taz.de -- Rekordzahlen im Jahr 2015: Immer mehr Reisende fahren Bus
Zunehmend mehr Menschen entscheiden sich für den Bus. Der Marktanteil im Vergleich zur Bahn betrug im vergangenen Jahr bereits 15 Prozent.
Bild: Konkurrenz: Der Zug liegt noch immer weit vorn, aber der Bus holt auf
Wiesbadendpa | In der Reise-Konkurrenz zwischen Schiene und Straße haben die Fernbusse weiter aufgeholt. Wie das Statistische Bundesamt am Freitag in Wiesbaden berichtete, nutzten im vergangenen Jahr 23 Millionen Passagiere die Fernbuslinien. Das war ein Anstieg um 47 Prozent – ein Jahr zuvor hatten 15,9 Millionen Menschen Linienfernbusse genutzt. Im Jahr 2013 waren es noch 8,2 Millionen Passagiere gewesen.
Im Vergleich zur Bahn, die 131,4 Millionen Menschen im Jahr 2015 befördert hatte, konnten die Fernbusse ihren Marktanteil auf 15 Prozent erhöhen. Im Jahr 2013 hatte der Anteil der Fernbusreisenden noch bei 5,9 Prozent gelegen.
Auch wenn 69 Prozent der Fernbusreisenden ihren Start und Zielort innerhalb Deutschlands hatten, verzeichneten vor allem die internationalen Busverbindungen ein starkes Wachstum. Im grenzüberschreitenden Verkehr stieg die Zahl der Passagiere um 81 Prozent auf 7,3 Millionen Reisende. Der Inlandsverkehr nahm „nur“ um 35 Prozent im Vergleich zu 2014 zu. Die Fernbusreisenden legten im Durchschnitt eine 315 Kilometer lange Fahrtstrecke zurück.
Erste Zahlen für das laufende Jahr, die im September veröffentlicht wurden, lassen auch für 2016 auf ungebrochene Reiselust schließen. Danach erzielte der Fernverkehr per Bahn einen Rekordzuwachs um 10,6 Prozent auf 67 Millionen Reisende bis Ende Juni 2016. Den Busfernverkehr nutzten in diesem Zeitraum elf Millionen Passagiere.
7 Oct 2016
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