taz.de -- Filmmaterial zerstört: Tom Cruise muss Dreh wiederholen

Sabotage? Menschliches Versagen? Filmrollen des Stauffenberg-Films "Valkyrie" wurden falsch entwickelt und sind unbrauchbar. Der Dreh im Bendlerblock muss wiederholt werden

Bild: Immerhin: die Erschießungs-Szene mit Tom Cruise scheint heil geblieben.

BERLIN dpa/afp Die für den Stauffenberg-Film "Valkyrie" im Berliner Bendlerblock gedrehten Aufnahmen müssen offenbar wiederholt werden. Weite Teile des vor zwei Wochen gedrehten Materials seien zerstört. Einzig die Szene der Erschießung des von US-Schauspieler Tom Cruise gespielten Hitler-Attentäters Claus Schenk Graf von Stauffenberg sei nach Angaben der Produktionsfirma noch brauchbar. Möglicherweise sei das Material vorsätzlich beschädigt worden.

"Es ist einfach ein Materialfehler, das kann passieren", sagte eine Sprecherin der Produktionsfirma und bestätigte damit Medienberichte. Der Fehler habe sich vor einigen Tagen bei der Entwicklung im Labor herausgestellt. Wann und wie viele Szenen nun erneut gefilmt werden, war noch nicht klar.

Das zuständige Bundesfinanzministerium hatte zunächst der Crew des Films keine Drehgenehmigung für den Bendlerblock erteilt. Die Produktionsfirma United Artists konnte die Behörde aber umstimmen. Im Bendlerblock hatte Claus Schenk Graf von Stauffenberg sein Dienstzimmer, in welchem er das Attentat auf Hitler vorbereitete, das scheiterte. Stauffenberg wurde am 20. Juli 1944 im Innenhof zusammen mit drei Mitverschwörern hingerichtet. Heute erinnern Ausstellungen in der Gedenkstätte Deutscher Widerstand - die sich ebenfalls in dem Bau befindet - an den Widerstandskämpfer Stauffenberg.

5 Oct 2007

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