taz.de -- Genozid

Friedenspreisträger Philippe Sands: „Für alle Verbrechen muss Rechenschaft abgelegt werden“

Der diesjährige Friedenspreisträger des Deutschen Buchhandels, Philippe Sands, im Gespräch über Massengewalt, Ökozid und internationale Gerechtigkeit.

Nachruf auf Dafroza Gauthier: Eine ruandische Kämpferin für Gerechtigkeit

Dafroza Mukarumongi-Gauthier brachte Verantwortliche für Ruandas Völkermord an den Tutsi vor Gericht. Sie starb mit 72 Jahren.

Berlins Linke und Nahost: Schmerzhafter Spagat

Das Ausbrechen des Nahostkonflikts in der Linken ist kein Zufall. In der neuen Fraktion wird der Palästina-Flügel aber keine dominierende Rolle spielen.

Eziden in Niedersachsen: Anerkennen, gedenken, abschieben

In Hannover haben Tausende Eziden des zwölften Jahrestags des Völkermordes gedacht. Doch die Anerkennung des Genozids bringt ihnen wenig.

Genozid an den Ar­me­nie­r:in­nen: Kein Votum in der Knesset

Über eine Anerkennung der Verbrechen an den Ar­me­nie­r:in­nen ab 1915 als Genozid wird doch nicht abgestimmt. Aserbaidschan soll Druck gemacht haben.

Gedenken an Genozid: Israels Regierung erkennt Völkermord an Armeniern an

Israel hatte eine offizielle Anerkennung lange vermieden – aus Rücksichtnahme auf die Beziehungen mit der Türkei. Die haben sich jedoch ohnehin verschlechtert.

Völkermordvorwurf gegen Israel: UN: Israel nahm gezielt Kinder im Gazastreifen ins Visier

Rund 72.000 Menschen, darunter auch Kinder, sind nach UN-Angaben bisher in Gaza bei israelischen Attacken gestorben. Israel weist die Anschuldigungen zurück.

Genozid als Unterrichtsthema: Geschichte vielfältiger lehren

An Schulen ist der Völkermord an den Christen im Osmanischen Reich kaum Thema. Nachfahren der Opfer fordern die Bildungministerkonferenz auf, das zu ändern.

Genozid an den Armeniern: Vergessen im Namen deutscher Interessen

Vor zehn Jahren hat Deutschland den Genozid an den Armeniern anerkannt. Heute paktiert die Bundesregierung mit denen, die armenisches Leben bekämpfen.

„Global Sumud Flotilla“: Israel lässt Gaza-Aktivisten frei

Nach dem Stopp der Gaza-Flotte vor Kreta wurden zwei Teilnehmer nach Israel verschleppt. Die Kritik daran war laut. Jetzt werden sie abgeschoben.

Genozid-Verfahren gegen Israel: Nie wieder zu spät

Deutschland hat Israel beim IGH-Verfahren unterstützt. Nun versucht die Bundesregierung, sich mit zweifelhaften Argumenten wieder herauszumanövrieren.

Angeblicher Genozid am sowjetischen Volk: Kreml schafft Gulag-Museum ab

Nur wenige Orte in Russland erinnern an die Opfer der Stalin-Herrschaft. Ein Museum soll künftig an den „Völkermord am sowjetischen Volk“ erinnern.

Deutsche Erinnerungspolitik: Die große Heuchelei

Die Erinnerungskultur in diesem Land wird genau durch jene zerstört, die vorgeben, sie zu verteidigen: die politische Kaste der Scheinheiligen.

„Academic Boycott Konferenz“ in Berlin: Oder soll man es lassen?

Der Name ist Programm: Deutsche Universitäten sollen ihre Verbindungen nach Israel kappen, fordert ein Bündnis palästinasolidarischer Gruppen.

Bleiberecht für Je­si­den: Bis heute nicht sicher in ihrer Heimatregion

NRW will Je­si­d:in­nen dauerhaft Schutz bieten. In einer Anhörung bekräftigen Sachverständige das Anliegen. Im Irak seien sie nach wie vor verfolgt.

Êzî­d:in­nen in NRW: Zwischen Anerkennung und Abschiebung

Êzî­d:in­nen droht die Abschiebung – vor allem in Nordrhein-Westfalen. Dort fordern Abgeordnete jetzt ein Schutzprogramm für die Minderheit.

Historiker Jürgen Zimmerer über Genozide: „Es gibt keine Hierarchie des Leides“

Gaza, Sudan, Ukraine – die Gegenwart ist voller Kriege und Gewalt. Aber was davon ist Genozid? Der Historiker Jürgen Zimmerer über eine verzerrte Wahrnehmung.

Ronya Othmanns neues Buch: Die Absurdität des neuen Syriens

Mit „Rückkehr nach Syrien. Reise in ein ungewisses Land“ legt die Autorin Ronya Othmann einen ebenso persönlichen wie politischen Reisebericht vor.

US-Präsident droht Nigeria: Trump erwägt US-Militäreinsatz wegen „Tötung von Christen“

Wenn Nigeria Christen nicht besser schütze, werde er das US-Militär einsetzen, so Trump. Nigeria: Religionsfreiheit ist Teil unserer Identität.

Aufarbeitung der Verbrechen in Gaza: Wer verfolgt die Komplizen?

Europa und die USA sind für Menschenrechts­verletzungen in Gaza mitverantwortlich. Der Krieg ruft Assoziationen zu den Nürnberger Prozessen wach.

Genozid-Forscherin erhält höchste Ehrung: Die Lehren lehren

Tessa Hofmann hat zum Völkermord an den Ar­me­nie­r:in­nen geforscht. Nun bekommt sie für ihre Verdienste die höchste Auszeichnung der Bundesrepublik.

US-Präsident will Nobelpreis: Warum Trump nicht einmal Applaus verdient

Trump war für die Weiterführung Israels genozidalen Krieges verantwortlich und hat ihn beendet, als es opportun war. Ihn dafür zu loben, ist grotesk.

Deutsche Unterstützung für Israel: Über 100 Nahost-Experten fordern Kurswechsel

Die „Staatsraison“ dürfe nicht über dem Völkerrecht und dem Grundgesetz stehen. Auch ehemalige EU-Größen unterstützen den Ruf nach Sanktionen.

Israelische Gesellschaft: „Es macht mir Angst, wozu die Menschheit fähig ist“

Wie konnte die israelische Gesellschaft so sehr abstumpfen? Diese Frage bewegt unsere Autorin. Mit einer Freundin tauscht sie sich darüber aus. Ein Chatverlauf.

Untersuchung des Gaza-Kriegs: Spanien stellt die Genozid-Frage

Madrid ordnet eine Untersuchung von Israels Vorgehen im Gazastreifen an. Das funktioniert, weil unter den Opfern auch spanische Staatsbürger sind.

Israelischer Vorstoß in die Stadt Gaza: Wie lange will die Welt noch zusehen?

Trotz aller Warnungen schickt Israels Premier Benjamin Netanjahu die Armee nach Gaza-Stadt. Und nichts passiert, um den Genozid zu beenden.

Jahrestag des Genozids an den Jesiden: „Es geht um das Gefühl, wieder ganz zu sein“

Bis heute leben viele Jesiden als Binnengeflüchtete in Irakisch-Kurdistan. Für die Rückkehr fehlt Sicherheit, sagt Katharina Dönhoff vom Verein ‚Hand für Hand‘.

Krieg im Gazastreifen: Ist das ein Genozid?

Begeht Israel in Gaza einen Völkermord? Gerichte prüfen das – und Ju­ris­t:in­nen und His­to­ri­ke­r:in­nen streiten.

Amnesty-Chefin über Luftbrücke für Gaza: „Das ist reine Symbolpolitik“

Merz' Luftbrücke für Gaza könne die Hungersnot nicht stoppen. Julia Duchrow von Amnesty Deutschland fordert Sanktionen gegen Israels Regierung.

Israel-Flaggen an öffentlichen Gebäuden: Hängt die Fahnen ab

Linke und Grüne in Berlin fordern, zusätzlich zu israelischen auch palästinensische Flaggen zu hissen. Dabei sollte dort keine der beiden hängen.

Krieg im Gazastreifen: Israelische NGOs werfen Israel Genozid vor

Die Nichtregierungsorganisationen B'Tselem und Physicians for Human Rights Israel bezichtigen ihre eigene Regierung des Völkermords. Sie fordern Haltung von der internationalem Gemeinschaft.

Êzîdische Familie in Irak abgeschoben: Zurück ins Land des Verbrechens

2014 verübte der IS im Irak einen Genozid an den Êzîd*innen. Nun wurden erneut Überlebende abgeschoben – Minuten bevor eine Richterin dies verhindert hätte.

Abschiebung einer êzîdischen Familie: Deutschland, deine leeren Worte

Vor zwei Jahren forderten alle Fraktionen mehr Schutz für Êzî­d*in­nen. Jetzt werden sie abgeschoben, obwohl sie im Irak weiter bedroht sind.

Massaker an Drusen in Syrien: Gegen die Gewalt der Islamisten

In Berlin demonstrieren Hunderte gegen die Massaker an Drusen in Syrien. Auch in Deutschland wird die Minderheit von Islamisten bedroht.

Sanktionen gegen israelische Politiker: Slowenien als Vorreiter

Als erstes EU-Land sanktioniert Slowenien Itamar Ben-Gvir und Bezalel Smotrich. Den rechtsextremen Ministern werden „genozidale Aussagen“ vorgeworfen.

Gedenken an Srebrenica: Von langer Hand geplanter Krieg

Die Opfer sind 1995 vor, während und nach dem Genozid von der Welt allein gelassen worden. Exemplarisch für die Kriegsverbrechen ist die Republika Srpska.

Künstlerin Šejla Kamerić über Srebrenica: „Sich weigern, Opfer zu sein“

Auch 30 Jahre nach dem Genozid von Srebrenica sucht Šejla Kamerić nach Wahrheit. Wie ihre Kunst das kollektive Trauma aufarbeitet.

Annäherung von Armenien und Türkei?: Historischer Besuch mit marginalem Ergebnis

Armeniens Staatschef Paschinjan besucht seinen türkischen Amtskollegen Erdoğan. Er kommt als Bittsteller: Denn sein Land braucht dringend Konzessionen von dem übermächtigen Nachbarn.

Minoritäten in der Türkei: „Wer Völkermord sagt, wird verklagt“

In der Türkei hat die Verfolgung von Minoritäten historische Kontinuität. Nun geht es gegen Geflüchtete und Queere. Ein Überblick mit der Journalistin Çiçek Tahaoğlu.

Krieg im Gazastreifen: Mühevoller Gleichmut

Wem das palästinensische Leid egal ist, der kann nicht glaubwürdig gegen Rassismus sein. Eine Gewissensprüfung würde gerade der Linken gut anstehen.

Podcast zu Kriegsverbrechen: Wirksames Weltrechtsprinzip

Der Podcast „Amnestie Deutschland“ porträtiert Kriegsverbrecher, die Zuflucht in Deutschland suchen. Hier mitten unter uns? Ja, genau dort!

Sprechen über den Krieg in Gaza: Ein Renegat entdeckt das G-Wort

Hamed Abdel-Samad tat sich früher mit „islamkritischen“ Äußerungen hervor. Jetzt spricht er vom „Genozid“ in Gaza. Einstige Fans sind enttäuscht.

Krieg im Nahen Osten: Definitionsmacht eines Genozids

Die Völkermord-Anklage gegen Israel erlebt eine Renaissance. Dieser Vorwurf ist haltlos – eine Replik auf einen Text in der taz.

Diskussion um eine neue Oper in Hamburg: Opernprojekt auf kolonialem Grund

Statt einer Oper fordern Wis­sen­schaft­le­r:in­nen am Baakenhöft ein Dokumentationszentrum. Der Ort spielte für einen Genozid eine Schlüsselrolle.

Ortsbesuch am Tatort von einst: Grauen von damals in der Idylle am Wannsee

Am 20. Januar 2025 jährt sich zum 83. Mal die Wannsee-Konferenz. Dort planten die Nazis den Mord an Juden bis ins Detail.

Geflüchtete Jesidin anonym in Köln: Leben wie auf Pause gestellt

Die Jesidin Zilan floh aus dem Irak nach Deutschland. Ihr droht Abschiebung, doch mithilfe von „Bürger:innenasyl“ kommt sie anonym in einer WG unter.

Völkermord in Sudan: Der namenlose Genozid

Die USA erkennen den Bürgerkrieg in Sudan als das an, was er ist: Völkermord. Aber das kommt viel zu spät.

Dänemark, Grönland und Färöer: Eisbär und Widder als Politikum

Dänemarks König stellt ein neues Wappen vor und unterstreicht damit den Anspruch auf Grönland und die Färöer-Inseln. Auch Trump äußert Begehrlichkeiten.

Historiker Traverso über den 7. Oktober: „Ich bin von Deutschland sehr enttäuscht“

Das Massaker der Hamas am 7. Oktober als Pogrom zu bezeichnen, ist falsch, meint der Historiker Enzo Traverso. Ein Gespräch über Krieg und Erinnerung.

Amnesty-Bericht zum Gazakrieg: Die deutsche Mitschuld

Israel begeht einen Völkermord in Gaza – zu diesem Urteil kommt ein neuer Bericht von Amnesty. Da stellt sich die Frage: Ist Deutschland mitschuldig am Völkermord?

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