taz.de -- Angehörige fordern Geldstrafe: Boeing droht Strafverfahren

Angehörige der Opfer zweier Flugzeugabstürze drängen auf Strafverfahren. Laut Insidern hat Boeing gegen Auflagen verstoßen.

Bild: Flugzeughersteller in Turbulenzen

Washingtonrtr | Die US-Staatsanwaltschaft empfiehlt Insidern zufolge dem Justizministerium, Anklage gegen den Flugzeughersteller Boeing zu erheben. Dies berichteten zwei mit der Angelegenheit vertraute Personen der Nachrichtenagentur Reuters am Sonntag. Das Justizministerium hatte im Mai festgestellt, dass Boeing gegen eine Vereinbarung aus dem Jahr 2021 im Zusammenhang [1][mit zwei Abstürzen] von 737-MAX-Jets mit insgesamt 346 Toten [2][verstoßen] hat.

Das Justizministerium muss bis zum 7. Juli über eine Strafverfolgung entscheiden. Ein Sprecher des Justizministeriums wollte sich auf Anfrage von Reuters zunächst nicht äußern.

Im Rahmen der Vereinbarung von 2021 zahlte der Airbus-Rivale 2,5 Milliarden Dollar, um eine Strafverfolgung wegen Betrugs bei der US-Luftfahrtbehörde FAA abzuwenden. Dafür musste der Konzern seine Compliance-Verfahren überarbeiten und regelmäßig Berichte vorlegen. Laut Insidern sehen die Staatsanwälte diese Auflagen als verletzt an. Boeing wies die Vorwürfe zurück.

Vergangene Woche forderten die Angehörigen der Opfer [3][der beiden Abstürze] die Staatsanwaltschaft auf, eine Geldstrafe von fast 25 Milliarden Dollar gegen Boeing zu verhängen und strafrechtlich gegen den Flugzeugbauer vorzugehen.

24 Jun 2024

[1] /Whistleblower-zu-Boeing/!6005335

[2] /Neue-Ermittlungen-bei-Boeing/!6008657

[3] /Abstuerze-der-Boeing-737-Max-Maschinen/!5808170

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