taz.de -- Komödie

Sci-Fi-Horrorkomödie „Hope“: Das Monster stets im Nacken

Der koreanische Regisseur Na Hong-jin überfällt mit seiner schwarzen Komödie „Hope“ das Kino. Rasend schnell geht es in dieser Menschen-gegen-Monster-Geschichte zu.

Martin McDonaghs Film „Wild Horse Nine“: Dinos im Himmel

Bei den Filmfestspielen in Venedig feiert der Regisseur Martin McDonagh einen Triumph. In seinem neuen Film schickt er zwei Stars auf die Osterinseln.

„Before“-Trilogie bei HBO: Ein wohliges Gefühl der Nostalgie

Wer heute die Liebesfilme mit Ethan Hawke und Julie Delpy guckt, bemerkt schmerzhaft was der heutigen Kinolandschaft fehlt. Nämlich richtig gute RomComs.

Spielfilm „Bitteres Fest“: Von sich selbst in der dritten Person sprechen

Der spanische Regisseur Pedro Almodóvar spielt mit seinem neuen Film „Bitteres Fest“ das Regisseur-erzählt-von-Regisseur-Modell auf drei Ebenen durch.

Roman „Verlorene Schäfchen“: Gott und der freie Markt

Gelungene US-Komödie: In Madeline Cashs Debütroman lauert hinter jedem Witz eine Kränkung. Und hinter jeder Kränkung eine Sehnsucht.

Film „Minions & Monster“: Anarchischer Sinn für Schabernack

Im Animationsfilm „Minions & Monster“ geht es mit reichlich Chaos und Kauderwelsch zu. Diesmal ist Hollywood dran.

Film „The Love That Remains“: Die Ereignislosigkeit ist das Ereignis

Regisseur Hlynur Pálmason zeigt im langsam geschnittenen Spielfilm „The Love That Remains“ den Alltag eines getrennten Paars. Streit gibt es kaum – und keine Moral.

Film „Lina Braake“ wieder im Kino: Subversive Widerständigkeit im Privaten

Bernhard Sinkels Debüt „Lina Braake“ von 1975 läuft wieder im Kino. Die Komödie um Recht, Unrecht und Rache zeigt die anarchischen Tricks „kleiner Leute“.

Kino-Film „Die reichste Frau der Welt“: Er freut sich über ihre Geschenke

Im Kino-Film „Die reichste Frau der Welt“ gibt sich Isabelle Huppert so kaltschnäuzig wie verwundbar. In der Geschichte nach wahrem Vorbild geht es nicht nur um Lacher.

Rätsel-Krimi „The Last of Sheila“: Der wichtigste Clue ist sehr sichtbar platziert

Die Krimikomödie „The Last of Sheila“ von Herbert Ross war Vorbild für Hits wie „Knives Out“. Mit deren Erfolg wurde dieses vergessene Original nun wiederbelebt.

Komödie „Normal“ mit Bob Odenkirk: Kugelhagel im Schnee

Die Actionkomödie „Normal“ von Ben Wheatley bietet eine Paraderolle für Hauptdarsteller Bob Odenkirk. Klischees umschiffen Regie und Drehbuch geschickt.

Liebeskomödie „Is This Thing On?“: Trennung ist hier mehr als Misere

In „Is This Thing On?“ schickt Regisseur Bradley Cooper ein Ehepaar zu therapeutischen Zwecken zur Stand-up-Comedy. Improvisiert wird hier grandios.

Satire „No Other Choice“: Der Arbeitsmarkt regelt alles

Park Chan-wooks Thriller „No Other Choice“ inszeniert Abstiegsangst mit bitterer Komik: Ein geschasster Angestellter kämpft brachial um einen Job.

Thriller „Send Help“ von Sam Raimi: Endlich bekommen, was man schon immer wollte

Der Regisseur Sam Raimi lässt in seinem Thriller „Send Help“ zwei verhasste Kollegen auf einer Insel stranden. So was geht nicht ohne böses Blut.

Thriller „The Housemaid“: Ein Dekolleté für den Feminismus

In „The Housemaid“ lockt Paul Feig mit Klischees und erwartbaren erotischen Fantasien rund um Sydney Sweeney. Sein Film zelebriert auch weibliche Wut.

Tragikomödie „Rental Family“: Gemietete Nähe, gutes Gewissen

In „Rental Family“ vermittelt eine Agentur in Tokio Schauspieler für soziale Anlässe. So auch Brendan Fraser, der im Film mit seiner Wärme berührt.

Dänische Komödie „Therapie für Wikinger“: Das Trauma im Märchenwald bewältigen

Anders Thomas Jensens tiefschwarze Komödie „Therapie für Wikinger“ erzählt von Männern, deren Identität auf Gewalt und zerstörtem Vertrauen fußt.

#MeToo-Komödie „Sorry, Baby“: Und dann hat sie eine Katze

Eva Victors Regiedebüt „Sorry, Baby“ erzählt aus Opfersicht von sexualisierter Gewalt. Eine stille Screwball-Komödie würde man da eher nicht erwarten.

Feministische Komödie „Cannibal Mukbang“: Die Schlechten ins Kröpfchen

„Cannibal Mukbang“ ist eine feministische Horrorkomödie. Fleisch wird darin viel gegessen, aber nach ethischen Kriterien. Nun erscheint der Film als Bluray.

Komödie „Sehnsucht in Sangerhausen“: Wo verstreute Seelen sich verbünden

Julian Radlmaiers Komödie „Sehnsucht in Sangerhausen“ verbindet leichtfüßig Geschichte, Kapitalismuskritik und politische Fragen. Geister gibt’s auch.

Bully Herbigs aktuelle Winnetou-Parodie: Relativ unlustig

Keine Bananenschale kommt unbetreten davon: Der Film „Kanu des Manitu“ erinnert an Wirtschaftswunderhumor und an wohlfeil-staubige Komödien.

„Materialists“ von Celine Song: Berechnende Liebe

In der Komödie „Materialists“ gerät Hauptdarstellerin Dakota Johnson zwischen Chris Evans und Pedro Pascal. Liebe dreht sich um Kapital und Kalkül.

Kinotipp der Woche: Schön verstrickt

Schlaufen zu Filmschleifen: Beim „Craft Club“ darf im Kino gestrickt werden. Demnächst sogar zu „Die Hochzeit meines besten Freundes“ mit Julia Roberts.

Dramedy „Die Farben der Zeit“: Mit Ayahuasca ins neunzehnte Jahrhundert reisen

Cédric Klapischs Spielfilm „Die Farben der Zeit“ erzählt auf zwei historischen Ebenen von Feminismus und der Ambivalenz von technischen Innovationen.

Komödie „#SchwarzeSchafe“: Als Kafka ein Zeh amputiert wurde

Die Low-Budget-Komödie „#SchwarzeSchafe“ von Oliver Rihs knüpft als Remake an alte Erfolge an. Im Rahmen des Möglichen schafft der neue Film viel.

Kinotipp der Woche: Komödiantischer Ernst

Das Zeughauskino zeigt das filmische Werk des Wieners Schauspielers und Regisseurs Willi Forst, darunter die Verwechslungskomödie „Allotria“ von 1936.

Actionkomödie „Fight or Flight“: Eine große Popcorntüte voll Fun

Regisseur James Madigan lädt mit seiner Actionkomödie „Fight or Flight“, die nun auf DVD erscheint, zur Reise in einem verrückten Flugzeug. Mancher verliert den Kopf.

Wieder im Kino: Tore zu einer anderen Zeit

George Lucas begegnet uns im Stil der 70er mit „American Graffiti“, im Anime „Mirai–Das Mädchen aus der Zukunft“ geht der vierjährige Kun auf Zeitreise.

Wieder im Kino: Höfliches Duell

Hitchcocks „The Man Who Knew Too Much“ läuft im witzigeren Original, die Kulinarik in „À la carte“ reicht von kunstvollen Pasteten bis Allgemeinwohl.

Kinotipp der Woche: Im Bann der Ikone

Chers Autobiografie braucht mehr als einen Band. Gayle Tufts präsentiert im Klick-Kino Teil eins, anschließend läuft der Cher-Klassiker „Mondsüchtig“.

Israel, Palästina und ein Hitler-Bild: Familienstreit ums Nazierbe

Marius von Mayenburgs Kammerspiel „Nachtland“ erzählt mit viel schwarzem Humor von einem Streit um (Nazi-)Kunst, deren Wert und Erbe.

Wieder im Kino: Die richtige Komik zur richtigen Zeit

Diese Woche kehren Monty Python mit ihrem britischen Humor auf die Leinwand zurück. Auch der Stummfilm hat ein Comeback, ein sehr eifersüchtiges sogar.

Nonsens-Komödie „Hundreds of Beavers“: Mein Quatsch geschehe

Die Slapstick-Komödie „Hundreds of Beavers“ von Mike Cheslik behauptet sich mit minimalem Budget. Noch geringer sind ihre Anforderungen an Logik.

Spielfilm „Universal Language“ im Kino: Ein Traum in Beige

Regisseur Matthew Rankin führt in seinem Comedy-Drama-Film „Universal Language“ in eine mysteriöse transkulturelle Zone irgendwo zwischen Winnipeg und Teheran.

„Carmen“ am Berliner Gorki Theater: Vertauschte Rollen, schrille Farben

Das Berliner Gorki Theater führt Georges Bizets „Carmen“ als Tragikomödie auf. Zu vielen Verfremdungseffekten kommen verschobene Genderrollen.

Krimikomödie über Immobilienkäufe: Wenig gute Taten, viele große Geheimnisse

In der US-Serie „No Good Deed“ geht es um einen Hausverkauf in einem In-Viertel von Los Angeles, satirische Familiengeschichten und jede Menge Dunkles.

Komödie „Heretic“ mit Hugh Grant: Die einzig wahre Religion

Ist das noch Komödie oder schon Horror? Hugh Grant gibt in „Heretic“ einen eigensinnigen Bösewicht, mit viel britischem Charme, of course.

Goodbye, Wolfgang Becker!: Ohne Nostalgie für Lenin

Der Regisseur Wolfgang Becker wurde mit der Komödie „Good Bye, Lenin“ bekannt. Journalisten hielten ihn gern für einen Ostler.

Regisseurin über Matriarchat: „Feminismus heißt für mich, niemanden zu unterdrücken“

In ihrem neuen Film „Die geschützten Männer“ erprobt Irene von Alberti das Matriarchat in Berlin. Sie spricht über lachendes Nachdenken und Satire.

Wieder im Kino: Konsequente Demontage

Diese Woche zurück auf der Leinwand: Die Marx Brothers, Autofahrten des Vertrauens in einem Kurzfilm nach Haruki Murakami und der X-Mas-grumpige Grinch.

Theaterstück „Orestie I–IV“ in Hamburg: Antike als Tiktok-Feed

Nicolas Stemann mischt am Hamburger Thalia Theater antike Dramen mit viel Pop. Das ist sehr unterhaltsam, aber Inhalte gehen im Theaterzauber unter.

Metal-Komödie „Heavier Trip“: Vom Schlachthof in den Metal-Olymp

Jukka Vidgren und Juuso Laatio blicken in „Heavier Trip“ selbstironisch auf die Metal-Szene. Skurriler Humor und Verständnis zeichnen die Komödie aus.

Komödie am Berliner Ensemble: Theater im Theater

„Der nackte Wahnsinn“ ist seit vierzig Jahren eine beliebte Boulevardkomödie. Jetzt hat sie Oliver Reese am Berliner Ensemble inszeniert.

Netflix-Serie „Nobody Wants This“: Rabbi mit Herzschmerz

Die Netflix-Serie „Nobody Wants This“ will das Comeback der Romcom sein. Ganz gelingt ihr das aber nicht.

Serie „This is gonna be great“: Berlin mit Humor

Die ZDFneo-Serie „This is gonna be great“ ist eine Hommage an Berlin als Heimat aller Suchenden. Ein Schwanken zwischen Komik und Albernheit.

Jux-Krimireihe im Altonaer Theater: Ein schlichtes Vergnügen

Karsten Dusses Spaß-Krimi-Reihe „Achtsam morden“ ist ein Bestseller. Der zweite Teil im Altonaer Theater funktioniert, bleibt aber inhaltlich dünn.

Filmempfehlungen für Berlin: Von wegen lächerlich

Im neuen Weddinger Spielort migas ertönen Filmgespräche aus dem Archiv, im Odeon wird Jura in Pink getaucht, das Rollberg zeigt Horror im Feriencamp.

Film „Was ist schon normal?“: Die mit dem Extra-Ding

In Frankreich ist der Film „Was ist schon normal?“ ein Riesenerfolg. Zum Ensemble der klamottigen Komödie gehören viele Menschen mit Behinderung.

Serie mit Engelke und Pastewka: Cleveres Spiel mit Versatzstücken

Kein Dauerwitzeln, sondern gekonnt inszenierte romantische Komödie: Anke Engelke und Bastian Pastewka glänzen in „Perfekt verpasst“.

Karl Valentin wieder im Kino: Anarchische Zerstörungslust

Fünf klassische Kurzfilme Karl Valentins sorgen im Kino für alte Frische. Bloß Liesl Karlstadts Name fehlt im Titel der Auswahl von „Hirngespinsten“.

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