taz.de -- Cannabis-Politik in Uruguay: Bis zu zehn Tonnen pro Jahr
Uruguay hat den Anbau und Verkauf von Cannabis legalisiert. Nun gibt es erste Zahlen zur Menge des heimischen Konsums.
Bild: Cannabis-Messe in Montevideo.
MontevideoAFP | Nach der Legalisierung von Cannabis will Uruguay künftig sechs bis zehn Tonnen der Droge pro Jahr für den heimischen Konsum produzieren.
Das Cannabis solle an Apotheken verteilt und an registrierte Konsumenten verkauft werden, sagte der Chef der uruguayischen Drogenbehörde, Milton Romani, der Nachrichtenagentur AFP. Der Preis soll demnach bei umgerechnet 1,28 Euro pro Gramm liegen.
Nach Angaben von Romani ist alles vorbereitet, damit der Verkauf beginnen kann. Nur die Software zur Registrierung und für die Apotheken-Verkäufe müsse noch feinabgestimmt werden.
Das südamerikanische Land hatte im Dezember 2013 ein Gesetz beschlossen, wonach der Staat Lizenzen zum Anbau und zur Ernte von Cannabis verteilen kann, das dann über Apotheken an registrierte Konsumenten gehen soll.
Nach dem Gesetz können Einheimische bis zu 40 Gramm pro Monat kaufen, es zu Hause anbauen oder Mitglieder von Cannabis-Clubs werden. Die Regierung schätzt, dass etwa 160.000 Uruguayer häufig oder gelegentlich Cannabis konsumieren.
Anmerkung: In einer früheren Version des Textes hieß es, Uruguay wolle bis zu zehn Tonnen Cannabis pro Monat produzieren. Nach Angaben aus dem Land ([1][Text in der konservativen Tageszeitung El Observador]) handelt es sich aber um bis zu zehn Tonnen pro Jahr. Wir bitten, den Fehler zu entschuldigen.
1 Nov 2015
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[1] http://www.elobservador.com.uy/uruguay-producira-seis-y-ocho-toneladas-marihuana-ano-n689032
Uruguay
Cannabis
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