taz.de -- Tödliche Schießerei in Utrecht: Mutmaßlicher Täter gesteht Anschlag

Nach der Tötung dreier Menschen in Utrecht bekennt sich der mutmaßliche Schütze zu der Tat. Das Motiv bleibt zunächst unklar.

Bild: Gedenken am Ort der Straßenbahnschießerei in Utrecht

Utrechtdpa | Der mutmaßliche Todesschütze von Utrecht hat sich zur Tat bekannt und erklärt, allein gehandelt zu haben. Das teilte die Staatsanwaltschaft am Freitag in der niederländischen Stadt mit. Aber zum Motiv des 37-Jährigen wurde nichts mitgeteilt. Die Staatsanwaltschaft legt ihm mehrfachen Mord oder Totschlag mit [1][terroristischem Motiv] zur Last.

Gökmen T. hatte am Montag in einer Straßenbahn in Utrecht um sich geschossen. Drei Menschen waren getötet und drei weitere schwer verletzt worden. Die Tat hatte die [2][Niederlande] schwer geschockt.

Bei dem Verdacht eines terroristischen Motivs stützt sich die Staatsanwaltschaft auf ein Schreiben, das im Fluchtauto gefunden worden war. Das Schreiben war nicht veröffentlicht worden. Allerdings wird auch untersucht, ob psychische Probleme ein Motiv sein könnten, „kombiniert mit einer radikalisierten Ideologie“.

Ein weiterer Verdächtiger, der am Dienstag festgenommen worden war, wurde am Freitag aus der Haft entlassen. Er werde nicht mehr verdächtigt, teilte die Staatsanwaltschaft mit.

Die Untersuchungshaft des Hauptverdächtigen war am Freitag um die maximale Dauer von weiteren zwei Wochen verlängert worden.

Am Abend sollte in Utrecht mit einem Schweigemarsch an die Opfer erinnert werden. Dazu kündigten auch Ministerpräsident Mark Rutte, der Justizminister sowie die Bürgermeister der vier großen Städte des Landes ihre Teilnahme an.

22 Mar 2019

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