taz.de -- Nobelpreis für Physik: Flach, flacher, Graphen
Für bahnbrechende Kohlenstoffexperimente: Der Nobelpreis für Physik geht in diesem Jahr an den Niederländer Andre Geim und den russisch-britischen Forscher Konstantin Nowoselow.
Bild: Teilt sich den Physik-Nobelpreis 2010 mit dem britisch-russischen Forscher Konstantin Novoselov: der niederländische Physiker Andre Geim.
STOCKHOLM afp | Der Nobelpreis für Physik geht in diesem Jahr an den Niederländer Andre Geim und den russisch-britischen Forscher Konstantin Novoselov. Wie das Nobelkomitee der Königlich-Schwedischen Akademie der Wissenschaften am Dienstag in Stockholm mitteilte, werden die Wissenschaftler der Universität Manchester für ihre "bahnbrechenden Experimente zu zweidimensionalen Graphen" geehrt.
Die Kohlenstoffform Graphen verfüge über die hervorragende Leitungseigenschaften von Wärme, erklärte das Komitee. Der 51-jährige Geim und der 36-jährige Novoselov hätten "gezeigt, dass Kohlenstoff in so einer flachen Form außergewöhnliche Eigenschaften hat, die aus der beeindruckenden Welt der Quantenphysik kommen".
Im vergangenen Jahr hatte sich der Chinese Charles Kao die Auszeichnung mit den US-Forschern Willard Boyle und George Smith geteilt. Sie waren für die schnelle Datenübertragung durch Glasfasern sowie für den lichtempfindlichen CCD-Chip ausgezeichnet worden, der heute in jeder Digitalkamera eingebaut ist.
Bereits am Montag war der Medizin-Nobelpreis dem Briten Robert Edwards für die Entwicklung der künstlichen Befruchtung zugesprochen worden. Am Mittwoch werden die Träger des Chemie-Nobelpreises benannt. Die feierliche Überreichung der Auszeichnungen findet traditionsgemäß am 10. Dezember statt, dem Todestag des Preisstifters Alfred Nobel.
5 Oct 2010
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