taz.de -- Vor der türkischen Küste: Dutzende Flüchtlinge ertrunken
Bei zwei Bootsunglücken im Mittelmeer sind mehr als 30 Menschen ums Leben gekommen. Dies berichteten türkische Medien am Montag.
Bild: Diese Menschen hatten Glück im Unglück: Ihr Boot kenterte in der Nähe eines Frachtschiffes, Aufnahme aus dem April 2015.
Ankaraafp | Bei zwei Bootsunglücken vor der türkischen Küste sind Medienberichten zufolge mehr als 30 Flüchtlinge ertrunken. Nach Angaben der Nachrichtenagentur Dogan starben 22 Menschen, als ihr Boot in der Ägäis sank. Bei einem weiteren Unglück seien elf Flüchtlinge ums Leben gekommen.
Das erste Boot sank auf dem Weg von der türkischen Küstenstadt Izmir zur griechischen Insel Lesbos, wie Dogan meldete. Dabei seien elf Menschen ertrunken, drei Insassen seien von der türkischen Küstenwache gerettet worden.
Kurz darauf havarierte ein weiteres Flüchtlingsboot in den Gewässern vor der Küstenprovinz Balikesir, dabei starben 22 Menschen. Ziel der Passagiere war laut Dogan ebenfalls Lesbos. Woher die Opfer der beiden Unglücke stammten, blieb zunächst unklar.
Trotz des Winterwetters begeben sich immer noch jede Woche tausende Menschen auf die gefährliche Überfahrt in Richtung Europäische Union. Mehr als 200 Menschen kamen dabei seit Jahresanfang ums Leben oder gelten als vermisst.
8 Feb 2016
Schwerpunkt Flucht
Mittelmeer
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