taz.de -- Historische Hitzewelle durch Klimawandel: Schwitzen in den USA

Die Hitzewelle im Westen der Vereinigten Staaten zieht weiter nach Osten. Der Wärmerekord ist eine Folge des Klimawandels, so eine Forschungsgruppe.

Bild: Hitzewellen gefährden Menschen und erhöhen das Risiko für Waldbrände

afp | Hochsommertemperaturen mitten im März: Die historisch frühe Hitzewelle im Westen der USA ist weiter in Richtung Osten gezogen. Dutzende Bundesstaaten [1][von Kalifornien] bis zum zentraler gelegenen Colorado verzeichneten am Samstag laut dem Nationalen Wetterdienst NWS nie dagewesene Rekordwerte für den Monat März. Bis zu 35 Grad Celsius wurden laut Wetterexperten zudem in Missouri, Nebraska und Kansas verzeichnet – Bundesstaaten im Mittleren Westen, in denen wenige Tage zuvor teils noch Minusgrade herrschten. Für einige Regionen gab der Wetterdienst eine Hitzewarnung aus.

Mit einer Temperatur von 33,3 Grad wurde am Samstag unter anderem in Kansas City in Missouri und der Kleinstadt North Platte in Nebraska ein neuer Temperaturrekord für März aufgestellt. In der Hauptstadt von Kansas, Topeka, wurden 35 Grad gemessen – ein Rekordwert für März. Wyomings Hauptstadt Cheyenne verzeichnete erstmals im März Temperaturen von 28,3 Grad.

In der Stadt Chanute in Kansas stiegen die Temperaturen binnen vier Tagen nach einem Rekordtief von Minus 10,5 Grad auf einen Höchstwert von 32,8 Grad. Auch in anderen US-Städten wurden am Samstag Rekordtemperaturen verzeichnet, darunter Denver mit 30 Grad, Grand Island in Nebraska sowie Midland in Texas mit jeweils 37 Grad.

Am Freitag war zunächst der Westen der USA von der Rekord-Hitzewelle heimgesucht worden. In der Wüstenregion nahe der Grenze zwischen Kalifornien und Arizona wurden Extremtemperaturen von 44,4 Grad gemessen.

Erhöhte Waldbrandgefahr

Der Nationale Wetterdienst gab am Samstag für diese Gebiete eine Hitzewarnung heraus. In den US-Bundesstaaten Nebraska, Kansas und Oklahoma wurde zudem [2][vor einer erhöhten Waldbrandgefahr] gewarnt.

Laut Experten ist die Rekordhitze mit ziemlicher Sicherheit eine Folge des vom Menschen verursachten Klimawandels. „Eine solche Hitzewelle zu dieser Jahreszeit wäre in einer Welt ohne [3][den vom Menschen verursachten Klimawandel] praktisch unmöglich“, erklärte die internationale Forschungsgruppe World Weather Attribution (WWA) in einem Bericht. Trotz allgemein steigender Temperaturen sei mit einer solchen Hitze „nur etwa alle 500 Jahre“ zu rechnen.

22 Mar 2026

[1] /Studien-zu-Extremwetter-und-Waldbraenden/!6062333

[2] /Studie-zu-Folgen-des-Klimawandels/!6156434

[3] /Schwerpunkt-Klimawandel/!t5008262

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