taz.de -- Wertsteigerung von Bitcoins: Teure Hütte für 24 Dollar

Ungeahnter Reichtum: Ein Norweger hatte 2009 billig Bitcoins gekauft. Vier Jahre später finanzieren die ihm eine Wohnung im nicht gerade billigen Oslo.

Bild: Bling, bling, aber eine Wohung ins Oslo ist vielleicht noch schöner.

OSLO afp | Zum Glüch konnte sich Kristoffer Koch noch an sein Passwort erinnern: Der 29-jährige Ingenieur hat sich durch ein lange vergessenes Bitcoin-Guthaben den Kauf einer Wohnung im teuren Oslo leisten können.

Koch hatte bei der Einführung der digitalen Währung im Jahr 2009 Bitcoins für gerade einmal 24 Dollar erworben. Danach vergaß er seine Investition, bis er im April einen Artikel über den Höhenflug der digitalen Währung las und feststellte, dass seine 5.000 Bitcoins inzwischen etwa 500.000 Euro wert waren.

Als er sich nach eintägigem Grübeln wieder an sein Passwort erinnerte, tauschte er einen Teil seines virtuellen Vermögens in 1,1 Millionen Kronen (135.000 Euro) um. Die Summe, die ihm nach Abzug einer Steuerzahlung in Höhe von 28 Prozent blieb, diente ihm als Eigenkapital für den Kauf sowie für die Sanierung einer Drei-Zimmer-Wohnung im Zentrum Oslos, die er für 320.000 Euro erwarb.

Er habe niemals damit gerechnet, dass der Kurs derart in die Höhe schieße, sagte Koch. Es sei schon „merkwürdig“, dass etwas, was eigentlich keinerlei Eigenwert besitze, plötzlich so wertvoll sei.

Bitcoins können gegen gängige Währungen eingetauscht werden oder als Zahlungsmittel im Internet verwendet werden. Der Wechselkurs zu echtem Geld wird täglich errechnet und kann extrem schwanken.

30 Oct 2013

TAGS

Bitcoin

Währung

Onlinewährung

ARTIKEL ZUM THEMA

Zahlungsmittel im Internet: Ebay könnte Bitcoins akzeptieren

Der Internet-Marktplatz Ebay will Nutzern mehr Zahlungsmöglichkeiten einräumen. Dies betrifft vor allem Bitcoins, deren Kurs in den letzten Monaten gestiegen ist.

Erster Automat für digitale Währung: Dollar für Bitcoins

In Vancouver steht der erste Geldautmat weltweit, der Bitcoins ausgibt. Aufgstellt haben ihn drei Geschäftsleute, die auch schon eine Wechselstube haben.

Kritik an Onlinewährung Bitcoin: Geld ohne Bank und Regierung

Bitcoins sind in Verruf geraten: Als Währung von Drogenhändlern und Passfälschern. Doch mit ihr kann man auch Tee kaufen oder für die AWO spenden.

Schlag gegen Online-Drogenhandel: Das Ende der „Silk Road“

Das „Ebay für Drogen“ ist dicht: Das FBI hat den Betreiber festgenommen. Ihm werden Drogenhandel, Betrug und Geldwäsche vorgeworfen.

Digital-Währung Bitcoin: Als „privates Geld“ anerkannt

Von nun an seriös: Die von Internetnutzern kontrollierte Währung wird vom Bundesfinanzministerium künftig als „Rechnungseinheit“ geführt.

US-Finanzaufsicht beobachtet Bitcoin: „Wilder Westen für Drogenhändler“

Der oberste Finanzaufseher von New York fürchtet um die nationale Sicherheit. Daher fordert er, virtuelle Währungen stärker zu regulieren.

Mutmaßlicher Bitcoin-Betrüger: US-Börsenaufsicht reicht Klage ein

Ein Investor soll Anleger mit der digitalen Währung Bitcoin betrogen haben. Er versprach hohe Renditen, nutzte das Guthaben aber, um offene Rechnungen zu begleichen.

Proxied content from gemini://taz.de/%215056070 (external content)

Gemini request details:

Original URL
gemini://taz.de/%215056070
Status code
Success
Meta
text/gemini;lang=de
Proxied by
kineto

Be advised that no attempt was made to verify the remote SSL certificate.