taz.de -- Feuer in Spanien: Waldbrand tötet mindestens 11 Menschen

Feuerwehr und Rettungsdienste kämpfen gegen einen riesigen Waldbrand in Andalusien. Das Ausmaß der Tragödie wird erst nach und nach sichtbar.

Bild: Der Waldbrand bei Almería gilt als der bislang schwerste in Andalusien – es gibt zahlreiche Tote und Verletzte

dpa | Bei einem großen Waldbrand im Süden Spaniens sind mindestens elf Menschen ums Leben gekommen. Das teilte der Notdienst der Region Andalusien in der Nacht auf der Plattform X mit. Allerdings kenne man die genaue Zahl der Toten nicht – es sei ein Feuer [1][bislang nie da gewesenen Ausmaßes], sagte der Bürgermeister der betroffenen Gemeinde Los Gallardos, Francisco Miguel Reyes, im Staatsfernsehen RTVE. Einige der Opfer seien in ihren Fahrzeugen von den Flammen eingeschlossen worden und verbrannt. Etwa zehn Menschen wurden RTVE zufolge verletzt und einige von ihnen in Krankenhäuser gebracht. Der Brand erreichte auch Straßen: So musste laut RTVE ein Abschnitt der Autobahn 7 gesperrt werden.

„Andalusien trauert“

Auf Fernsehbildern war zu erahnen, wie gewaltig das Feuer in der Provinz Almería sein muss: Über der waldreichen Gegend zeichneten sich die orangefarbenen Flammen in großer Breite ab. Der Brand war am Nachmittag in der im Küstenhinterland nordöstlich von Almería gelegenen Gemeinde ausgebrochen, wie die Regionalregierung mitteilte.

Der regionale Gesundheitsminister Antonio Sanz sprach von einer „beispiellosen Tragödie“ – es sei der Waldbrand „mit den bislang schwersten Folgen“ in Andalusien. „Der Schmerz ist unermesslich. Andalusien trauert, und unser Herz ist bei Almería und allen Betroffenen.“ Auch Bürgermeister Reyes sprach von einer „großen Traurigkeit“.

Auch der spanische Ministerpräsident Pedro Sánchez brachte auf der Plattform X seine „große Trauer und Bestürzung angesichts der schrecklichen Folgen des Brandes“ zum Ausdruck.

Mehr als 1.000 Menschen mehrerer Ortschaften [2][wurden evakuiert] und in Notzelte in benachbarten Orten wie Mojácar gebracht. Auch ein Campingplatz, der bislang von den Flammen verschont blieb, wurde vorsorglich geräumt. 400 teils ältere Menschen seien mit Hilfe des Rettungsdienstes an sichere Orte gebracht worden.

Etwa 150 Feuerwehrleute in der Nacht im Einsatz

Nach Informationen von RTVE haben etwa 150 Feuerwehrleute die ganze Nacht über gegen die Flammen gekämpft. Der Wind habe mittlerweile nachgelassen, was die Löscharbeiten nun begünstigten müsste, hieß es in den Nachrichten am Freitagmorgen.

In Spanien wütet derzeit [3][eine ganze Reihe von Waldbränden]. Seit Jahresbeginn haben dort großflächige Feuer bereits mehr als 50.000 Hektar Land zerstört, wie Daten des Waldbrand-Informationssystems der Europäischen Kommission (Effis) zeigen.

10 Jul 2026

[1] /Extreme-Waldbraende/!6104859

[2] /Greenpeace-Expertin-ueber-Kuestenschutz/!6174534

[3] /Buschfeuer-in-Spanien/!6179252

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