taz.de -- AfD-Parteitag in Stuttgart: 400 Protestierende in Gewahrsam
In Stuttgart gibt Auseinandersetzungen zwischen Demonstranten und Parteimitgliedern. Die Polizei ist mit einem Großaufgebot vor Ort.
Bild: Protestierende versuchten die Zufahrt zum Gelände zu blockieren
Stuttgartafp | Vor dem Beginn des AfD-Parteitags ist es am Samstag in Stuttgart zu gewaltsamen Protesten gekommen. Am frühen Morgen versuchten Demonstranten, die Zufahrt zum Messegelände sowie zum nahegelegenen Flughafen zu blockieren, wie ein Sprecher der zuständigen Polizei Reutlingen sagte. Dabei seien Reifen in Brand gesetzt sowie Feuerwerkskörper auf Polizisten und Journalisten geworfen worden.
Bis 7.30 Uhr wurden demnach bereits rund 400 Menschen wegen gewalttätiger Aktionen in Gewahrsam genommen. Später kam es zu Auseinandersetzungen zwischen linksgerichteten Demonstranten und anreisenden Parteimitgliedern. Die Protestierenden skandierten Parolen wie „Nazis raus“ und „Wirr ist das Volk“.
Zu dem zweitägigen Bundesparteitag werden rund 2400 Mitglieder der AfD erwartet. Die Polizei ist mit mehr als tausend Einsatzkräften vor Ort.
Die AfD ist inzwischen in acht Landtagen vertreten und will im Herbst 2017 in den Bundestag einziehen. Drei Jahre nach ihrer Gründung will die Partei ihr erstes Grundsatzprogramm beschließen. Ein vom Bundesvorstand um Parteichefin Frauke Petry getragener Entwurf zielt unter anderem auf die Ausgrenzung des Islam, die Stärkung der traditionellen Familie und den Euro-Austritt.
30 Apr 2016
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