taz.de -- Die Wahrheit: Sommerwetterverhältnisse
Aus meteorologischen Gründen ist diesmal Mittwoch Gedichtetag auf der Wahrheit: Die geneigte Leserschaft darf sich erquicken an einem heißen Planeten.
Bild:
Die Sonne „scheint“? Das scheint nur so.
Sie ballert, brät, brennt lichterloh,
brüht, brüllt und brutzelt, permanent,
knallt, klotzt und kracht vom Firmament,
von Sonnenauf- bis -untergang,
tage-, wochen-, monatlang,
heißt: Hitze bis zum Herbst hinein,
immer nur die, ihr grelles Sein.
Kein Tag verhangen, wolkig, grau,
stets gleißt es, siedet, sengt wie Sau.
Bis Dunkel wird, dann sticht sie nicht.
Erschöpft verdämmert das Gedicht.
24 Jun 2026
AUTOREN
Thomas Schaefer
Satire
Gedicht
Sonne
Reden wir darüber
Schwerpunkt Klimawandel
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