taz.de -- Bankraub in Gelsenkirchen: 30 Millionen Euro in Sparkasse erbeutet

Rund 3.200 aufgebrochene Schließfächer und geschätzte 30 Millionen Euro Beute: Vor der betroffenen Sparkassenfiliale in Gelsenkirchen kocht die Stimmung hoch.

Bild: Nach dem Bankraub: Aufgebrachte Kunden diskutieren vor der Sparkassenfiliale in Buer mit Polizeibeamten, am 29. 12. 2025

dpa | Bei dem Einbruch in den Tresorraum einer [1][Sparkassenfiliale] in Gelsenkirchen haben die Täter nach erster Schätzung von Ermittlern rund 30 Millionen Euro erbeutet. Es seien 3.200 Schließfächer aufgebrochen worden, erfuhr die Deutsche Presse-Agentur aus Sicherheitskreisen. Mehr als 2.500 Geschädigte seien betroffen. Zuvor hatten mehrere Medien berichtet.

Es dürfte sich damit um einen der größten Coups bei einem Einbruch in der bundesdeutschen Kriminalgeschichte handeln. Der spektakuläre Einbruch war durch einen Brandmeldealarm entdeckt worden. Erneut versammelte sich am Dienstag eine Menge aufgebrachter Menschen vor der Filiale.

Nach dem Einbruch wächst der Unmut unter den besorgten Kunden. Am zweiten Tag in Folge versammelte sich eine große Menschenmenge vor der Sparkassenfiliale im Stadtteil Buer, die Informationen erhalten wollte.

Tumult am Eingang

Die Zahl der in der Kälte wartenden Menschen vor der Bankfiliale stieg am frühen Vormittag wieder auf schätzungsweise 200 an, wie ein dpa-Reporter berichtete. „Wir wollen rein, wir wollen rein!“, forderte lautstark ein Sprechchor.

Die Lage drohte zu eskalieren. Mehrere Menschen stürmten an Mitarbeitern einer Sicherheitsfirma vorbei in den Vorraum der [2][Sparkasse]. Die Polizei rückte mit mehreren Streifenwagenbesatzungen an und sicherte den Eingang. Sie machte mehrfach eine Durchsage: „Die Bank bleibt heute geschlossen, Informationen auf der Website der Sparkasse. Gehen Sie nach Hause.“

Ersten Erkenntnissen zufolge erfolgte der Vorstoß der Täter über ein Parkhaus. Der Weg führte durch mehrere Türen in einen Archivraum, an dessen Wand schließlich ein Durchbruch zu dem Tresorraum erfolgte. Dabei kam ein Spezialbohrer zum Einsatz. Die Polizei hatte am Montag die Spuren am Tatort gesichert.

Auf ihrer Internetseite bat die [3][Sparkasse] darum, von einem Besuch vor Ort abzusehen. „Aktuell klären wir mit der Versicherung, wie die Schadensabwicklung so kundenfreundlich wie möglich erfolgen kann. Dazu werden wir alle betroffenen Kundinnen und Kunden informieren“, hieß es.

30 Dec 2025

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