taz.de -- Blockaden gegen die „Merz-Mafia“: Neue Generation mit neuer Protestwelle

Die Neue Generation hat am Montagmorgen kurzzeitig die A 100 in Berlin blockiert. Die Aktion soll der Auftakt sein zu bundesweiten Protesten.

Bild: Kleiner Protest, große Wirkung

Die Straßenblockaden sind zurück. Am Montagmorgen hat die [1][Neue Generation], eine Nachfolgegruppe der Letzten Generation, für eine Sperrung des neuen [2][A 100-Abschnitts zwischen Treptower Park und dem Autobahndreieck Neukölln] gesorgt. Weil sich ein Aktivist auf eine Schilderbrücke nahe der Hatun-Sürücü-Brücke begeben hatte, musste die Autobahn für eine Dreiviertelstunde beidseitig gesperrt werden.

Laut einem Sprecher der Berliner Polizei waren Einsatzkräfte gegen 8 Uhr alarmiert worden, weil sich mehrere Personen am Rand der Autobahn aufhielten, um diese zu blockieren. Mit dem Eintreffen der Einsatzkräfte seien die meisten von ihnen geflüchtet, zurück blieben ein Mann und eine Frau. Weil der Mann auf die Brücke mit Verkehrszeichen kletterte, wurde die Autobahn gesperrt. Höhenretter holten den Aktivisten anschließend von der Brücke.

Die Polizei stellte die Identitäten der beiden Personen fest und verhängte Platzverweise. Ermittelt werde wegen des Verdachts des Eingriffs in den Straßenverkehr. Weiterhin seien Einsatzkräfte im Einsatz, die weitere Aktionen im Verlauf des Tages verhindern sollen.

Bundesweite Aktion

Die Neue Generation sprach von einer bundesweiten Aktion und weiteren Blockaden in Halle (Saale), Leipzig, München, Kassel, Potsdam und auf der Nordseeinsel Pellworm. Jeweils seien dabei Banner mit der Aufschrift „Wir rasen in den Faschismus – #MerzMafia“ zum Einsatz gekommen. Die Kampagne setze sich für ein „Update“ der Demokratie ein. Mit sogenannten [3][Parlamenten der Menschen] will die Gruppe ausgeloste Bürger:innenräte etablieren.

In einer Mitteilung der Gruppe heißt es: „Für die Allianz aus Rechten und Milliardären sowie die Aushöhlung zivilgesellschaftlicher Errungenschaften steht wie kein Zweiter Friedrich ‚Blackrock‘ Merz mit seiner CDU-Politik.“ Kritisiert werden die Weigerung, Steuern von Überreichen zu erheben, während gleichzeitig im Sozialen gekürzt und die Klimakrise verschärft werde.

Für Mitte April hat die Neue Generation drei „Revolution Days“ angekündigt, in deren Rahmen das dritte „Parlament der Menschen“ zusammentreten soll. Die Aktionen am Montag seien als „Auftaktprotest“ zu begreifen.

23 Feb 2026

[1] /Neue-Generation/!t5833405

[2] /Berlins-neuste-A100-Verlaengerung/!6106177

[3] /Neuausrichtung-des-Aktivismus/!6091019

AUTOREN

Timm Kühn

Erik Peter

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