Wouden „In ihrem Haus“: Wer damals an die Tür klopfte

Die Möbel der anderen: Yael van der Wouden erzählt eindringlich von verdrängter Schuld – das Romandebüt „In ihrem Haus“.

Texte von Thomas Brasch im Gorki Berlin: „Etwas, das zu mir gehört“

Mit ‚It’s Britney, bitch!‘ emanzipierte sich Lena Brasch von ihrer Familiengeschichte. Im Maxim Gorki Berlin inszeniert sie nun Texte ihres Onkels.

Theaterstück am Wiener Schauspielhaus: In der Sprache der Großeltern

Der argentinische Autor Guido Wertheimer schreibt in „Die Realen Geister“ über das Trauma der Schoah, das bis in die dritte Generation reicht.

Tragikkomödie „A Real Pain“: Wo es wirklich wehtut

Schauspieler und Regisseur Jesse Eisenberg erzählt in „A Real Pain“ vom Polen-Roadtrip zweier Cousins. Und stellt dabei Fragen zum Umgang mit Erinnerung.

Neuer Roman von Monika Zeiner: Schwarze Pädagogik und Discofox

In Monika Zeiners großem Epochenroman „Villa Sternbald“ schreiben Schulmöbel Geschichte. Die Autorin arbeitet mit abgründiger Melancholie und Ironie.

Yael Ronen an der Berliner Schaubühne: In der Wiederholungsschleife

Das Leben, die Konflikte, die Geschichte. Alles verläuft in Zyklen in Yael Ronens neuem Stück. „Replay“ läuft an der Berliner Schaubühne.

Die Wahrheit: Menschen, die ihr Abendessen mittags einnehmen

In der irischen Grafschaft Kerry sind Parlamentssitze vererbbar und die Menschen komisch. Die Komischsten von ihnen kommen ins Parlament …

Stück über jüdische Familie in Dessau: Stolpersteine für den Kopf

Carolin Millner schaut in die Vergangenheit der Stadt Dessau. „Was bleibt. Das Leben der Familie Cohn“ ist dort im Anhaltischen Theater zu sehen.

Graphic Novel über die Nazizeit: Vom Leben in der Diktatur

Tobi Dahmen erzählt in der Graphic Novel „Columbusstraße“ von seiner Familie unter den Nazis. Die beeindruckende Geschichte hat Schulbuch-Potential.

Autorin Maddalena Vaglio Tanet: Eine Lehrerin verschwindet

Die italienische Schriftstellerin Maddalena Vaglio Tanet erzählt in ihrem Debütroman „In den Wald“ vom erdrückendem Einfluss der Vergangenheit.

Erzählungen von Mauricio Rosencof: Erinnerungen eines Guerilleros

„Das Schweigen meines Vaters“ ist bewegend. Der Ex-Widerstandskämpfer Mauricio Rosencof rekonstruiert das Leben seiner Familie.

Autofiktionaler Roman von Zora del Buono: Ein verlorenes Kind von 60 Jahren

Die Schweizer Schriftstellerin Zora del Buono spürt in ihrem neuen Roman „Seinetwegen“ dem großen Unbekannten nach: ihrem Vater und dessen Mörder.

Arte-Serie über Indigene in Kanada: Der Staat raubte ihnen die Kinder

In Kanada wurden während des „Sixties Scoop“ tausende indigene Kinder ihren Familien entrissen. Die Arte-Serie „Little Bird“ erzählt davon.

Türken in Deutschland: Opas Heimat

Die rechtsextremen Fantasien von „Remigration“ wecken in migrantischen Communitys Erinnerungen an schlechte Zeiten. Ein Familienbesuch.

Wannsee Contemporary: Die Party von früher

Bei Wannsee Contemporary erinnert sich Elinor Sahm an die jüdisch-arabischen Familienfeiern. Durch Zeichnungen kommen alle nochmal zusammen.

Neuverfilmung von „Die Farbe Lila“: Zaghafte Emanzipation

Gewalt gegen Frauen in den Südstaaten: In „Die Farbe Lila“ wird der Stoff von Regisseur Blitz Bazawule als Musical erneut auf die Leinwand gebracht.

Aufarbeitung der NS-Zeit: In der Familie des Massenmörders

Lange ist die Großnichte des Kriegsverbrechers Hermann Göring vor ihrer Familiengeschichte davongelaufen. Nun hat sie ein Buch darüber geschrieben.

Roman über Islamismus: Grenzen des Verstehens

Ein Vater versucht nachvollziehen, warum seine Tochter Dschihadistin wurde. Sherko Fatahs Roman „Der große Wunsch“ ist wie ein Thriller erzählt.

Philipp Oehmkes Roman „Schönwald“: Einmal Jonathan Franzen sein

Philipp Oehmke will den großen amerikanischen Familienroman für deutsche Verhältnisse schreiben. Dabei laviert er am Rande der Glaubwürdigkeit.

Haushaltsauflösung nach dem Tod: Was vom Leben übrig bleibt

Als der Vater der Autorin aus Lübeck starb, hinterließ er ein Haus in Trier voller Vergangenheit. Mit ihren Brüdern musste sie aufräumen.

Filmgroteske „Petrov’s Flu“ im Kino: Entführt im Leichenwagen

In Kirill Serebrennikows Filmgroteske „Petrov’s Flu“ flüchtet eine Familie aus dem Irrsinn des postsowjetischen Alltags in radikale Befreiungsfantasien.

Fatih Akins „Rheingold“: Durch die Wand, Bruder

Fatih Akin hat einen mitreißenden Film über den Gangsta-Rapper Xatar gemacht. „Rheingold“ macht sich dabei nicht mit seinem Protagonisten gemein.

Neuer Roman von Norbert Gstrein: Die liebenden Geschwister

Norbert Gstrein hält in seinem Buch „Vier Tage, drei Nächte“ schwierige Familienbeziehungen in der Schwebe. Dabei unterläuft er Stereotype des Lesers.

Regisseurin über Kleinbauern in Spanien: „Es ist ein kollektiver Moment“

Die Regisseurin Carla Simón gewann mit „Alcarràs“ den Goldenen Bären. Ein Gespräch über Obstanbau und junge spanische Filmemacherinnen.

Roman „Messer, Zungen“ über Südafrika: Heimat muss man erfinden

In ihrem Debütroman „Messer, Zungen“ schreibt Simoné Goldschmidt-Lechner gegen kursierende Vorstellungen von Südafrika an.

Roman über junge Leute in der Türkei: Sprechen oder Schweigen

Anna Yeliz Schentkes Roman „Kangal“ dreht sich rund um die Proteste im Istanbuler Gezi-Park und den Umgang mit Überwachung.

Russisch-ukrainische Familiengeschichte: Von der Vergangenheit abgeschnitten

Als Kind reiste ihr Vater jeden Sommer aus Russland nach Odessa. Unsere Autorin plante eine Reise auf seinen Spuren. Dann brach der Krieg aus.

Recht auf Namensänderungen: Erobern wir den Namen!

In Italien darf der Nachname eines Kindes nun nicht mehr automatisch der des Vaters sein. Auch in Deutschland gibt es Nachholbedarf beim Namensrecht.

Roman von Andrea Scrima: Die Kraft der Anziehung

Literarisch raffiniert schreibt Andrea Scrima im Roman „Kreisläufe“ vom Verstehen einer schwierigen Familienkonstellation.

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