taz.de -- Festnahme in Hessen: Waffen bei Soldat gefunden
Ein Bundeswehrsoldat soll mehrere Waffen und Munition illegal besessen haben. Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen ihn auch wegen des Verdachts auf Volksverhetzung.
Bild: Ein Bundeswehrsoldat soll Munition und mehrere Waffen illegal besessen haben
Berlindpa | Spezialkräfte der hessischen Polizei haben [1][einen Bundeswehrsoldaten] vorläufig festgenommen und Waffen sowie Munition sichergestellt. Der Mann wurde nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur am Sonntag nach einem Hinweis gestellt. Behörden ermitteln demnach gegen den Soldaten wegen des Verdachts auf Volksverhetzung, unerlaubten Waffen- und Sprengstoffbesitz sowie wegen gefährlicher Körperverletzung.
Die Polizei stellte Kurz- und Langwaffen, Munition, eine Handgranate sowie Sprengmittel sicher. Dabei geht es nach ersten Erkenntnissen überwiegend um Material, das nicht aus Bundeswehrbeständen stammt. So handelt es sich bei der Handgranate wohl um ein Modell aus dem früheren Jugoslawien.
Der Mannschaftssoldat des Heeres, ein Mannschaftsdienstgrad, ist an einem Standort in Pfullendorf in Baden-Württemberg eingesetzt, wo auch das Ausbildungszentrum Spezielle Operationen seinen Sitz hat. Die Ermittlungen werden aber von einer hessischen Staatsanwaltschaft und dem Landeskriminalamt Hessen geführt. Im Zusammenhang mit dem Einsatz soll mindestens ein weiterer Verdächtiger aus dem Umfeld des Soldaten festgenommen worden sein.
Zuletzt machte mehrfach [2][das Kommando Spezialkräfte (KSK) im Zusammenhang mit Munitionsvorfällen] Schlagzeilen. So war bei einem Kommandosoldaten aus Sachsen [3][im Garten ein Waffenversteck] mit Munition und Sprengstoff gefunden worden. Auf den Fall in Hessen sind die Behörden aber ganz unabhängig von schon laufenden Ermittlungen aufmerksam geworden.
1 Mar 2021
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