taz.de -- Chefwechsel am Hauptstadtflughafen: Chaos ohne Ende
Das könnte zu neuen Verzögerungen führen: Flughafenchef Karsten Mühlenfeld verlässt vorzeitig das Unternehmen. Er saß nur zwei Jahre auf dem Posten.
Bild: Hier kommt erstmal niemand an
Berlindpa | Der Berliner Flughafenchef Karsten Mühlenfeld verlässt vorzeitig das Unternehmen. Er habe eine Vertragsauflösung unterschrieben, erfuhr die Deutsche Presse-Agentur am Montag aus Aufsichtsratskreisen. Zuvor hatte der Tagesspiegel darüber berichtet.
Nachfolger könnte der Berliner Staatssekretär Engelbert Lütke Daldrup werden, der am Vormittag in einer Sitzung des Präsidialausschusses des [1][Aufsichtsrats] favorisiert worden war. Eine Entscheidung ist aber noch nicht gefallen. Ergebnisse der Sondersitzung sollen am Nachmittag verkündet werden.
Mühlenfeld war 2015 als Nachfolger von Hartmut Mehdorn nach Berlin gekommen. Zuletzt hatte er sich mit dem Aufsichtsrat überworfen, indem er den Technikchef auf der Baustelle für den neuen Hauptstadtflughafen auswechselte, obwohl die Kontrolleure dagegen waren.
Damit gibt es nach zwei Jahren den nächsten Führungswechsel bei dem politisch umkämpften Flughafen-Projekt. Airlines hatten zuvor davor gewarnt, sich von Mühlenfeld zu trennen. Sie fürchten weitere Verzögerungen an dem [2][Flughafen, der eigentlich schon seit mehr als fünf Jahren in Betrieb sein sollte]. Technikprobleme, Planungsfehler und Baumängel verzögern jedoch die Fertigstellung.
6 Mar 2017
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