taz.de -- Übernahme von Eigenanteilen: Pflegekosten für Kommunen um 33 Prozent gestiegen
Wenn Heimbewohner und Angehörige Eigenanteile nicht mehr bezahlen können, übernehmen die Kommunen die Kosten. Dadurch verschärft sich die Finanznot weiter.
Bild: Pflege wird teuerer, aber wieviel kommt bei den Arbeitenden und Pflegenden davon an?
epd | Die von den [1][Kommunen gezahlte „Hilfe zur Pflege“] ist einem Zeitungsbericht zufolge innerhalb von zwei Jahren um ein Drittel gestiegen. Wie der Hauptgeschäftsführer des Städte- und Gemeindebunds, André Berghegger, der Augsburger Allgemeinen (Dienstag) sagte, seien diese Kosten bundesweit von 4,5 Milliarden Euro im Jahr 2023 auf 6 Milliarden im vergangenen Jahr gewachsen – ein Plus um 33 Prozent.
Die Sozialämter zahlen die „Hilfe zur Pflege“ laut dem Bericht, [2][wenn Heimbewohner] und Angehörige Eigenanteile nicht mehr bezahlen können. Berghegger sagte der Zeitung, dieser Posten gehöre zu den am stärksten wachsenden Sozialausgaben der Kommunen und [3][verschärften vielerorts die Finanznot] von Städten sowie Gemeinden.
Der kommunale Spitzenverband plädierte für einen „Sockel-Spitze-Tausch“: Berghegger forderte, „dass zukünftig alle Pflegebedürftigen einen fixen Eigenanteil zahlen und die darüber hinausgehenden Kosten dann von der Pflegekasse übernommen werden“.
15 Sep 2026
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