taz.de -- 48 Stunden Arbeitskampf: Gewerkschaft ruft Jour­na­lis­t*in­nen zum Warnstreik auf

In Bayern, NRW und Schleswig-Holstein sind Jour­na­lis­t*in­nen zum Streik aufgerufen. Nicht nur Festangestellte sind dabei, sondern auch Volos und Freie.

Bild: Jor­na­lis­t*in­nen befinden sich im gleichen Boot mit anderen Arbeitenden (Hier Symbolbild des Warnstreiks von 2018)

Berlinrtr/taz | Die Tarifverhandlungen laufen nur schleppend. [1][Deswegen ruft die Gewerkschaft Deutscher Journalisten-Verband (DJV) Journalist*innen von Tageszeitungen in drei Bundesländern zum Warnstreik auf]. 48 Stunden Warnstreik solle der Arbeitskampf bei Tageszeitungen in Nordrhein-Westfalen, Schleswig-Holstein und Bayern dauern, von Donnerstag null Uhr bis Freitag Mitternacht, teilte DJV mit. Mit dabei sind nicht nur festangestellte Redakteur*innen, sondern Freie und Volontär*innen, etwa von der Medien-Akademie Augsburg.

Man reagiere damit auf die Weigerung des Verlegerverbands BDZV, die Tarifverhandlungen zu einem für beide Seiten akzeptablen Abschluss zu führen. „Die Kolleginnen und Kollegen fühlen sich nicht ernst genommen“, erklärte DJV-Verhandlungsführer Christian Wienzeck. Die Gespräche sollen am 18. Juli in Hamburg fortgesetzt werden.

Die Verleger hätten in der jüngsten Verhandlungsrunde am 23. Juni ein früheres Tarifangebot zurückgezogen und einen „Neustart“ der Gespräche gefordert, kritisierte der DJV. Angeboten wurde demnach eine Gehaltsanhebung um einen Festbetrag von 100 Euro bei einer Laufzeit von 15 Monaten bis zum 31. März 2026.

Derzeit könne nur eine hohe Streikbereitschaft Bewegung in die Tarifverhandlungen bringen, betonte Wienzeck. Der DJV fordert 10,5 Prozent mehr Einkommen. Vom Streik betroffen sind unter anderem die [2][Süddeutsche Zeitung], die Allgäuer Zeitung, die Augsburger Allgemeine, der Münchner Merkur und die tz.

3 Jul 2025

[1] https://www.bjv.de/blog/warnstreikaufruf-0307/

[2] https://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/streik-sz-journalismus-gruende-li.3266663

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