taz.de -- Bundesamt für Migration besetzt: Die Flüchtlinge geben nicht auf

Die Polizei hat 80 Asylbewerber vom Gelände des Flüchtlingsamtes in Nürnberg geräumt. Sie forderten die Anerkennung ihrer Asylanträge.

Bild: Die Flüchtlinge hatten Transparente mit ihren Forderungen aufgehängt

NÜRNBERG dpa | Die Polizei hat am Freitagmorgen damit begonnen, das von rund 80 Asylbewerbern besetzte Gelände des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge in Nürnberg zu räumen.

Nach Angaben eines Bundesamts-Sprechers wurden zunächst Platzverweise erteilt. Nachdem diese keine Wirkung erzielt hätten, habe die Polizei mit der Räumung begonnen. Die Flüchtlinge hätten dabei „Gegenwehr“ gezeigt.

Die Asylbewerber waren am Donnerstagabend auf das Gelände vorgedrungen. Sie fordern nach einer vom Flüchtlingsrat Bayern verbreiteten Erklärung die Anerkennung ihrer Asylanträge. Am Morgen demonstrierten rund 20 Unterstützer vor dem Gebäude.

Die Flüchtlinge verlangen auch ein Gespräch mit dem Präsidenten des Bundesamtes. Entgegen erster Berichte habe die Behörde die Überprüfung der Fälle aber nicht zugesagt, sagte Alexander Thal vom Flüchtlingsrat. Die Flüchtlinge kündigten an, am Freitag in den Hungerstreik zu treten, wenn sie keine Antwort bekämen.

4 Jul 2014

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