taz.de -- Sachbuch

Buch über Lobotomie in der NS-Zeit: Die ruhiggestellte Tante

Ina Boesch rekonstruiert in „Marleen“ das Leben ihrer schizophrenen Tante im NS-besetzten Holland.

Buch über Geschichte der Seenotrettung: Wie die Moral in die Welt kam

Vom distanzierten Blick zum Gebot: Henning Trüper wirft einen ideengeschichtlichen Blick auf die Entwicklung der Seenotrettung.

Buch über Reform der Kommunalpolitik: Das Herz der Demokratie stärken

Roman Huber, Karl-Martin Hentschel und Kai Beutler setzen in „Starke Kommunen“ auf mehr Selbstverwaltung, Bürgernähe und Investitionen ins Gemeinwohl.

Essay über Moralisieren als Waffe: Gesellschaft im Daueralarm

In seinem Essay „Moralisieren als Waffe im Kulturkampf“ entlarvt der Psychologe Fritz B. Simon die gesellschaftliche Dauerempörung als politische Machtstrategie.

Bestsellerautor über Einzeller: „Bakterien können hochintelligent sein“

Peter Wohlleben berichtet über Bakterien, deren erstaunliche Eigenschaften und wie sie die Welt beeinflussen.

Zwei Sachbücher zum Männlichkeitsdiskurs: Furcht und Vorurteil

Die Autorin Nicole List schreibt über „Angst vor Männern“, die Journalistin Eva Ladipo wirbt dafür, die Verlustängste und Wut der Männer zu ergründen.

Sibel Schick über Reproduktionsrechte: „Du wirst zu einer Hülle degradiert“

Die Autorin Sibel Schick setzt sich in ihrem neuen Buch für reproduktive Gerechtigkeit ein. Wieso kommen wir in Deutschland nicht voran?

Feministische Architekturliteratur: Das erfundene Genre

Eine Veranstaltung im Berliner Bücherbogen stellte Bücher von Frauen aus Architektur und Baubranche vor. Ein inspirierender Abend.

Preis der Leipziger Buchmesse 2026: Geschichten, die ins Heute ragen

Katerina Poladjan bekommt für „Goldstrand“ den Leipziger Buchpreis. Der Sachbuchpreis geht an Marie-Janine Calic, der Übersetzerpreis an Manfred Gmeiner.

Debatte zur regelbasierten Weltordnung: Allen Widrigkeiten zum Trotz

Im Berliner Hebbeltheater hat der Menschenrechtsanwalts Wolfgang Kaleck sein neues Sachbuch präsentiert. Es zeigt, dass Internationales Recht Macht hat.

Buch zur Geschichte des Tourismus: Badespaß und Klassendünkel

In „Traum Zeit Reise“ geht der Tourismusforscher Hasso Spode zurück zu den Anfängen des Massentourismus. Dessen moderne Effekte betrachtet er zu mild.

Shortlist Leipzger Buchmesse: Der Vergangenheit zugewandt

Die Nominierten für den Preis der Leipziger Buchmesse stehen fest. Deutlich erkennbar ist eine Hinwendung zum Geschichtlichen.

Alfred-Kerr-Preis an Dietmar Dath: Viel Schreib, viel Ehr

Der Schriftsteller und „FAZ“-Redakteur Dietmar Dath erhält den Alfred-Kerr-Preis für Literaturkritik.

Abdel-Samad über sein Verbot in Ägypten: „Bei Tabus muss ich intervenieren“

In „Was darf Israel?“ streitet Hamed Abdel-Samad mit einem Juden über den Genozid-Begriff. In Kairo konnte er das Buch nicht wie geplant vorstellen.

Wie New Wave in Sheffield begann: Das Space Age landete in einer britischen Doppelhaushälfte

Bands wie Human League und Clock DVA schufen um 1980 in Sheffield visionäre Musik. Das Debütalbum von Clock DVA ist wieder erhältlich.

Studie zu rechten Erfolgen: Woher kommt die Wut?

Carolin Amlinger und Oliver Nachtwey versuchen dem „demokratischen Faschismus“ auf die Spur zu kommen – mit einem überraschenden Kronzeugen.

KI unter Faschismusverdacht: Die Papageien, die wir riefen

Übles wird nachgeplappert: KI hat nicht nur ein Kreativitäts-, sondern auch ein potenzielles Faschismusproblem, analysiert Rainer Mühlhoff in einem Buch der Reclam-Reihe „Was bedeutet das alles?“.

Buch des Soziologen Philipp Staab: Allein mit den Problemen der Gegenwart

Unsere Gesellschaft ist in einer schweren Identitätskrise, schreibt der Soziologe Philipp Staab in seinem neuen Buch. Kommen wir da wieder raus?

Biographie eines kommunistischen Paares: Zwei Leben in einer Partei

Mit einem Buchprojekt zum Leben von Martha und Harry Naujoks führt die Gruppe „Kinder des Widerstandes“ in die Welt des historischen Kommunismus.

Buch über Putins imperiale Strategie: Da knallen die Sektkorken im Propagandastab des Kreml

In „Wenn Russland gewinnt“ zeigt Carlo Masala, wie schnell Russland ans Ziel kommen könnte. Sein Szenario ist ebenso dystopisch wie plausibel.

Buchvorstellung „Capital B“: Die Party versaut

Die erfolgreiche Doku-Serie „Capital B“ über den Ausverkauf Berlins stimmte wütend. Nun gibt es auch ein Buch dazu.

Feministische Steinzeit-Comic: Preiswürdige Geschichte

Vergesst die Mammutjäger-Klischees! Ulli Lusts „Die Frau als Mensch“ zeigt, wie weiblich die Steinzeit war. Und gewinnt den Sachbuchpreis.

Sachbuch „Spionage im Grenzland“: „Eine Warnung für heute“

Ein deutsch-dänisches Team hat die Spionagegeschichte Schleswig-Holsteins aufgeschrieben. Das Buch soll auch für aktuelle Spionage sensiblisieren.

Buch über rechte Gewalt in den 1980ern: „Rassistische Morde waren keine Einzelfälle“

Die „Baseballschlägerjahre“ waren kein reines Ostphänomen, sagt Felix Krebs. Er hat ein Buch über rechte Gewalt in den 1980ern in Hamburg geschrieben.

Sachbuch „Abundance“ aus den USA: Mehr, nur wie und wovon?

In ihrem umstrittenen Buch „Abundance“ plädieren die US-Journalisten Ezra Klein und Derek Thompson für mehr Investitionen und weniger Regulierung.

Buch über Mauersegler: Immer in der Luft

„Der Zug der Mauersegler“ berichtet über den Flug von Zugvögeln über Grenzen, an denen Menschen scheitern. Es ist Naturewriting aus linker Perspektive.

Buch über das Ende des „Dritten Reiches“: Gestellte Action für die Fotografen

Gerhard Paul beleuchtet so vielseitig wie spannend die letzten Tage der Reichsregierung unter Admiral Dönitz, die im Mai 1945 in Flensburg zusammentrat.

Herfried Münkler „Macht im Umbruch“: Wer kann die vakante Stelle des Machtzentrums füllen?

Herfried Münkler analysiert in „Macht im Umbruch“ die geopolitische Lage. Es gilt die Kooperation von Paris, Berlin, London, Warschau zu organisieren.

Buch über illiberale Demokratie: Orbáns Exportschlager

Petra Thorbrietz zeigt, wie Ungarn die illiberale Neuordnung Europas vorantreibt.

Buch über Rettung der Demokratie: Schöner verwalten

Julia Borggräfe plädiert für eine selbstbewusste Bürokratie.

Leipziger Buchpreis für Kristina Bilkau: Die Unruhe einer Mutter, Putins Sprache, deutsche Untaten

Kristina Bilkau bekommt für „Halbinsel“ den Leipziger Buchpreis. Der Sachbuchpreis geht an Irina Rastorgueva, der Übersetzerpreis an Thomas Weiler.

Buch über jüdische Komponisten im Exil: Von nun an nur noch Filmmusik

Flucht und erzwungene Selbstreflexion: Michael Haas blickt in seinem Buch „Die Musik der Fremde“ auf Schicksale jüdischer Komponisten im Exil.

RAF-Erinnerungen von Silke Maier-Witt: Radikalisierung – aus zeitlicher Distanz rekonstruiert

Vom Antifaschismus zum Antiimperialismus: eine Nachkriegsjugend in Westdeutschland. Silke Maier-Witt schreibt über ihren Weg in den linken Terrorismus.

Buch über Einsamkeit: Gesichter der Einsamkeit

Ob Verschwörungstheoretiker, Katholik oder Sängerin: Janosch Schobin zeigt, wie vielfältig Menschen vereinsamen.

Buch über radikalisierte Ältere: Wenn Mama den Familienchat flutet

Seit der Pandemie wenden sich viele Ältere Verschwörungsideologien zu. Sarah Pohl und Mirijam Wiedemann geben Tipps für Angehörige.

Bücher über Bismarck und Wilhelm I.: „Ein Bismarckreich gab es nie“

Kaiser Wilhelm I. tritt aus dem Schatten seines Reichskanzlers. Drei Bücher stellen das Bismarckbild auf den Kopf und Wilhelm I. auf die Bühne.

Lektor über abgelehnte Bücher: „Man kann nicht sagen: Ich weiß auch nicht recht“

Der langjährige Rowohlt-Lektor Uwe Naumann über abgelehnte Bestseller, die Notwendigkeit von Meinungsstärke und das Lästern hinter Verlagstüren.

Buch von Dominique Pelicots Tochter: Aufgewachsen mit einem Monster

Caroline Darian ringt in ihrem neuen Buch mit dem Unvorstellbaren: Wie konnte sie einen Vater lieben, der ein Vergewaltiger ist?

Autor über vererbte Gefühle: „Wir stehen alle in der Reihe unserer Ahnen“

Laut dem Autor Sven Rohde gibt es Gefühle, die innerhalb von Familien weitergegeben werden. In Hamburg stellt er sein neues Buch „Gefühlserben“ vor.

Klimawandelbuch von Soziologe Beckert: Die 2,5 Grad im Rücken

Der Soziologe Jens Beckert dämpft mit „Verkaufte Zukunft“ etwaige Erwartungen, menschengemachten Klimawandel rechtzeitig in den Griff zu bekommen.

Buch über „psychische Störungen“: Was ist der Mensch?

„Unter Verrückten sagt man du“ heißt Lea De Gregorios Buch über all jene, die als nicht normal gelten. Sie leiden unter „psychischen Störungen“.

Hamburger Schule: Kein Schnee von gestern

Ein Buch, ein Album und sogar ein Dokfilm widmen sich der Hamburger Schule aus den 1990ern. Diese Historisierung ist nicht altbacken, sondern wichtig.

EU-Abgeordneter Nico Semsrott: „Ich hab's versucht“

Satiriker Nico Semsrott hat nach fünf Jahren genug vom EU-Parlament. Ein Gespräch über institutionelles Chaos, nötige Deals und animalische Leistung.

Neues Buch über ultraorthodoxe Juden: Es bleibt kompliziert

Tuvia Tenenbom hat sich für sein neues Buch unter ultraorthodoxen Juden umgesehen. Der 7. Oktober 2023 hat auch dort eine Veränderung gebracht.

Diedrich Diederichsens 21. Jahrhundert: Speisereste von Astronautennahrung

Diedrich Diederichsens neues Buch verspricht bewusst größenwahnsinnig „Das 21. Jahrhundert“. Es bündelt 173 Texte des Autors aus 23 Jahren.

taz Talk mit Autor Andreas Schwab: Künstler müssen leiden

Die Bohème entstand um 1850 in Paris und prägt bis heute künstlerisches Leben in Europa. Ein taz Talk über Freiheit, Rausch und Frauen in der Bohème.

Das Verhältnis zwischen Mensch und Tier: Männchen sind fast immer kleiner

Klischees und Vorurteile bestimmen vielfach unseren Blick auf Tiere. Abhilfe schafft der Band „Tiere und Geschlecht“.

Buch über Kunst und Ökologie: Absichtslos Sensibilität schaffen

Robert Fleck denkt darüber nach, wie die Kunst am besten für die Natur eintreten kann. Sein überzeugend geschriebenes Buch ist ein Augenöffner.

Buch von Esther Slevogt: Bergung eines verlorenen Schatzes

Es ist ein Buch über die aufregende Geschichte des Deutschen Theaters Berlin, das viel über die Potenziale der Kunst erzählt.

Sachbuch über Demenzerkrankung: Das enteignete Leben

„Ein Lebensversuch mit Demenz“: Gerd Steffens hat ein sehr berührendes und erhellendes Buch über die schwere Erkrankung seiner Frau geschrieben.

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