taz.de -- Zehn Jahre Haft für „Dschihad Jane“: Mord eines Karikaturisten geplant

Colleen LaRose, die sich selbst „Dschiha“ nannte, plante die Ermordung eines schwedischen Karikaturisten. Daraus wurde nichts. Jetzt präsentierte eine Richterin die Rechnung.

Bild: Die Angeklagte Colleen LaRose (r) und ihre Richterin, Petrese B. Tucker.

WASHINGTON dpa | Eine Amerikanerin, die zusammen mit islamistischen Verschwörern einen schwedischen Karikaturisten töten wollte, ist zu zehn Jahren Haft verurteilt worden. Die zum Islam konvertierte Colleen LaRose hatte sich selbst „Dschiha“ genannt. Nach Angaben des Justizministeriums in Washington heuerten LaRose and Mitverschwörer im Internet Männer und Frauen für einen „gewalttätigen Heiligen Krieg“ unter anderem in Europa an.

Ein Bundesrichter in Philadelphia, im US-Bundesstaat Pennsylvania, verkündete am Montag das Strafmaß, nachdem sich die Angeklagte bereits vor einem Jahr der Terrorismus-Unterstützung und Mordverschwörung schuldig bekannt hatte.

Weil die heute 50-Jährige nach ihrer Festnahme mit den Behörden zusammenarbeitete, fiel das Urteil vergleichsweise milde aus. Gut vier Jahre, die sie bereits in Haft verbrachte, werden auf die Strafe angerechnet.

Ziel der Verschwörung war der Karikaturist Lars Vilks, der 2007 den Propheten Mohammed mit dem Körper eines Hundes abgebildet hatte. Das Mordkomplott wurde nicht ausgeführt.

Nach Angaben der [1][New York Times] reiste LaRose 2008 zwar nach Europa, aber ein Treffen mit den Drahtziehern der Verschwörung kam nicht zustande. Die Frau sei dann in die USA zurückgekehrt und später festgenommen worden.

7 Jan 2014

[1] http://www.nytimes.com/2014/01/07/us/jihad-jane-given-10-year-prison-sentence.html?partner=rss&emc=rss&_r=1&

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