taz.de -- Probleme mit der Stromversorgung: Eurostar-Züge von und nach London fallen aus

Der ⁠Bahnbetreiber Eurostar hat am Dienstag alle Zugverbindungen durch den Ärmelkanal-Tunnel von und nach London ausgesetzt.

Bild: Nix geht mehr: gestrandete Reisende im Bahnhof St. Pancras International in London, am 30. Dezember 2025

afp | Das Bahnunternehmen Eurostar hat nach Problemen mit der Stromversorgung bis auf Weiteres alle Züge zwischen London, Paris, Amsterdam und Brüssel gestrichen. „Es gab ein Problem mit der Stromversorgung des Ärmelkanaltunnels, woraufhin ein Shuttlezug im Tunnel anhielt“, teilte eine Eurostar-Sprecherin am Dienstag der Nachrichtenagentur AFP mit. Bis das Problem behoben sei, würden alle Fahrten von und nach London bis auf Weiteres ausgesetzt.

Das Unternehmen hatte zuvor mitgeteilt, dass der Verkehr seiner Züge durch den Eurotunnel unter dem Ärmelkanal gestört sei, und Reisenden geraten, ihre Fahrten zu verschieben. „Bitte kommen Sie nicht zum Bahnhof, wenn Sie noch keine Fahrkarte haben“, erklärte Eurostar auf seiner Webseite. Betroffenen bot das Unternehmen an, ihr Ticket kostenlos umzubuchen oder ihre Reise gegen Rückzahlung oder einen Gutschein zu stornieren.

Im vergangenen Jahr war eine Rekordzahl von 19,5 Millionen Fahrgästen mit dem Eurostar gereist und damit 850.000 mehr Passagiere als 2023. Das Unternehmen sieht sich allerdings wachsendem Wettbewerb gegenüber: In den vergangenen Monaten hatten mehrere Unternehmen Vorhaben verkündet, die den Eurostar-Zügen Konkurrenz machen wollen. Bisher ist Eurostar das einzige Bahnunternehmen, das Züge unter dem Ärmelkanal zwischen London und dem europäischen Festland fahren lässt.

30 Dec 2025

TAGS

Bahnverkehr

Mobilität

Bahnreisende

ARTIKEL ZUM THEMA

Erfolgreiche Schlichtungen: Weniger Streit zwischen Reisenden und Reiseunternehmen

Viele VerbraucherInnen fordern Entschädigungen für verspätete oder ausgefallene Reisen ein. Vor allem eine Branche sorgt für Konflikte.

Verkehrsunfälle: Zug fahren ist deutlich sicherer als Auto fahren

Zahlen statt Horrorbilder: Die Allianz pro Schiene hat Unfälle der letzten zehn Jahre ausgewertet, um die Sicherheit von Bahn und Auto zu vergleichen.

Instandsetzung der Schiene: Bahn will 2026 mehr als 23 Milliarden Euro ins Netz stecken

Bahn und Bund treiben mit Rekordsummen die Sanierung des Schienennetzes voran. Warum Fahrgäste trotzdem mit Verspätungen und maroden Gleisen kämpfen.

Deutsche Bahn: 800 Millionen für Generalsanierung

Neue Gleise und Bahnhöfe bedeuten auch: monatelanger Stillstand auf einer der wichtigsten Strecken in NRW. Welche Folgen das für Reisende haben wird.

Proxied content from gemini://taz.de/%216141876 (external content)

Gemini request details:

Original URL
gemini://taz.de/%216141876
Status code
Success
Meta
text/gemini;lang=de
Proxied by
kineto

Be advised that no attempt was made to verify the remote SSL certificate.