taz.de -- Handelspolitik der USA: Trump senkt Zölle auf Spaghetti
Nachdem Trump 2025 immer wieder neue Zölle erhoben hat, scheint er jetzt auf die Bremse zu drücken. Bei Pasta gehen sie runter. Andere verschiebt er.
Bild: So geht Pasta: In der Fabrik von De Cecco in Fara San Martino
rtr/dpa | Die USA haben die geplanten Strafzölle für mehrere italienische Hersteller von Nudelprodukten nach einer vorläufigen Überprüfung deutlich gesenkt. Dies teilte das italienische Außenministerium am Donnerstag mit. Ursprünglich hatten die [3][Vereinigten Staaten] im Oktober einen zusätzlichen Zoll von 92 Prozent für 13 italienische Pasta-Unternehmen angekündigt – zuzüglich zu den Zöllen von 15 Prozent für die meisten Importe aus der EU.
Laut der Mitteilung des italienischen Außenministeriums wurde der Zusatzzoll für den Pasta-Hersteller La Molisana nun auf 2,26 Prozent gesenkt. Für das Unternehmen Garofalo wurde der Satz auf 13,98 Prozent festgelegt. Elf weitere Produzenten, die nicht einzeln geprüft wurden, müssen mit einem Zoll von 9,09 Prozent rechnen.
Die USA hatten den italienischen Pasta-Herstellern vorgeworfen, ihre Produkte auf dem US-Markt zu unfairen Niedrigpreisen zu verkaufen. Ein Vertreter des US-Handelsministeriums erklärte nun, eine aktualisierte Analyse habe gezeigt, dass die italienischen Exporteure viele der in einer ersten US-Bewertung geäußerten Bedenken ausgeräumt hätten. Die endgültige Entscheidung über die neuen [4][US-Zölle] für Nudelprodukte wird für den 12. März erwartet. Italienische Pasta-Hersteller exportieren jährlich Nudelprodukte im Wert von fast 800 Millionen Dollar in die USA.
Bereits am Donnerstag teilte das Weiße Haus mit, wegen laufender Handelsgespräche eine angepeilte Erhöhung von Zöllen auf Polstermöbel, Küchenschränke und Waschtische um ein Jahr aufschieben zu wollen. Trump habe an Silvester eine entsprechende Proklamation unterzeichnet, teilte das Weiße Haus mit. Damit bleibe der Zollsatz für bestimmte Produkte aus den Warenkategorien bei dem Zollsatz von 25 Prozent. Eine frühere Proklamation hatte die Zollerhöhung für den 1. Januar 2026 vorgesehen.
Ende September hatte Trump mit höheren Zöllen für die drei Produktgruppen gedroht. Für Küchenschränke und Waschtische plante er einen Aufschlag von 50 Prozent. Polstermöbel sollen zudem mit einem Zoll von 30 Prozent belegt werden. Viele Möbel im niedrigeren Preissegment kommen aus Südostasien. [5][Der US-Präsident] begründete damals sein Vorgehen mit der „nationalen Sicherheit“.
2 Jan 2026
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