taz.de -- Gewalt in Israel: Palästinenser greifen weiter an

Zwei Palästinenser haben in Natanja und einem Vorort von Tel Aviv vier Menschen mit Messern verletzt. Ein Angreifer wurde erschossen.

Bild: Der Tatort in Natanja.

Jerusalemap | Neue Serie von Messerangriffen in Israel: Zwei Palästinenser haben am Montag nach offiziellen Angaben in Natanja und in einem Vorort von Tel Aviv insgesamt vier Menschen mit Messern verletzt, darunter ein 70-jähriger Mann und eine 80-jährige Frau. Einer der Angreifer wurde angeschossen, der zweite festgenommen, wie die Polizei mitteilte.

Bei einem dritten Zwischenfall war zuvor ein Palästinenser getötet worden, der eine Messerattacke an einem Kontrollposten im Westjordanland vorgehabt haben soll. Soldaten seien an einer Tankstelle auf den Mann und dessen Begleiter zugegangen, erklärte die Polizei. Daraufhin habe der Palästinenser ein Messer gezogen und versucht, die Soldaten zu verletzten. Diese hätten geschossen und den Angreifer tödlich verletzt.

Seit Mitte September haben solche Attacken dramatisch zugenommen. Elf Israelis und 69 Palästinenser wurden in der Zeit getötet.

Beim Angriff in Natanja fiel ein junger Mann den 70-Jährigen auf der Straße an und brachte ihm schwere Stichwunden bei. Die Polizei schoss den Täter nieder und verletzte ihn.

Zuvor hatte ein anderer Angreifer auf einer Straße des Orts Rischon Lesion nahe Tel Aviv zugestochen. Nach Darstellung der Polizei stach er zunächst auf die 80-jährige Frau und dann auf einen Mann ein. Danach drang er in einen Kosmetikladen ein und verletzte einen weiteren Mann mit seinem Messer. Passanten überwältigten den Angreifer und übergaben ihn der Polizei. Es soll sich um einen 19-jährigen Palästinenser aus Hebron im Westjordanland handeln.

2 Nov 2015

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