taz.de -- Saisonende der Fußball-Bundesliga: Stadionuhr steigt ab

Für den HSV geht es in die zweite Liga. Wolfsburg muss in die Relegation. Hoffenheim und Dortmund erreichen die Champions League. Und es fielen viele Tore.

Bild: Nun denn, Volksparkstadion, nach der 1. Bundesliga ist vor dem Derby gegen St. Pauli

Berlindpa | [1][Der Hamburger SV] steigt erstmals aus der Fußball-Bundesliga ab – das Ende versank im Chaos. Die Norddeutschen lagen am Samstag kurz vor Schluss mit 2:1 gegen Borussia Mönchengladbach vorne, ehe das Spiel nach Ausschreitungen unterbrochen und anschließend nur noch einmal kurz angepfiffen wurde.

Der Sieg brachte nichts, denn der erhoffte Patzer des VfL Wolfsburg war ausgeblieben. Die Niedersachsen haben nach dem 4:1 gegen den 1. FC Köln als Tabellensechzehnter noch die Chance, den Gang in die Zweitklassigkeit zu verhindern. Wolfsburg tritt in der Relegation gegen Holstein Kiel an. Der vor dem letzten Spieltag noch gefährdete SC Freiburg schlug den FC Augsburg 2:0 und bleibt erstklassig.

1899 Hoffenheim und Borussia Dortmund zogen nach Meister Bayern München und dem FC Schalke 04 in die Champions League ein. Für die Europa League qualifizierten sich Bayer Leverkusen und RB Leipzig. Auch der VfB Stuttgart darf sich als Siebter auf internationale Spiele freuen, wenn der FC Bayern München das DFB-Pokalfinale gegen Eintracht Frankfurt gewinnt. Bayern-Trainer Jupp Heynckes verabschiedete sich mit einer 1:4-Heimniederlage gegen den VfB Stuttgart vom deutschen Meister.

Wolfsburg erwischte einen Blitzstart. Erst wenige Sekunden waren gespielt, da traf Josuha Guilavogui das Tor. Der VfL verpasste es jedoch, nachzulegen, und musste den Ausgleich per Traumtor von Jonas Hector hinnehmen (32.). Das 2:1 von Divock Origi beruhigte neun Minuten nach dem Seitenwechsel die Wolfsburger Nerven. Robin Knoche (71.) und Josip Brekalo (90.+1) legten noch weitere Treffer nach.

Wie der VfL ging auch der HSV früh in Führung. Aaron Hunt verwertete einen Handelelfmeter nach Video-Beweis zum 1:0 (11.). Nach dem zwischenzeitlichen Ausgleich von Josip Drmic (28.), sorgte Tatsuya Ito zwar noch einmal kurz für Hamburger Hoffnung, doch wegen des Wolfsburger Sieges reichte nicht.

Weitere Spiele

Freiburg gab sich gegen Augsburg keine Blöße. Nicolas Höfler (49.) und Tim Kleindienst (65.) ließen das Team von Trainer Christian Streich jubeln.

Hoffenheim blieb auch gegen Dortmund heimstark und gewann 3:1 (1:0). Andrej Kramaric (26.), Adam Szalai (63.) sowie Pavel Kaderábek (73.) erzielten die Treffer für die Kraichgauer, Marco Reus war für den BVB erfolgreich (58.). Leverkusen siegte zum Karriereende von Torjäger Stefan Kießling 3:2 (2:0) gegen Hannover 96.

In der Hauptstadt bekamen die Zuschauer ein sehr torreiches Spiel geboten. Nach 22 Minuten waren bereits vier Treffer gefallen. Leipzig siegte 6:2 gegen Hertha BSC.

Frankfurt muss für Europa-Reisen in der kommenden Spielzeit nun das DFB-Pokalfinale gegen die Bayern gewinnen. Die Hessen unterlagen dem FC Schalke 04 mit 0:1.

Vor der Übergabe der Meisterschale ließen sich die Bayern ein wenig gehen. Daniel Ginczek (5./55), Anastasios Donis (42.) und Chadrac Akolo (52.) nutzten das und schossen einen klaren Sieg für den den VfB heraus. FCB-Stürmer Robert Lewandowski blieb ohne Treffer, wurde aber dennoch mit 29 Toren und großem Vorsprung Torschützenkönig.

Werder Bremen besiegte zum Saisonabschluss den FSV Mainz 05 mit 2:1.

12 May 2018

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