taz.de -- Gegenwartsroman
Lily King „Herz, König“: Spätfolgen einer ersten Liebe
Die College-Welt ist eine ganz eigene Welt. Lily King erzählt davon, wie eine Liebe aus der Zeit sich nach langer Funkstille dramatisch verändert.
Shortlist zum Deutschen Buchpreis: Wo bleibt das Drama?
Jurys von Buchpreisen werden üblicherweise dafür kritisiert, welche Romane auf den Listen stehen und welche nicht. Wir haben einen anderen Punkt.
Bestellerautor Kristof Magnusson: „Ich glaube halt an Zugänglichkeit“
Vom Kirchenmusiker zum Schriftsteller: Kristof Magnusson über Bach, das Leipziger Literaturinstitut und das Empowernde an Unterhaltungskultur.
Roman „Prosopon“ von Anna Felnhofer: Eine Blindheit, die kränkt
Anna Felnhofers herausragender Roman „Prosopon“ erzählt von einer kognitiven Störung und einem Hochleistungsakt der Einfühlung.
Literaturgeschichte von Steffen Martus: In postheroischer Gesellschaft
Steffen Martus hat eine umfangreiche Literaturgeschichte der Gegenwart geschrieben. Was ist los zwischen Christa Wolf und New Adult?
Nina Bußmann „Drei Wochen im August“: Nur Dünen zwischen uns und dem Feuer
Urlaubsalltag im Anthropozän: In Nina Bußmanns unheimlichem Roman „Drei Wochen im August“ gehen Bäume und Beziehungen in Flammen auf.
Preise der Leipziger Buchmesse: Über den alltäglichen Horror
Die Autorin Barbi Marković bekommt den Preis der Leipziger Buchmesse für ihren Roman „Minihorror“. Er handelt vom Alltag im Spätkapitalismus.
Neuer Roman von Ulrich Peltzer: Das Tiefste, das in uns rumort
Ein Spielsüchtiger, der als Finanzberater tätig ist und im Knast Lyrik entdeckt: Ulrich Peltzers Roman „Der Ernst des Lebens“ ist furios wie glaubwürdig.
Shortlist zum Deutschen Buchpreis: Machtpol und Außenseiterpol
Terézia Mora, Anne Rabe und Sylvie Schenk stehen auf der Shortlist. Die Liste ist um weiße männliche Autoren der mittleren Generation herumgebaut.
Leipziger Buchpreis für Dinçer Güçyeter: Genug Nudeln im Schrank
Dinçer Güçyeter, Schriftsteller und Gabelstaplerfahrer, wird für „Unser Deutschlandmärchen“ ausgezeichnet. Regina Scheer für das beste Sachbuch.
Debatte um autofiktionale Romane: Zählt nur noch die Authentizität?
Bevor das neue Literaturjahr so richtig losgeht: ein Versuch, etwas Unordnung in die Debatte über den Erfolg der Autofiktion zu bringen.
Neuer Roman von Jennifer Egan: Personen mit Hyperlinks
Ich bleiben in der vernetzten Gegenwart der kollektiven Clouds – schwierig. Die Figuren von Jennifer Egans neuem Roman „Candy Haus“ treibt das um.
Roman „Das synthetische Herz“: Wenn überall Marktgesetze gelten
In ihrem Roman „Das synthetische Herz“ schildert Chloé Delaume desaströse Nichtliebesabenteuer. Dabei entzaubert sie den hehren Literaturbetrieb.
Roman „Echos Kammern“ von Iris Hanika: Narzisstinnen, Gefühle suchend
Schön streitbar, witzig, immer neurotisch: Die Schriftstellerin Iris Hanika produziert in ihrem Roman „Echos Kammern“ viele Reibungen in Sachen Liebe.
Neuer Roman von Christoph Höhtker: Fanbriefe an die Pharmaindustrie
In seinem Roman „Schlachthof und Ordnung“ metzelt Christoph Höhtker auf inhaltlicher wie formaler Ebene. Eine Droge hält dabei alles zusammen.
Literatur aus Norwegen: Verdammt sympathische Spleens
Der norwegische Schriftsteller Dag Solstad hat ein Herz für tragikomische Sonderlinge. Das dürfte auch Fans von Sven Regener gefallen.
Roman „Das flüssige Land“: Abgrund, tief
In Raphaela Edelbauers Roman „Das flüssige Land“ tut sich in einer österreichischen Kleinstadt ein rätselhaftes Loch auf. Was hat es damit auf sich?
Nora Bossongs neuer Roman: Eine Fantasie des Friedens
Bossong erzählt in „Schutzzone“ von einer UN-Mitarbeiterin bei einer Friedensmission in Burundi – ohne Larmoyanz und Selbstbestätigungsideologie.
Neuer Roman von Marlene Streeruwitz: Alles bleibt in Bewegung
Das Private ist politisch: „Flammenwand“ erzählt von einem Paar in der Krise und verweist immer wieder auf die grundsätzliche Fragen.
Harufs Romane über die Mitte der USA: Der mit Mütze über den Augen schrieb
Der Holt-Kosmos: Der Diogenes Verlag bringt das Werk des US-Erzählers Kent Haruf auf Deutsch heraus – eine herausragende Neuentdeckung.
Multi-Genre-Roman „Kafka mit Flügeln“: Verwandlung auf Kirgisisch
Daniela Emminger hat die Erfahrung der Fremde gesucht – und daraus den wilden, ambitionierten Mash-up-Roman „Kafka mit Flügeln“ gemacht.
Bovenschens literarisches Vermächtnis: Ein überaus unartiges Buch
Silvia Bovenschens posthum erschienener Roman „Lug & Trug & Rat & Streben“ rechnet mit der Zivilisation ab. Er ist durchaus mit Zuneigung geschrieben.
Romane von Genazino und Kirchhoff: Im Hochhaus der deutschen Literatur
Von der Nachkriegsmoderne zum Horrorbild: Frankfurt ist Schauplatz melancholischer Gegenwartsromane von Bodo Kirchhoff und Wilhelm Genazino.
Die Wahrheit: Der Gummi-Büchner
Mit dem kleinen Nick in der Schriftstellerschule: Werden der Biller-Maxim und die seltsame Sibylle heute den unangekündigten Gegenwartsroman schreiben?