taz.de -- Nach dem Abzug aus dem Irak: USA bauen Botschaftspersonal ab

Die weltweit größte US-Vertretung hat derzeit 16.000 Mitarbeiter. Berichten zufolge soll das Personal nun um bis zu 50 Prozent verringert werden. Gründe: Einsparungen und die Sicherheitslage.

Bild: Wahrscheinlich macht es auch einfach keinen Spaß, immer hinter diesen Botschaftsmauern zu leben.

WASHINGTON afp | Die USA wollen nach dem Abzug ihrer Truppen aus dem Irak einem Zeitungsbericht zufolge ihr Botschaftspersonal in dem Land drastisch reduzieren.

Das derzeit rund 16.000 Mitarbeiter zählende Personal solle um bis zu 50 Prozent verringert werden, berichtete die New York Times unter Berufung auf ungenannte Regierungsvertreter. Die USA unterhalten im Irak ihre weltweit größte diplomatische Vertretung.

Als Grund für die Pläne wurden der sinkende Einfluss Washingtons im Irak sowie die schlechtere Sicherheitslage für US-Bürger seit dem Abzug der US-Streitkräfte Ende vergangenen Jahres genannt. Außerdem hofft die US-Regierung den Angaben zufolge auf deutliche Einsparungen.

Eine Sprecherin des Außenministeriums in Washington wollte die Angaben der Zeitung nicht kommentieren. Sie sagte lediglich, die USA seien dabei, ihrer Botschaft in Bagdad "die richtige Größe" zu geben. Diese solle an das "heutige Irak" angepasst werden. Die letzten US-Truppen waren nach fast neun Jahren im Land im Dezember aus dem Irak abgezogen worden.

8 Feb 2012

ARTIKEL ZUM THEMA

Anschlagserie im Irak: Tote zum Jahrestag

Bei zahlreichen Attentaten am neunten Jahrestag des Einmarsches der US-Armee in den Irak sind mindestens 44 Menschen getötet worden.

Debatte Iran und Israel: Im Zweifel für Krieg

Einen atomar bewaffneten Iran will die israelische Regierung auf keinen Fall zulassen. Experten zweifeln, dass das noch zu verhindern ist.

Grüne in den USA: "Unsere Partei ist eine Bedrohung"

Die ersten drei Jahre Obama sind vorbei. Sparprogramme für das Volk, Steuergeschenke für Reiche – Jill Stein, Grünen-Kandidatin für die Präsidentschaftswahl, zieht eine vernichtende Bilanz.

Anschlag im Irak: Mindestens 32 Tote

Erneut sind bei einem Anschlag im Irak mehr als 30 Menschen getötet worden. Und wieder ereignete sich der Anschlag in einem hauptsächlich von Schiiten bewohnten Viertel.

Anschläge im Irak: Dutzende Schiiten getötet

Erst verteilte er Kekse, dann zündete er den Sprengstoff. Ein Selbstmordattentäter hat sich im Irak inmitten schiitischer Pilger in die Luft gesprengt. Auch auf Sunniten gab es Anschläge.

Proxied content from gemini://taz.de/%215101204 (external content)

Gemini request details:

Original URL
gemini://taz.de/%215101204
Status code
Success
Meta
text/gemini;lang=de
Proxied by
kineto

Be advised that no attempt was made to verify the remote SSL certificate.