taz.de -- Konzentrationslager
Gedenkstätten in Sachsen-Anhalt: Ins Blaue hinein
NS-Gedenkstätten sorgen sich vor einer AfD-Regierung. Sie fürchten, dass ihnen die Mittel gekürzt werden. Ein Besuch in der ehemaligen Tötungsanstalt Bernburg.
Gedenkstättenpflicht in Hamburg: Verordneter Antifaschismus
Der Besuch von NS-Gedenkstätten soll für Hamburger Schüler:innen künftig verpflichtend werden. Debatten dieser Art sind alt, aber keinswegs gelöst.
Frauen im KZ Ravensbrück: Widerstand auf allen Ebenen
Die Gedenkstätte Deutscher Widerstand zeigt eine neue Ausstellung. Zu sehen sind Frauen, die im KZ Ravensbrück inhaftiert waren, sich den Nazis aber nicht beugten.
Buch über Träume von Schoah-Überlebenden: Das Unsagbare mitteilen
Die Literaturwissenschaftlerin Christiane Solte-Gresser analysiert Traumerzählungen von Schoah-Überlebenden und erkundet ihr heilendes Potenzial.
Sammelband „Verleugnete Verfolgte“: Verdrängt, vergessen und verleugnet
Der Sammelband „Verleugnete Verfolgte“ erinnert an NS-Opfer, die als „asozial“ und „Berufsverbrecher“ diffamiert wurden und bis heute vergessen werden.
Studie über Gestapo Bremen: „ Die Bereitschaft zur Denunziation war generell groß“
Die Gestapo rekrutierte in Bremen Personal und Zuträger*innen aus der Mitte der Gesellschaft. Wie sie funktionierte, hat Anna Leinen erforscht.
Kreisparteitag in Südniedersachsen: AfD will neben KZ-Gedenkstätte tagen
Direkt neben der KZ-Gedenkstätte Moringen will die AfD einen Parteitag abhalten. Die Lagergemeinschaft protestiert, eine Demo und ein Fest sind angemeldet.
Historiker über NS-Todesmärsche: „Eins der größten Verbrechen der NS-Endphase“
Anfang 1945 wurden KZ-Häftlinge auf „Todesmärsche“ gezwungen. In Schleswig-Holstein führten sie zur „Cap Arcona“, die durch britische Bomber sank.
Erinnerung an NS-Opfer: Wo Hape Kerkeling mal ganz ernst wird
Der Komiker erinnerte an die Befreiung des KZ Buchenwald vor 81 Jahren. Die Gruppe „Kufiya in Buchenwald“ instrumentalisierte den Ort für ihre Ziele.
Berichterstattung über Holocaust: Welchen Horror wir erwarten
Die bekannten Bilder des Holocaust strukturieren unser Erinnern. Doch was passiert, wenn Gewalt nur noch dort erkannt wird, wo wir sie erwarten?
Neuer taz-Podcast: Feiern am Ort des Verbrechens
In Leipzig vermietet ein Prinz ein ehemaliges KZ-Außenlager an rechte Bikerclubs. Wie kann das sein? Und: Würdest du deinen Standort permanent teilen?
KZ-Relikte in der JVA Lingen: Denkmalschutz schützt vor Verfall nicht
An vier Baracken des einstigen NS-Emslandlagers XI Groß Hesepe nagt der Zahn der Zeit. Erhalten wollen sie viele. Geschehen ist wenig.
Gedenk-Bloggerin über NS-Täterschaft: „Leute ab 35 fühlen sich beim Thema Wehrmacht angegriffen“
Susanne Siegert spricht auf Insta und Tiktok über NS-Geschichte. Sie fordert, zur eigenen Familie und Tatorten in der Nachbarschaft zu recherchieren.
Wiedergefundener Roman über die NS-Zeit: Mopsas unbedingte Schwere
19 Jahre lang hat Dorothea Sternheim an ihrem Roman über die NS-Zeit gearbeitet. 70 Jahre nach Vollendung ist „Im Zeichen der Spinne“ nun erschienen.
Historiker über NS-Täter nach der Tat: „Sie hatten klare Exit-Strategien“
Sich noch schnell reinwaschen: Der Historiker David Reinicke untersucht, wie sich NS-Täter für die Nachkriegsprozesse vorbereiteten.
Verlag publiziert Mopsa Sternheim-Roman: Widerstandskämpferin, Lebensretterin, Autorin
„Tochter von“, „Geliebte von“– oft fand Widerstandskämpferin Mopsa Sternheim (1905-1954) eher als Attribut Anderer Beachtung. Nun endlich als Autorin.
Forschung zu KZ-Gedenkstätte: Aus Ellrich gab es kein Entrinnen
Jahrzehntelang war das KZ Ellrich-Juliushütte zwischen Niedersachsen und Thüringen fast vergessen. Jetzt wird seine Geschichte erforscht.
Comic über bombardierte KZ-Überlebende: Die Bucht und die Gespenster
Thema „Cap Arcona“: In seinem ersten Comic beschäftigt sich Marius Schmidt mit der Versenkung des Schiffes, die Opfer – und den Versuch zu verdrängen.
Förderung von NS-Gedenkstätten: Zu kurz bedacht
Für Gedenkorte zur Aufarbeitung von NS-Diktatur und SED-Regime fehlt Sachsen das Geld im Haushalt. Der KZ-Gedenkstätte Sachsenburg droht ein Baustopp.
Verpflichtende KZ-Besuche in der Schule: Erinnern geht nur inklusiv
Karin Priens Vorstoß für mehr NS-Bildung an Schulen ist ein richtiger Impuls. Einen wichtigen Aspekt lässt sie dabei allerdings völlig außer Acht.
Brief einer KZ-Überlebenden: An der Erinnerung unheilbar erkrankt
Bela Winkens überlebte als Kleinkind das KZ Theresienstadt. In einem Brief an ihre Mutter berichtet sie von Schmerz und Trauma in ihrem Leben.
Roman von Jorge Semprún als Theaterstück: „Ich musste wählen, ein anderer zu sein“
Das Berliner Maxim Gorki Theater zeigt „Schreiben oder Leben“. Jorge Semprún verarbeitete in dem Roman Erinnerungen an seine Zeit im KZ Buchenwald.
KZ-Sekretärin Irmgard Furchner gestorben: Die Berichte über betagte Nazis sind oft zu versöhnlich
Über manche Tote muss man etwas Schlechtes sagen, denn ihre Reue ist oft nicht recht glaubhaft.
Verfolgung von Naziverbrechen: Frühere KZ-Sekretärin Irmgard F. ist tot
Als 96-Jährige kam Irmgard F. wegen Beihilfe zum Massenmord im KZ Stutthof vor Gericht. Das Urteil gegen sie war vergangenes Jahr rechtskräftig geworden.
Zwangsprostitution im NS: „B-Baracke“ gleich Bordell
Ein vergessenes Kapitel der NS-Geschichte: Die staatlich organisierte Zwangsprostitution. Die Kunstschau „Missing Female Stories“ in Berlin widmet sich dem Thema.
Historikerin über Schwarze in Neuengamme: „Viele Schwarze Häftlinge kamen aus dem Widerstand“
Die Historikerin Gisela Ewe führt einen Rundgang im ehemaligen KZ Neuengamme. Dabei geht es um die besonderen Schicksale Schwarzer Gefangener.
Antifaschistiche Bildung in Hamburg: Jeder Schüler soll Gedenkstätten besuchen
Hamburgs Schulsenatorin kündigt verpflichtende Besuche in KZ-Gedenkstätten an. Die Bildungspläne sehen das längst vor. Ausnahmen sollen möglich sein.
80 Jahre Auschwitz-Befreiung: Neuer Name, neues Leben
In seiner Gedenkstunde für die NS-Opfer blickt der Bundestag auf die Ukraine. Historikerin Ayelet Eva Herbst recherchiert zu Juden, die sich wehrten.
Britische Internierungslager auf Zypern: Nur frei waren sie noch lange nicht
Die Briten internierten nach dem Zweiten Weltkrieg Zehntausende Jüdinnen und Juden auf Zypern, in Lagern hinter Stacheldraht. Was ist davon geblieben?
NS-Widerstandsroman „Die Prüfung“: Eine notwendige Qual
Wiedergelesen: Anfang 1935 erschien Willi Bredels „Die Prüfung“. Der Roman handelt vom Alltag im KZ Fuhlsbüttel – der Autor wusste, wovon er schrieb.
NS-Gerichtsprozesse: Ein Leben für etwas Gerechtigkeit
Rechtsanwalt Thomas Walther hat viele alte Nazi-Verbrecher vor Gericht gebracht. Eine Bilanz der NS-Prozesse der vergangenen Jahre.
Forscherin über seltenen Fund aus KZ: „Es wurden verbotene politische Lieder gesungen“
Die Musikwissenschaftlerin Christine Oeser hat erstmals Liedsammlungen aus dem KZ Buchenwald untersucht. Das waren oft aufwendige Hefte.
300. Mahnwache für Hamburger Gedenkort: Ein Märchenschloss am einstigen Ort der Folter
Das Stuttgarter Hotel Silber, einst NS-Hauptquartier, ist heute Gedenkort. Hamburgs Stadthaus hingegen soll etwas werden, was es nie war.
Sozialwissenschaftler über NS-Zeit: „Es reichte, drei Mal beim Klauen erwischt zu werden“
Das Stigma der „Asozialen“ und „Berufsverbrecher“ aus der NS-Zeit überdauerte bis heute. Der Sozialwissenschaftler Frank Nonnenmacher kämpft dagegen.
Neue Ausstellung zu KZ-Häftlingen: Späte Würdigung für NS-Opfer
Eine Ausstellung beschäftigt sich mit KZ-Häftlingen, die als „Verbrecher“ oder „Asoziale“ eingesperrt wurden. Viele wurden später weiter drangsaliert.
Ausstellung im KZ Ebensee: Damit nichts den Boden berührt
In einem Bergstollen, unweit von Bad Ischl, betrieben die Nazis das KZ Ebensee. Die Künstlerin Chiharu Shiota ruft die Abgründe des Ortes wach.
Gedenkstättenleiter von Buchenwald: Einen bedrohen, alle einschüchtern
Wer sich für die Demokratie engagiert, riskiert, von Nazis angefeindet zu werden. Nicht alle können danach auf Unterstützung aus der Politik zählen.
Neuer Erinnerungsort in Berlin: Weiche in die Vernichtung
Durch den Möckernkiez führten Gleise in das Konzentrationslager Theresienstadt. Eingeweiht hat dort nun eine Anwohnerinitative ein Mahnmal
Späte Rückgabe: Die Taschenuhr aus dem KZ
Mehr als 80 Jahre nach dem Diebstahl durch die SS erhält die Enkelin eines griechischen KZ-Insassen das Eigentum ihres Großvaters zurück.
Streit um KZ-Gedenkveranstaltung: Überlebende bleiben fern
Jedes Jahr gibt es eine Veranstaltung zum Gedenken an die Befreiung des KZ Bergen-Belsen. Eine Überlebenden-Organisation fühlt sich nun übergangen.
Gedenkstätten-Leiterin über Claudia Roth: „Man muss behutsam vorgehen“
Elke Gryglewski, Leiterin einer KZ-Gedenkstätte, kritisiert Claudia Roths Ideen zur Erinnerungspolitik. Deren Paradigmenwechsel sei kontraproduktiv.
Erfahrungen deutscher Juden in NS-Zeit: Verraten, verschleppt, verloren
Deportation von deutschen Jüd*innen: Die Historikerin Andrea Löw hat eine eindrucksvolle historische Zusammenstellung vorgelegt.
Nachruf auf Shoah-Überlebende Sara Rus: Verfolgt von zwei Diktaturen
Die Nazis steckten die Jüdin Sara Rus ins KZ, die argentinischen Militärs ließen ihren Sohn verschwinden. Jetzt ist Sara Rus mit 96 Jahren gestorben.
Graphic Novel über Boris Pahor-Roman: Schattenrisse aus dem KZ
Jurij Devetak hat aus Boris Pahors Roman „Nekropolis“ eine Graphic Novel gestaltet. Es geht um den Alltag eines Freiheitskämpfers unter den Nazis.
Folgen der Hamas-Barbarei: Wieso ich mich wieder als Jude fühle
Ivan Ivanji überlebte die KZs. Er stand immer auf der Seite der Palästinenser – bis zum letzten Samstag. Jetzt kann er nicht mehr ruhig bleiben.
Homosexuelle NS-Opfer: Endlich nicht mehr schweigen
Die Ausstellung „Homosexuelle Männer im KZ-Komplex Ravensbrück“ holt unterdrückte Geschichten ans Licht. Den Familien waren sie oft peinlich.
Der Fall Aiwanger: Was neuerdings wieder sagbar ist
Der öffentliche Diskurs verschiebt sich nach rechts. Gedenkstätten kritisieren einen „erinnerungspolitischen Scherbenhaufen“.
Archäologie der NS-Lager: Das verborgene KZ
In Niederbayern erinnert ein Mahnmal an ein KZ-Außenlager. Aber wo war dieses Lager? Archäologen haben die Geschichte wieder ans Tageslicht gebracht.
Skulptur für KZ-Überlebenden: Ein Mahner auch nach dem Tod
In Chemnitz soll eine Skulptur von Justin Sonder errichtet werden. Der ehemalige KZ-Häftling leistete sein ganzes Leben lang Erinnerungsarbeit.
ARD-Doku über Familie im Gestapo-Archiv: Der Fall Schuster
Der BR stößt auf NS-Akten über die Familie des Zentralratspräsidenten der Juden. Er selbst hat diese nie gesehen, nun beginnt die Spurensuche.