taz.de -- Nach dem Erdbeben in Kolumbien: Wiederaufbau, Kritik am Staat und mittendrin Shakira

Nach dem Erdbeben in Kolumbien geht es an den Wiederaufbau und die Regierung steht unter Druck. Wie reagiert die Bevölkerung und warum helfen Promis?

Bild:

Vor rund einer Woche erschütterte Kolumbien ein starkes Erdbeben. Mit einer Stärke von 7,4 war es wohl das schwerste registrierte Erdbeben dieses Jahrzehnts. Rund 300 Menschen sind tot, Tausende sind verletzt und etliche Menschen werden noch vermisst. Schätzungen zufolge werden mehr als 8 Milliarden Euro benötigt für den Wiederaufbau von zerstörten Wohnungen, Häusern und Infrastruktur. Unsere Korrespondentin Katharina Wojzcenko, die in Kolumbien lebt, [1][hat sich in kürzester Zeit auf den Weg gemacht], um für die taz über die Katastrophe zu berichten.

Wie bereitet man sich auf einen solchen Einsatz vor in einem Krisengebiet, in dem in einer solchen Lage eigentlich gar nichts vorhersehbar ist. Und wie geht es jetzt weiter, da das Erdbeben und dessen Folgen in den hiesigen Medien fast wieder aus den Schlagzeilen verschwunden sind?

[2][Was tut die Regierung?] Der ultrarechte Präsident Abelardo de la Espriella ist noch gar nicht lange im Amt, hat wenig bis gar keine politische Erfahrung – und dann kommt das Erdbeben. Die Katastrophe ist für die neue Regierung ein erster ultimativer politischer Test. Doch die Kritik am Präsidenten und der Regierung wächst, vor allem, da es bisher vor allem symbolische Gesten als Unterstützung gab. Also kommt ausreichend Hilfe, wenn sogar Popstar Shakira, die selbst aus Kolumbien kommt, anreist und beim Wiederaufbau von Schulen helfen will?

Darüber spricht Tanja Tricarico aus dem Auslandsressort der taz mit Kolumbien-Korrespondentin Katharina Wojczenko.

Diese Folge der Fernverbindung wurde am 19. August um 14 Uhr MEZ aufgezeichnet.

[3][Fernverbindung] – Der Auslands-Podcast der taz erscheint jede Woche auf taz.de und überall, wo es Podcasts gibt.

20 Aug 2026

[1] /Erdbeben-in-Kolumbien/!6204023

[2] /Nach-dem-Erdbeben-in-Kolumbien/!6205484

[3] https://taz.de/!s=Fernverbindung/

AUTOREN

Tanja Tricarico

Katharina Wojczenko

TAGS

Podcast „Fernverbindung“

Kolumbien

Erdbeben

Abelardo de la Espriella

Katastrophe

Podcast

Social-Auswahl

ARTIKEL ZUM THEMA

Medien in Kolumbien: Verklagen, bedrohen, überfahren

Seit Präsident de la Espriella im Amt ist, ist das Klima für unabhängige Medien in Kolumbien gefährlich geworden. Und es könnte schlimmer werden.

Kürzungen bei Kolumbiens Friedensjustiz: Rotstift trifft auf Aufarbeitung

Die JEP klärt Verbrechen aus Kolumbiens bewaffnetem Konflikt auf. Nun drohen Budgetkürzungen und neue Kontrollen ihrer Urteile.

Kolumbien liberalisiert Waffenrecht: Der bewaffnete „Gute“ und die Sorge vor mehr Selbstjustiz

Der ultrarechte Präsident Kolumbiens de la Espriella lockert das Waffenrecht. Die Rechte im Parlament feiert, die Opposition kündigt Klagen an.

Siedlergewalt im Westjordanland: Vorbei an Checkpoints und ständig unter Druck

Täglich greifen extremistische Siedler palästinensische Dörfer an. taz-Korrespondentin Serena Bilanceri spricht über ihre Arbeit im Westjordanland.

Für Fracking, gegen Mi­gran­t*in­nen: Wie der rechte Präsident de la Espriella Kolumbien umbaut

In nur zwei Wochen Amtszeit setzt der neue Hardliner in Bogotá tiefgreifende Veränderungen durch. Wegen des schweren Erdbebens bleiben sie fast unbemerkt.

Klima-Krach bei Schwarz-rot: Hat die SPD ihr Klimagewissen wieder entdeckt?

SPD-Minister*innen haben ein Hitze-Aktionsprogramm erarbeitet. Keine Klimasteuer für Superreiche. Die Landwirtschaft steckt in der Klimakrise.

Migration nach Europa: Wer steckt hinter der Ceuta-Krise?

Von Marokko aus passierten 72.000 Menschen die Grenze zu der spanischen Exklave. Wurden sie manipuliert, um Spaniens Premier Sánchez unter Druck zu setzen?

Zentralafrika: Warum die DR Kongo Ebola nicht in den Griff bekommt

Das Ebolavirus wütet derzeit heftig in der DR Kongo. Die Behörden versagen, das Virus ist außer Kontrolle. Wie konnte es dazu kommen?

Queeres Leben in Senegal: Zehn Jahre Haft auf Homosexualität

Die senegalesische Regierung verschärft Strafen wegen Homosexualität. Das neue Strafmaß: bis zu zehn Jahre Haft. Wie kann queeres Leben das überstehen?

Proxied content from gemini://taz.de/%216205791 (external content)

Gemini request details:

Original URL
gemini://taz.de/%216205791
Status code
Success
Meta
text/gemini;lang=de
Proxied by
kineto

Be advised that no attempt was made to verify the remote SSL certificate.