taz.de -- Hitze-Alkoholverbot in Paris: Wasser ohne Pernod

Die Kliniken in Frankreichs Hauptstadt sind am Limit. Mit einem Alkoholverbot im öffentlichen Raum will die Polizei die Rettungsdienste entlasten.

Bild: Damals noch mit Bier: „Fête de la Musique“ in Paris, 2018

dpa | Angesichts der [1][extremen Hitzewelle] hat die Pariser Polizeipräfektur vorübergehend ein weitreichendes Alkoholverbot in der französischen Hauptstadt erlassen.

Von Freitag bis zum Sonntagmorgen ist der Verkauf von Alkohol verboten und der Konsum von Alkohol im öffentlichen Raum untersagt, wie die Präfektur mitteilte. Von dem Verbot ausgenommen sind allerdings Restaurants und Gaststätten.

Die Kliniken im Großraum Paris seien wegen der Hitzewelle bereits voll ausgelastet und ständig würden neue Patienten eingeliefert, begründete Polizeipräfekt Patrice Faure die Einschränkungen. Es gehe darum, Kliniken und Rettungsdienste von zusätzlichen alkoholbedingten Einsätzen zu entlasten. Für die [2][Kliniken in Frankreic]h wurde bereits der höchste Krisenmodus ausgerufen.

Angesichts der Hitze von bis zu 41 Grad in der Hauptstadt rieten Ärzte ohnehin von jeglichem Alkoholkonsum ab, der die Gefahr eines Hitzschlages erhöhe, sagte der Polizeichef.

Heiße Nächte

Bereits während der Fête de la Musique am vergangenen Sonntag habe ein Alkoholverbot in Paris geholfen, Ausschreitungen und Notfälle stark einzudämmen.

Nach etlichen Tagen mit sehr hohen Temperaturen ist es in den Straßen der französischen Hauptstadt glutheiß. Auch nachts kühlt es in den Wohnungen inzwischen [3][kaum noch ab.]

26 Jun 2026

[1] /Hitzewelle-in-Frankreich/!6190264

[2] https://www.aerzteblatt.de/news/frankreich-versetzt-kliniken-wegen-hitze-in-krisenmodus-a2d659e4-65f4-4962-aaa9-c1b2a0744b96

[3] /Heisse-Tage-und-Tropennaechte/!6188804

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