taz.de -- Münchner Sicherheitskonferenz: Bis zu 5.000 Beamte im Einsatz

Ein Polizei-Großaufgebot soll bei der Münchner Sicherheitskonferenz für Sicherheit sorgen. Neben prominenten Gästen werden auch Demonstrationen erwartet.

Bild: Ein Plakat des Rüstungsunternehmens Helsing hängt in der Nähe des Hotels „Bayerischer Hof“ an einer Hauswand

In Vorbereitung auf die 62. Münchner Sicherheitskonferenz, die am Freitag offiziell beginnt, wird es in der bayerischen Landeshauptstadt ein internationales Großaufgebot an Einsatzkräften geben. Bis zu 5.000 Beamte und Beamtinnen werden in München vor Ort sein, erklärte der Vizepräsident des Polizeipräsidiums München, Christian Huber, am Mittwoch auf einer Pressekonferenz.

Zur Sicherheitskonferenz werden neben Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) unter anderem auch der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj und US-Außenminister Marco Rubio erwartet. Das große Polizeiaufgebot diene jedoch nicht nur dem Schutz der hochrangigen Gäste, sondern auch zur Sicherheit der allgemeinen Bevölkerung und der zahlreichen Versammlungen und Demonstrationen, die für das Wochenende geplant sind, so Huber.

„Versammlungsfreiheit ist in Deutschland ein hohes Gut. Das ist auch gut so“, sagte Huber. Versammlungen müssten jedoch gewaltfrei und ohne Waffe stattfinden.

Aktuell gebe es laut Polizei keine Anhaltspunkte, die eine konkrete Gefährdung der Sicherheitskonferenz vermuten lassen. Polizeivizepräsident Huber bestätigte jedoch, dass aufgrund der weltpolitischen Lage und in Anbetracht des [1][Terroranschlags, der sich 2025 am Vortag der Sicherheitskonferenz in München] ereignete, eine „erhöhte abstrakte Gefährdungslage“ vorliege.

Erhebliche Beeinträchtigungen in der Innenstadt

Wie jedes Jahr zur Sicherheitskonferenz wird es auch in diesem Jahr in der Münchner Innenstadt zu erheblichen Beeinträchtigungen kommen. Die Bevölkerung wird daher angewiesen, das Gebiet um den Veranstaltungsort, dem Hotel „Bayerischer Hof“, wenn möglich zu vermeiden. Rund um den Hauptveranstaltungsort der Sicherheitskonferenzwerden sollen zwei Sicherheitsbereiche eingerichtet werden. Nur Personen mit entsprechender Akkreditierung dürfen sich ab Donnerstagmorgen im Inneren dieser Bereiche aufhalten.

Hinzu kommt ein Flugverbot im Bereich der Münchner Innenstadt, das sowohl für Flugzeuge als auch für Drohnen gilt. Überwacht werden soll es mit Unterstützung der Bundeswehr. „Wir haben dazu mobile stationäre Detektionssysteme im Einsatz. Das Flugbeschränkungsgebiet umfasst drei nautische Meilen“, sagte Polizeivizepräsident Huber. Umgerechnet entspricht dies etwa 5,5 Kilometer.

Für Samstag hat der [2][Verein Munich Circle zu einer Demonstration gegen das iranische Mullah-Regime aufgerufen]. Die Demonstration soll Teil eines weltweiten Aktionstags mit weiteren Versammlungen in Toronto und Los Angeles sein. Aufgerufen dazu hatte [3][Reza Pahlavi], der Sohn des 1979 gestürzten Schahs in Iran. Pahlavi selbst wird am Wochenende in München zur Sicherheitskonferenz erwartet. Die [4][Veranstalter der Demonstration rechnen laut eigenen Angaben mit bis zu 100.000 Teilnehmer:innen] auf der Theresienwiese.

Eine Besonderheit in diesem Jahr ist das große Aufgebot an ausländischen Polizeibeamten, die in München vor Ort sein werden. Neben Einsatzkräften aus Bayern, anderen Bundesländern und der Bundespolizei werden auch Beamt:innen aus Frankreich, den Niederlanden, der Schweiz und Österreich im Einsatz sein. Grund dafür sind die unzähligen Faschings- und Karnevalsveranstaltungen, die das kommende Wochenende zu einem einsatzintensiven für deutsche Polizeibehörden machen, erklärte Huber.

12 Feb 2026

[1] https://www.ardmediathek.de/video/abendschau/vor-sicherheitskonferenz-wie-ist-die-sicherheitslage-nach-dem-anschlag-in-muenchen/br/Y3JpZDovL2JyLmRlL2Jyb2FkY2FzdC9GMjAyNFdPMDE2OTE3QTAvc2VjdGlvbi80MDdiOWE1Ni0yOGY0LTQ4NDgtYmU3ZC1hYTIzMTM4MDU1N2Q

[2] https://themunichcircle.de/weltweiter-aktionstag-in-muenchen-am-14-02-2026-munich/

[3] /Proteste-in-Iran-und-Reza-Pahlavi/!6142336

[4] https://www.sueddeutsche.de/muenchen/muenchen-proteste-iran-grossdemonstration-theresienwiese-sicherheitskonferenz-li.3382910

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Hansjürgen Mai

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