taz.de -- Nach der Bluttat mit sechs Toten: Verdächtiger von Stade begeht Suizid

Der Tod von sechs Menschen in einer Mutter-Kind-Einrichtung – mutmaßlich durch einen Vater – sorgte bundesweit für Erschütterung. Jetzt ist der Verdächtige tot.

Bild: Blumen und Kerzen liegen nahe einem Gebäude der Jugendeinrichtung, wo mehrere Menschen durch Schüsse geötet wurden

afp | Der [1][Verdächtige der Bluttat mit sechs Toten] in einer Jugendhilfeeinrichtung in Stade ist tot. Wie das niedersächsische Justizministerium am Dienstag in Hannover mitteilte, beging der Mann im Gefängnis Suizid. Hinweise auf ein Fremdverschulden gab es demnach nicht.

Ein Mitarbeiter der Justizvollzugsanstalt entdeckte den Mann den Angaben zufolge am Dienstag gegen 06.05 Uhr bei einer Routinekontrolle in seiner Einzelzelle. Er habe bereits keine Körpertemperatur mehr aufgewiesen, erklärte das Ministerium. Ein Notarzt habe dann um 06.29 Uhr den Tod des Manns festgestellt. Ermittlungen zu den konkreten Todesumständen seien eingeleitet worden.

Der 45-Jährige soll vor drei Wochen in einer Jugendhilfeeinrichtung in Stade während eines sogenannten Hilfeplangesprächs sechs [2][Beschäftigte der Einrichtung und des Jugendamts erschossen] haben. Hintergrund der Tat war nach Ermittlererkenntnissen [3][mutmaßlich ein Sorgerechtsstreit].

In der Einrichtung waren demnach die drei Monate alte Tochter des Verdächtigen sowie die 34-jährige Kindsmutter untergebracht. Der Mann wurde kurz nach der Tat auf der Flucht festgenommen und befand sich seitdem in Untersuchungshaft.

Haben Sie suizidale Gedanken? Dann sollten Sie sich unverzüglich ärztliche und psychotherapeutische Hilfe holen. Bitte wenden Sie sich an die nächste psychiatrische Klinik oder rufen Sie in aktuen Fällen den Notruf an unter 112. Eine Liste mit weiteren Angeboten finden Sie unter [4][taz.de/suizidgedanken].

21 Jul 2026

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